"Erfolgsmodell Schweiz" – Teil I


Eigentlich müsste dieses Buch jeder lesen, der etwas über die in den Medien manchmal zu Recht, oft aber zu Unrecht beschriebene angeschlagene Schweiz sagt oder mit ihr zu tun hat. Für kritische Nichtschweizer, unzufriedene Schweizer ist dieses Buch geschrieben … und mancher Jugentliche hat hier ein Staatskundebuch, das die EUR 8.80 wert ist …

… und schon sind wir mittendrin. In der Schweiz kostet das Buch CHF 15.00. Das ergibt Mehrwertsteuer bereinigt einen Schwindel erregenden Kurs von 1.78. Diese Höhe hat es in der ganzen Geschichte noch nie gegeben. Nur, das ist ein ganz ganz kleiner Teil der Schweizer, die von solchen Wechselkursgewinnen profitieren. Der Erfolg der meisten Schweizer basiert nicht auf Abriss und sie sind seriöser als unsere organisierten Buchhändler.

Dieses Thema ist im Buch „Erfolgsmodell Schweiz“ gar nicht behandelt, sondern viele Beispiele, warum die Schweiz eben ein Erfolgsmodell ist – und bleiben wird. Über den Inhalt des Buches schreibe ich nicht viel. Wer wirklich daran interessiert ist, der liest es. Wer den relativ kleinen Betrag nicht ausgeben mag, der geht halt in eine Bibliothek.

Wir Schweizer sind ein Uhrenland und ticken daher etwas anders. Und in diesem Buch, das mit Beiträgen mehrerer Autoren aufgebaut ist, schreibt auch Nicolas G. Hayek, der die Schweizer Uhrenindustrie zum zweiten mal aufleben liess. Unter anderem, wieso die Schweiz eine der stabilsten Währungen der Welt hat. Meines Wissens ist es auf lange Zeit gesehen sogar die stabilste – ich kenne keine andere … zumindest nicht von den bekannten Währungen, die in der Welt eine gewisse Rolle spielen.

Keine Ahnung, ob die beiden Herausgeber Jürgen Elsässer und Matthias Erne wissen, dass ich dieses Buch gratis erhalten habe. Bestechung? Sicher nicht! optimal BANKING hat mich mit einem E-Mail darauf aufmerksam gemacht. Diese haben zur Zeit rund 2 1/2 mal so viele Leser wie das Finanzblog. Nicht das mich dies neidisch machen würde. Der „kleine Vermögensverwalter“ in der kleinen Schweiz ist ganz stolz auf seine Leserzahlen.

Na ja, wenn ich die Performance meiner Kunden anschaue, dann darf ich auch meine eigene Meinung haben – ohne diese hat man auch in der Schweiz keinen Erfolg. Lesen sie das Buch über uns Schweizer. Es ist toll. Ja, zugegeben, ein Artikel ist mir echt etwas zu rechtslastig. Aber ich toleriere diese Meinung … so sind wir Schweizer nun mal. Das ist eben die älteste und vermutlich wirklich einzige funktionierende Demokratie.

Viel Spass am Buch – oder Büchlein. Eigentlich ein Muss zumindest für jeden Schweizer und viele die Geld sicher und rentabel anlegen wollen. Wir sind besser als das Ausland und wir werden in Zukunft noch (oder wieder) besser, ethischer … regelmässigen Lesern vom Finanzblog kommt dies irgendwie bekannt vor.

Übrigens, abonnieren sie doch meine Beiträge – bequemer geht es nicht.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Alle 3 Sekunden 4 neue Autos …

Vor zwei Jahren erschienen:
«Das Internet wird politisch» … – Fulvio Pelli … ich habs ja schon vor zwei Jahren geschrieben!

Vor drei Jahren erschienen:
Geldwäscherei – durchwegs positive Bilanz

Vor vier Jahren erschienen:
Wer hat die Kokosnuss, wer hat …

Vor fünf Jahren erschienen:
Uhren, Handy und Hugo Boss(in)

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Zusammenbruch des Goldmarktes


Sie haben fast auf die Minute genau noch 26 Stunden und 30 Minuten Zeit … nicht bis der Goldmarkt zusammenbricht, sondern um beim Goldbarren Gewinnspiel des Investor-Verlags echtes Gold zu gewinnen …

… echtes Gold? Ja es gibt noch das Papiergold und daher eine Theorie über den Zusammenbruch des Goldmarktes, wie es die wenigsten der Finanzblog-Leser je gelesen haben dürften.

Wer über Gold schreibt, hat technisch die Nase vorn. Versuchen sie mal den Text auf obigem Link zu kopieren … es geht schon, sie können es für sich privat versuchen …

… und wie schafft man es, für relativ wenig Geld, der Gewinnsumme und der gehabten Aufwendungen, professionell Werbung auf anderen Internetseiten zu betreiben …

Geschätzter Goldpreis: 817,80 Euro

… so!

Ob nun der Goldmarkt zusammenbricht oder nicht, die Aufteilung in physisches und Papier-Gold wird andiskutiert, sobald einige Staaten ähnlich der Finanzkrise zum zweiten mal wegen der Derivatprodukte weitere Verluste erleiden. In diesem Zusammenhang ist auch die neue Gesetzgebung der USA interessant, weil dann die Kontrolle, wer Derivativprodukte mit Aktien unterlegt hat und wer nicht, einfacher werden dürfte.

Nun noch etwas zum Goldpreis der in EUR geschätzt werden muss. Die angegebenen EUR 1102.58 dürften etwas hoch geschätzt sein … in USD dürfte es etwa soviel sein. Schauen sie in der Blogroll unter Kitco und dort finden sie (fast) alles … gefunden? Sie können natürlich auch den USD-Preis nehmen und durch den EUR teilen, das müsste dann eigentlich zum gleichen Resultat führen, wenn die Margen nicht wären, die man nie so genau kennt. Sie dürfen auch den Goldpreis in CHF nehmen – CHF 39’213 war vor Kurzem der höchste Stand, aber nach wie vor nicht das Allzeit-Hoch. Da fehlen noch einige Hundert Franken. Na, jetzt müssten sie noch mit dem Euro rechnen, der zur Zeit auf dem Allzeit-Tief ist. Geht er noch tiefer?

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Verschwörungstheorie oder Augen zu und durch – Teil II …

Vor zwei Jahren erschienen:
Finanzkrise – Dollar-Sturz und Pleiten

Vor drei Jahren erschienen:
EU feierte – EU will sich neu ausrichten

Vor vier Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (5) – warum funktionieren Charts?

Vor fünf Jahren erschienen:
Magisches Dreieck – Martisches 6-Eck – Magie?

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Kuschen oder Vorteil für den seriösen langfristigen Anleger?


Praktisch zum fünfjährigen Bestehen des Finanzblogs kommt aus den USA eine der vermutlich spannendsten Entscheidungen im Finanzsektor in all diesen Jahren. Die USA führt eine Transaktionsgebühr von 30 Prozent ein – oder die Bankinstitute legen die Daten der Steuerpflichtigen der USA offen. Da rückt der bevorstehende Atomwaffenangriff der Taliban auf die Schweiz direkt in den Hintergrund.

Die NZZ Online berichtet „Weltweites Entsetzen über US-Steuergesetz„. Zur Zeit gibt es praktisch keine Mitteilungen, geschweige denn Meinungen im Netz, was von der neuen amerikanischen Gesetzgebung zu halten ist. Die Finanzkreise werden vom weltweiten Entsetzen sprechen … besonders diejenigen, die unversteuerte amerikanische Kundengelder haben.

Ethisch gesehen, dürfte dies eine Kampfansage an Schwarzgelder sein. Aber es ist zur Zeit nicht möglich, genaue Auswirkungen aufzuzeigen, denn es sind viel zu wenig Informationen im Netz vorhanden. Also gilt es einige Überlegungen, die im Hinterkopf ablaufen sollen, mit einzubeziehen wenn wir in den nächsten Stunden, Tagen mehr Informationen zum neuen Steuergesetz erhalten, das der Präsident Obama garantiert unterschreiben wird.

Hier einige Fragen:

  • Wird der Druck wirklich so gross sein, die Kunden offen zu legen um den Zusatzaufwand in der Wertschriften-Administration zu vermeiden? Werden es nicht die ehrlichen Kunden sein, die ein Institut dazu drängen werden?
  • Wer wird die Entscheidungen treffen – die Wertschriftenhäuser oder die einzelnen Länder? In der Schweiz ist dies eine Entscheidung des Volkes, resp. der von ihr gewählten Vertretern!
  • Mit welchen Mitteln kann die USA sein Gesetz wirklich in die Tat umsetzen oder werden vermehrt Wertschriftentransaktionen ausserhalb der überprüfbaren Bereiche ablaufen?
  • Steckt bei der nicht amerikanischen Seite wirklich ein immenser administrativer Aufwand? Ein zusätzlicher zweckbestimmter Abzug auf einer Wertschriftenabrechnung scheint mir kein Problem zu sein. Wer das nicht mit relativ kleinem Aufwand bewerkstelligen kann, der sollte das ja nie öffentlich mitteilen. Sonst müsste der Finanzblogger etwas zum Nachdenken über die Software-(Un)-Lösung dieses Unternehmens schreiben. Ein Software-GAU dürfte bei einigen Konzernen heute schon in der Unternehmensleitung zum Gespräch stehen.
  • Hätte der seriöse langfristige Anleger nicht einen immensen Vorteil, wenn viele Spekulationsgeschäfte wegfallen würden?
  • Könnte es nicht sein, dass gerade für den ernsthaften Anleger amerikanische Aktien wieder attraktiv würden, weil die fundamentalen Werte plötzlich wieder mehr zählen würden?

Fragen über Fragen. Es werden sich wieder viele Politiker und Unternehmer zu Wort melden, die von Finanzen nicht echt viel verstehen. Es kommende spannende Zeiten.

Ja so spannend, dass die Welt vielleicht sogar vergisst, dass unser ranghöchster Offizier sagte: „Achtung, eine A-Bombe! Armeechef warnt vor Nuklearangriff in der Schweiz.“ Ja Blattmann wird seinem Namen gerecht, der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt auch auf, welche Risiken wir von unseren Nachbarn zu befürchten haben. Ja Blattmann sollte sich entschuldigen. Nur eines ist sicher. Er hätte mich nicht wie einer seiner Vorgänger (der Zumi) wegen meiner Äusserungen in eine spezielle Einheit umgeteilt. Andererseits habe ich etwas mehr Mühe mit Reaktionen, die seitens Gaddafi gemacht werden. Danke Amerika, du nimmst die Schweiz wieder etwas zum Rampenlicht heraus.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
„So durchschauen sie ihren Finanzberater“

Vor zwei Jahren erschienen:
3 Jahre Jubiläum und Dollar unter 1 CHF?

Vor drei Jahren erschienen:
Hedge-Fonds übernehmen kriselnde US-Immobilien

Vor vier Jahren erschienen:
75 Jahre elektrische Rasur

Vor fünf Jahren erschienen:
Tag des Waldes und Precious Woods

http://finanzblog.kaywa.com/admin/posts/?ID=1194&view=

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Geschätzter Goldpreis: 817,80 Euro

…eine clevere Art, Werbung zu betreiben …

Vom Kreditrechner bis zum Kohlendioxidrechner


Im täglichen Leben gibt es Rechenaufgaben, die vielfach schlicht überfordern. Der Tilgungsplan bei einem Kredit mit Ratenzahlungen der laufend zurückbezahlt, amortisiert werden muss, kann bei einem herkömmlichen Rechner gut mal eine Stunde dauern … vorausgesetzt, man weiss wie. Heute kann das Jeder in Sekundenbruchteilen.

Seit 1978 ist das für Finanzfachleute kein Problem mehr, vorausgesetzt, sie hatten den richtigen Rechner, Schnittlauch genannt … Tasten wie n, i, PV, PMT und FV mussten vorhanden sein. Heute brauchen sie den richtigen Link.

Diesen finden sie bei Ralf Jung. Er gibt auch einige nützliche Informationen und vielleicht habt ihr Lust, seinen früheren Beitrag über den Baufinanzierungsrechner noch einmal durch zu lesen. Danke für den Beitrag.

Kreditrechner für Ratenkredite und Immobilienkredite

Immobilienkredit und das Annuitätendarlehen

Ein Immobilienkredit ist ein Kredit mit einem vergleichsmäßig hohen Kreditvolumen gepaart mit einer langen Laufzeit. Für ein solides Fundament Ihrer zukünftigen Immobilie, ist eine planmäßige und verlässliche Rückzahlung umso wichtiger. Eine Immobilienfinanzierung wird daher hauptsächlich in Form eines Annuitätendarlehen realisiert. Beim Annuitätendarlehen ist die Rückzahlungsrate monatlich, quartalsmäßig, halbjährig oder jährig immer gleich hoch. Es gibt auch Darlehen mit mehrjähriger Tilgungsaussetzung, diese Variante ist allerdings sehr spekulativ. Die Rückzahlungsrate (Annuität) setzt sich dabei aus der Tilgungsrate und den Zinszahlungen zusammen. Im Laufe der Rückzahlungszeit steigen die Tilgungsraten in gleichem Maße wie die Zinskosten sinken. Der Darlehensnehmer erreicht damit eine Planungssicherheit von Kreditaufnahme bis zur Zahlung der letzten Kreditrate am Laufzeitende des Kredites.

Der Ratenkredit

Der Ratenkredit ist die Kreditlösung für kleinere bis mittelgroße Anschaffungen

Im Gegensatz zum Annuitätendarlehen ist der Ratenkredit ein Darlehen bei dem die Tilgung in gleichbleibender Höhe erfolgt. Der von einer Privatperson aufgenommene Kredit wird in gleichen monatlichen Raten zu einem festgelegten Zinssatz, getilgt. Die Rückzahlungsrate ergibt sich aus der Tilgung und den Zinskosten. Bei Ratenkrediten variiert der monatliche Rückzahlungsbetrag, da die Zinskosten im Laufe der Zeit sinken und die Tilgungssumme monatlich in gleicher Höhe bestehen bleiben. Dadurch dass die Zinsen sinken, sinkt auch die Rückzahlungsrate. Ratenkredite sind meist Kredite mit kleineren Kreditsummen im Vergleich zu Immobilienkrediten. Ratenkredite werden für eine Vielzahl kleinerer und mittelgroßer Anschaffungen verwendet, so z.B. für den Elektroartikel-, Möbel- oder Autokauf. Mehr zum Ratenkredit und ein sehr nützlicher Ratgeber bei kreditrechner.be.

Kreditkosten bei Krediten richtig berechnen

Je nach Kredit- und Darlehensart gilt es unterschiedliche Berechnungsmethoden zu beachten. Die Berechnung von Restschuld, Laufzeit oder Zinskosten erfolgt bei einem Annuitätendarlehen für den Immobilienkredit komplett anders als bei einem Ratenkredit. Die unterschiedlichen Darlehensarten erfordern also unterschiedliche Berechnungsmethoden. Der Kreditrechner von kreditrechner.be, bietet hierfür Lösungen. Mit dem Tilgungsrechner für Annuitätendarlehen können Sie neben der Berechnung von Kosten und Tilgungsraten auch die Restschulden pro Jahr, Tilgungsverläufe sowie einen kompletten Tilgungsplan erstellen. Ein Tool das Sie bei der Planung Ihres Immobilienkredites optimal unterstützt.

Darüber hinaus, lassen sich auch herkömmliche Ratenkredite berechnen, oder auch die Tilgung von Schulden bei mehreren Gläubigern. Auch für angehende Studenten gibt es dort Lösungen. Ein Studienkredit ist ein weiterer Spezialfall. Bei Studienkrediten erfolgen die Auszahlungen nicht auf einmal zum Zeitpunkt der Darlehensaufnahme, sondern in kleineren monatlichen Raten, über den gesamten Verlauf des Studiums (abhängig von Kreditgeber und Studium, in der Regel für 8 Semester). Der Studienkreditrechner berücksichtigt dies und ermöglicht die genaue Berechnung von Studienkrediten.

Kredit und Zinsrechner

Aufgrund des letzten Beitrages über den Autosalon wurde ich mehrere Male auf die Co2-Problematik und einmal auf das Thema Leasing angesprochen. Hierzu gibt es auch Rechner. Einen brauchbaren Leasingrechner, bei dem verschiedene Angebote korrekt verglichen werden können, habe ich nicht gefunden. Co2-Rechner findet man … nur sind das keine Rechner die auf mathematischen Modellen beruhen, sondern Frage- und Antwort-Spielereien, durch die man sich wälzen muss und die je nach Antwort einen Wert gutgeschrieben erhalten. Das Resultat lässt sich vielschichtig aber garantiert nicht exakt wissenschaftlich interpretieren. Trotzdem viel Spass … wer die Punkte reduzieren kann, hilft der Umwelt, hat die bessere Umwelt-Bilanz!

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der Baufinanzierungsrechner

Vor zwei Jahren erschienen:
Liest Jean Ziegler das Finanzblog – kein Mais …

Vor drei Jahren erschienen:
Du oder Dir Max und Moritz?

Vor vier Jahren erschienen:
Foto oder Photo

Vor fünf Jahren erschienen:
Swiss oder Swissair – die Einen gehen, die Andern kommenmein erster Blogbeitrag

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Ökologische Autos – eindeutig viel zu teuer


Gegen achtzig ökologische Autos sind am 80. Automobilsalon in Genf ausgestellt. Der Umweltschutz scheint auf den ersten Blick zum Thema Nummer 1 erkoren worden zu sein …


… aber nur zwei sind unter CHF 30 000 resp. EUR 20 000 erhältlich, neun zusätzliche unter CHF 50′ und sieben über CHF 100′ – für über 50 Fahrzeuge, den weitaus grössten Teil, gibt es keine Preisangaben. Das bedeutet nichts anderes, dass diese Fahrzeuge nicht lieferbar sind und es sich bei den meisten um Prototippen handelt. Mein Fazit. Wenn ich heute einen neuen Wagen kaufen müsste, wäre es aus ökologischen und ökonomischen Gründen ein herkömmlich angetriebenes Modell, das sparsam mit dem Spritverbrauch ist – und deren gibt es heutzutage schon viele.

Bei mehreren Edelkarossen ist auch zu lesen, dass diese mit drei bis vier Litern „Equivalent“ Benzin auskommen. Soll es glauben, wer es will. Auch die Bezeichnung Co2-frei stimmt nie. Es scheidet beim Fahren vielleicht kein Kohlenstoff-Dioxid aus, aber wenn auch die Herstellung angeschaut wird, ist diese Werbeaussage schlichtweg falsch.

Alles Lug und Trug? Sicher nicht. Die Automobilbranche hat die Problematik erkannt. Es wird mehr denn je auf die Umwelt aufmerksam gemacht, aber es ist kein eindeutiger Trend aus zu machen, welche Antriebstechniken in Zukunft überwiegen werden. Acht verschiedene Antriebsarten, vier davon mit mehr als einer Energieart, werden ausgestellt. Die unterschiedlichen technischen Details will ich gar nicht erwähnen. Die Vormachtstellung übernehmen die kombinierten Systeme mit Benzin-Elektro-Antrieb, gefolgt von den reinen Elektrofahrzeugen. Mindestens elf Autokonzerne sind mit ihren ausgestellten Modellen mit alternativem Antrieb so im Klintsch, auf welches System sie in Zukunft setzen wollen, dass sie gleich mindestens zwei Grund verschiedene Antriebsarten anbieten. Dies wird sich langfristig gesehen vermutlich kein Autobauer leisten können.

Dass die Gasfahrzeuge Probleme haben, liegt schon nur an der Gasqualität. Die Bezeichnung „Erdgas“ ist nicht korrekt, denn sonst müssten wir die herkömmlichen Verbrennungsmotoren als Erdölmotoren bezeichnen und nicht mit Benzin oder Diesel. Das in Deutschland, der Schweiz und Italien verwendete Erdgas würde man dem zu Folge gescheiter mit Methan oder HPG (High Pressure Gas) bezeichnen. Nur diese Abkürzung gibt es nicht, sie ist unter anderem für eine kurdische Untergrundbewegung vorenthalten. Low Pressure Gas (LPG) – Butan und Propan, umgangssprachlich als Campinggaz bezeichnet – wird in anderen Ländern gebraucht. Nur auf Benzin kann meines Wissens kein Gasfahrzeug verzichten, da dieses zumindest beim Starten und Anfahren in steilem Gelände benötigt wird.

Die ausgestellten Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind gegenüber den Vorjahren stark zurückgekommen. Eine Hand voll reicht mehr als nur genug aus, um diese Prototypen auf zu zählen. Eine Antriebssart ist nicht einmal in den offiziellen Führern aufgezählt …

Morgan

… der „Morgan-Trapp-mein-Sohn“

Am Jubiläumssalon fällt auf, dass viele Automarken einen anderen Standort aufweisen. Dies hängt mit den wirtschaftlichen Begebenheiten im vergangenen Jahr in der Automobilbranche zusammen. Na ja, vielleicht wird Jaguar nächstes Jahr auch neben Tata zu finden sein und wenn ich Glück habe, wird die versprochene Eintrittskarte für den Salon doch noch eintreffen – gültig wird sie nicht mehr sein – Berner scheinen doch langsam zu sein. Danke dem Unbekannten im Zug für die beiden Eintritte – einer ist von Motorex und da kann ich mich vermutlich im Verlauf des Jahres persönlich bedanken. Und da ich aus Safenwil einen Geburtstagsgruss erhalten habe konnte meine „persönliche Fotoassistentin“ (… und Vieles mehr …) mit mir auch ohne grosse Überredungskünste …

Jaguar

… in einer schönen Wildkatze Platz nehmen und andere träumen eher vom XJ oder gar von einem Studentenfahrzeug …

Gasal-1 der King Saud University

… dem Gazal-1 der King Saud University von Riad. Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass ich meine Schulen am falschen Ort besucht habe. Ich wünsche der Gazelle mehr Erfolg als der Automarke, die ursprünglich diesen Ausstellungsplatz gebucht hat … der Hummer oder Adler, wie er in der Schweizer Armee heisst … ist endgültig ausgestorben

ELMAR

ELMAR wurde von Studenten der DHBW gebaut. Vermutlich das Fahrzeug in Genf mit den futurististen technischen Gedankenspielen. Wie manche andere Idee, sollte man diese im Auge behalten …

Detroit Electric Car

… der Detroit Electric Car von 1916. Die Firma wurde vor dem zweiten Weltkrieg aufgelöst und der Name vor zwei Jahren nach China verkauft …

Detroit Gaspedal

… interessieren dürften sich bei diesem Vexierbild aber eher die Japaner. Wo ist das Gaspedal … und weiss jemand, wieso muss kurz vor dem fast vollständigen Durchdrücken des Gaspedalsbei einigen Fahrzeugen von Toyota ein recht grosser Wiederstand überwunden werden?

Hispano Suiza

… obschon Hispana-Suiza (liebe Schweizer das ist ein spanisches Unternehmen) einen der ersten Hybriedantrieb der Welt baute, sind seine Wagen, die seit 2000 in Genf gezeigt wurden, in der Energieeffizienz-Tabelle vermutlich nach „G“ angesiedelt …

… und nun einige Bilder von „umweltbewussten Fahrzeugen“. Jeder Leser soll sich selbst einen fehlenden Kommentar zusammen reimen …

Lampo

… Lampo, der Blitz von Protoscar aus dem Tessin

Kamoo

… der Kamoo ist ein echtes Schweizer Fahrzeug – auch wenn es vielleicht nicht danach tönt. Doppelt genäht scheint besser zu halten … die Erklärung, warum eine zusätzliche normale Autobatterie eingebaut ist, war etwas mager ausgefallen. Einges dürfte in Zukunft noch anders gebaut werden …

SAM

… und neugierige Blicke gibt es auch beim SAM der Berner Fachhochschule Technik und Informatik Biel, das mit einem Brennstoffzellensystem aufgebaut ist. Na ja, da bleibt für mich nur die Frage, wer alles hinter SAM steckt … Kamoo oder friends of S.A.M. oder die Cree . Da ist fast nebensächlich, ob das oder die Fahrzeuge in der Schweiz oder Polen produziert werden …

der Gelbe

der Gruene

der wirklich Gruene

der Rote

der Blaue

der Ueberlange von ICARE

… der Überlange von ICARE – wieder einem reinem Schweizer …

Mercedes S 400

… und der Mercedes S 400 – vermutlich der am meisten beachtete … aber bitte nicht mit am meisten verkauft gleichsetzen.

Die Gesetzmässigkeiten der Fahrzeuge und speziell der ökologischen sind nicht einfach zu durchschauen, aber in der heutigen Umbruchphase höchst interessant.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Das 5. Jahr „Heisse Luft“ und Eindrücke vom Autosalon

Vor zwei Jahren erschienen:
Autosalon 2. Teil: Ökologie ist (nur) ein Modewort

Vor drei Jahren erschienen:
Aston Marti’n und andere Träume und Schäume

Vor vier Jahren erschienen:
Art des Treibstoffes – nicht festgelegt

Vor fünf Jahren erschienen:
Freiheit für Offroader

© Fotos: Monika Geiser (MG) – danke, dass ich mich meinen beiden Krücken widmen konnte. Text: Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg und möglicherweise als mein zukünftiger Kunde, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.