«Prima Klima» von Joschka Fischer


Bei Project Syndicate macht Joschka Fischer einen aktuellen Rundgang quer durch die Welt.

« … Dieser alternative Dreisatz als Antwort auf den Klimawandel meint aber nichts weniger, als dass wir heute vor der Herausforderung einer neuen, einer „grünen“ industriellen Revolution stehen. Und in der Bewältigung dieser globalen Herausforderung liegt zugleich eine gewaltige Chance für zukünftigen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit, die es zu nutzen gilt.

Freilich wird es dabei auch zahlreiche und bisweilen sehr mächtige Verlierer geben, die in alles andere als kampflos diese Veränderungen und damit in ihre Entmachtung einwilligen werden. Im Moment scheinen diese Kräfte immer noch die Oberhand zu haben, wie die vielen Worte und die kaum vorhandenen Taten beweisen. Genau dieses aber muss sich ändern. »

Wer wissen will, warum Joschka Fischer zu dieser Schlussfolgerung kommt, liest den ganzen Beitrag bei Project Syndicate.

Der Gorilla – besser als die meisten Anlageberater


Börsenspiele haben eine magische Kraft. Messen sie sich einmal gegenüber den Börsenempfehlungen eines Gorillias – catch the Monkey – bei sharewise.

«sharewise: Neues Finanzportal sorgt erstmals für Anleger-Transparenz bei Aktien.» Dieser Satz ist garantiert nicht von mir, denn hier ist ein Wort zu viel und eins zu wenig. «Erstmals»? Und das, nachdem es seit über 600 Jahren Börsen gibt! «Vielleicht» oder ein ähnliches Wort müsste noch in den Satz. Eine echte Anleger-Transparenz wird auch diese Plattform nie erreichen können. Das nur mal als Warnung, denn auf dieser Plattform kann jeder seine Meinung kundtun. Ob er etwas davon versteht, gar Profi ist (und auch wir liegen des öfters falsch – aber das Gesamtresultat ist massgebend) oder irgend einen Titel pushen möchte. Nicht blind den Vorschlägen Achtung schenken …

… aber zum lernen, spielen und um andere Meinungen ein zu holen, eine wunderschöne Börsenplattform – eine Aktiencommunity. Sie können auch ihre Meinung einbringen. Ich bleibe bei meinem Finanzblog. Hier schreibe ich, was für mich Sache ist. Sharewise kann jedem etwas bringen. Der Auftritt ist wirklich nicht nur für Schimpansen oder Gorillas gedacht. Aber messen sie sich mal gegen einen Affen, der Darts spielt. Der Wirtschaftsprofessor Burton Gordon Malkiel stellt fest, dass Affen besser als der Standard & Poor’s 500 abschneiden …

… und nun ist auch zu begreifen, warum die Masse Index-Funds und Index-Zertifikate kaufen. Sie wollen doch zumindest durchschnittlich abschneiden. Ich will mehr und meistens schaffen wir dies auch. Aber nicht kurzfristig. Und wissen sie, warum ich eigentlich nie an Börsenspielen teilnehme. Dass man sich blamieren könnte ist nicht so schlimm. Viel schwieriger zu verdauen ist, wenn man fiktives Geld einsetzt, einen stolzen Gewinn macht, aber der auch nur fiktiv ist. Hätte man doch wirklich diesen Titel gekauft …

… oder wie die Lehrtochter einmal im richtigen Zeitpunkt verkauft. Sie hat bei mir Rat eingeholt – gilt auch für sie. Da alle Lehrlinge im gleichen Lehrjahr in der Branchenkunde mitgespielt haben, wurde eine aggressive Anlagestrategie ausgewählt. Entweder man ist das Schlusslicht oder mischt vorne mit. Sie wurde Erste. Noch während des dreimonatigen Spiels wurden die Regeln geändert. Man resp. Frau durfte keine Optionen und Pennystocks mehr handeln. Der Spielleiter hat mit später einmal gesagt: «Das hätte ich ja eigentlich von Anfang an regeln müssen. Du hast mich ja auch teilweise ausgebildet.» Dann viel Spass beim Spiel …

… und falls sie keine Idee haben, nehmen sie was ganz Verrücktes, zum Beispiel MXEH. Bitte beachten sie, dass das keine Aktienempfehlung ist, solche mache ich im Blog nie und beachten sie das Risiko, denn wie selten gibt es Aktien, wo wirklich gespielt wird und eines müssen sie sich klar sein, die Leute der Max Holding können kämpfen und mit Max Fighters ganz hart zuschlagen. Echt martialisch, genau «MARTIAL ART X-TREME» wie im Header zu lesen ist. Sogar mit Mini-Blog, aber da schaff ich den genauen Link nicht, da kann mir vielleicht auch noch jemand beibringen, wie man einen solchen schnell kopieren kann. Mal schauen ob einer dies liest – sagen wir dem einfach mal Huber, fast so häufig wie Marti – dann finden sie in Zukunft ein Blog mehr in meiner Blogroll. Echt martialisch wie wir vor langem geschrieben haben und wenn sie ihr Risikoprofil anschauen wollen, dann nehmen sie das martische 6-Eck oder in diesem Fall eher das martialische 6-Eck.

Nehmen sie auf alle Fälle nicht immer alles tierisch Ernst, sondern haben Spass an Anderem, an Ausgefallenem, es darf auch mal Sackstark sein, man oder frau muss einfach immer überdurchschnittlich bleiben …

Gorilla

… und weil er so schön ist, gleich noch einmal. Er studiert übrigens das Anlegerverhalten der Leute im San Diego Zoo, exakt dem Wild Animal Park – genannt the WAP – das nur des Protokolls wegen. Bei Visipix hat es noch ein anderes Tier, welches eher für schlechte Anlagen zuständig sein soll, wenn man sich etwas rumhört …

Kirche und Fussball – wieder einmal Tagesthema


Das Blogsignet vom Kirchgemeindeverband Bern macht Schlagzeilen. Das Baugerüst am Turm des Berner Münsters soll für die EURO 08 abmontiert werden.

«Wer entscheidet über den „Rucksack“?

Der Stadtrat hat entschieden: Das Gerüst am Münsterturm soll für die Dauer der Euro 08 abmontiert werden. Der Gemeinderat verweist auf die Münster-Stiftung. Diese schweigt sich über ihr weiteres Vorgehen aus … weiter bei espace.ch …»

Espace macht gleich eine Umfrage. Aber ich denke, die Fragestellung ist nicht ganz gut gelungen. «Stört Sie das Baugerüst am Berner Münster?» Ein Gerüst stört eigentlich immer. Aber zum Restaurieren braucht es ein solches. Aber ob dieses nächstes Jahr nur für die Fussball Europameisterschaften entfernt werden soll, ist die brennendere Frage. Meine persönliche Antwort können sie erraten. Diese Übung soll bis CHF 390 000 kosten. Mit dieser Summe könnte man jedem Stadtberner und jedem Fussball-Spielbesucher eine Toblerone schenken. Pro Spieltag wohl verstanden. Wer nicht weiss, wie diese hergestellt wird und wo sie erfunden wurde, liesst dies unter «Wussten Sie schon?» Wenn sie mehrmals diese Seite aktualisieren, lesen sie auch mehr über das Berner Münster.

Kein leichter Entscheid. Sachlich schon schwierig. Theologisch dürfte da noch etwas anderes mitspielen – oder dagegen spielen. In Deutschland wurde an der Fussball-Weltmeisterschaft die Spiele in den Kirchen auf Grossleinwänden gezeigt. Die Landeskirchen machen dies in der Schweiz nächstes Jahr nicht, dafür die Freikirchen.

Münster ohne Gerüst

… Berner Münster Turm ohne Gerüst – wie zuoberst in unserem Blog. Und wer exakt schaut, ganz ohne Gerüst geht es praktisch nie …

Münster mit Gerüst

… und so wie wir es uns gewohnt sind …

Berner Münster mit Fussball

… für CHF 390 000 würd ich marketingmässig etwas Besseres machen. Einen Ball «rüberstülpen» oder mit einem Tuch einpacken, das rot-gelb-schwarze 6-Ecke hat. Etwas, das vielleicht Mut braucht – aber die Beachtung der ganzen Welt wäre gesichert. Wenn es billiger werden muss, reichen grosse Transparente auch … das Bundeshaus hat es vorgemacht … und auf dieses kann die Kirche herunterschauen

«Teerflicken übersaen historisches Pflaster», dieser Artikel erschien nach diesem Originalbeitrag bei www.Kirchgemeindeverband-Bern.ch, aber er passt wunderschön, wie die Flicken. Nur dass dies kein historisches, eher ein hysterisches Pflaster ist – es ist 12 Jahre alt. Für solche Trams wie die Strassenbahn bei uns heisst, gibt es vermutlich noch nicht so grosse Gewichtsprobleme. Die Frage ist, ob das anschliessende Strassenstück der Spitalgasse, das zur Zeit einer Gesamtsanierung unterworfen is, wohl die längere Lebensdauer haben wird.

Text, Fotos und -Montage: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Clef du Vin – Clef du Cigars


Heute schauen wir einmal, was uns die Römern vor 2000 Jahren gelernt haben und freuen uns über ein neues Wiki, das wir nicht dank der Wikinger, sondern anderer Seefahrer und vielleicht auch dank ihres Logbuch geniessen können. Zwei «high tech» Sachen mit Jahrhunderte langem Wissen die ihnen den Genuss von Wein und Zigarren noch schöner machen.

Mit meinem Martischen 6-Eck finde ich bei jedem Kunden heraus, ob er Wein geniesst, Cigarren-Liebhaber ist oder Zigaretten raucht. Das mittlere ist fast ausschliesslich Genuss. Ersteres kann Sucht sein und letzter ist es eigentlich immer. Die Abgrenzung ist nicht einfach und für aussen Stehende manchmal nicht zu erkennen. Ein hochaktuelles Beispiel schlägt Wellen und keiner kann es beurteilen. Nur vermuten. Man wird des Drogenkonsums bezichtigt und weint vor der Fernsehkamera. Da ich eher für das Gute im Menschen bin, selbst Genussmensch, denke ich, die Handlung ist echt. Wenn sie lügt, dann knallhart, unverzeihlich. Ich möchte zur Zeit nicht in der Haut von Martina Hingis stecken. Am besten gefällt mir der Kommentar der Welt – Seite 28 und sonst gar nichts über das Tenniswunder, das abstürzte – Hingis.

Higgins hat es einfacher. Er raucht Pfeife, wie ich zur Zeit (Sonntagabend). Ich habe Respekt, wenn jemand nicht raucht und/oder keinen Alkohol trinkt. Mindestens 2/3 meiner Kunden sind Nichtraucher, aber jeder akzeptiert meine Leidenschaft. Zur Zeit eine steinalte Meerschaumpfeife aus Magnesiumslikat. Richtig eingesetzte Chemie hilft den Genuss verstärken, der Clef du Vin ist das Paradebeispiel. Higgins, der Sprachwissenschaftler lässt Doolittle the rain in Sapin singen. Auf Deutsch: «Es grünt so grün», dass Spaniens Blüten blühen. Vielleicht Nachschattengewächse, die sie aus der Karibik nach Hause gebracht haben, zumindest für heute – der Tabak. Und was haben die Seefahrer von damals geführt …

Logbuch Blog

… das Logbuch, der Vorgänger des Internet-Logbuch, des Weblog oder kurz das Blog. Und ein Blogger, der sich mit diesen Nachschattengewächsen gut auskennt, wurde zu nächtlicher Stunde entlarvt. Sein Pseudonym «Aficionado» ist in der Welt am Sonntag entgültig gelüftet worden …

… und vor allem, das Cigar-Wiki ist offiziell bekannt gegeben worden. Hans, herzliche Gratulation. Wer die Blogroll (die vielen Links rechts neben dem Blog) des Finanzblogs regelmässig verfolgt, hat vielleicht bemerkt, dass dieser Link klammheimlich vor einigen Wochen aufgeschaltet wurde und vor kurzem gab es einen Kommentar mit diesem Link. Manuel von Primium Cigars lassen wir berichten, den er ist sein Nachfolger im Cigar Blog. Vermutlich ist es mehr als nur Rauchzeichen, das Cigar Wiki, eher ein Clef du Cigar, dass er seinem Namen getreu, Fröhlich beschreibt. Zusammen mit dem «Mitarbeiter» Ricci wurde er schon mal abgelichtet. Der Kioskiero hat – viele andere natürlich auch – seine grösste Freude, halleluja, dass aus dem Blogger Fischer ein Wikinger wurde … Jahrhunderte alter Genuss nun auf neuestem Web 2.0 Level …

Kind als Cigarren-Raucher

… aber bitte nie übertreiben, sonst stehen sie wirklich etwas schräg in Landschaft.

Jahrtausende alt hingegen ist die Erkenntnis des Clef du Vin (pdf-Datei – gleiches Fenster) und trotzdem eine echte Revolution im Weingenuss. Ob beim Degustieren oder beim Geniessen – pro Sekunde wird der Wein um ein Jahr gealtert. Es funktioniert. Bei Säure reichen Weinen besser, als bei andern. Genau gleich wie wenn die Flasche im Keller liegt, wird es wohl nicht sein – aber die Tendenz ist perfekt ersichtlich. In hochstehenden französichen Restaurants gehört dieses kleine Ding zum Begleiter von Sommeliers und bei uns kennt es praktisch keiner. Ich habe vorallem mit der Taschenausgabe des Clef du Vin zig Leute überrascht. Weinbanausen, Weinkenner, Weinverkäufer und Weinproduzenten. Einige Franzosen erreichen den gelcihen Effekt mit einer Kupfermünze die sie in den Wein tauchen. So wie es die alten Römer gemacht haben. Nur gingen die zu weit und haben den Wein im Fass mit Kupfermünzen behandelt. Das nimmt wohl die Säure, aber zerstört eigentlich durch chemisch-elektrische Vorgänge längerfristig den Wein. Das bedeutet, dass man diese Technik nur bei Wein anwenden darf, den man eben trinkt.

Sie können auf der einen Seite feststellen, ob der Wein zum Lagern Potenzial hat oder mit den grösseren Clef du Vin können sie ein Glas oder eine Flasche jüngeren Wein um einige Jahre ältern lassen. Er wird bekömmlicher. Sie können auch eine Kupfermünze oder wie mir ein Deutscher Weinbauer sagte, auch einen abisolierten Kupferdraht nehmen. Nur und das weiss man natürlich auch bei Rebschneckle ist Kupfer Gesundheit gefährdend. Deshalb lieber etwas Geld ausgeben und das moderne Produkt kaufen, das mit einer Kupferlegierung (vermutlich) nicht oder weniger schadet. Le Creuset, bekannt von Screwpull, ist leider nicht börsenkotiert, aber sie können einmal davon ausgehen, dass in vielleicht zehn Jahren ein Plagiat auf den Markt kommt. Warten zahlt sich aber nicht aus. Sie können selbst ausrechnen, wie oft sie einen jüngeren Wein «behandeln» müssen um mit der Differenz zum älteren, den Clef du Vin zu amortisieren …

Clef du Vin und Reisehumidor

… das Reisegepäck dürfte um einige Gramm grösser werden … wer es nicht im Laden erhält, dem kann ich die Adresse der Marketing-Agentur zustellen. Verdienen werde ich nichts daran, aber vielleicht kann man jemanden etwas Freude bereiten …

Sinnvolles Social Networking für Finanzunternehmen


Jeder spricht vom Internet, vom Web 2.0. Aber ist die Finanzbranche wirklich vorne dabei, wenn es um die Tendenzen der Internet-User geht?

Lassen wir doch einmal einen echten Spezialisten zu Wort kommen …

«Finanzunternehmen und Web 2.0 ist ein Riesenthema. Warum? Weil die Finanzindustrie von Interaktionen lebt und sich der Web-Sozialisierung schlicht nicht entziehen kann (s. auch Fachartikel „Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen“). Ecin schreibt im Beitrag „Social Networking: Die Welle kommt“ über den konkreten Nutzen im Fall von Charles Schwab … weiter im Blog der Rolotec …»

Fischer Hans

… ob er wohl über unsere Branche lacht? Oder daran dass er an Halloween einen Kommentar ins Finanzblog eingeben wird? Nun sollte auch klar sein, dass er weder eine Weinkarte noch einen Börsenbrief studiert … aufgenommen bei Blüemli

«Vietnam geht bei der Entwicklung einen eigenen Weg»


Ein aktueller Artikel gefunden im E-Magazin der Credit Suisse über Vietnam, ein Land das heute wieder im Gespräch zum Investieren ist.

Vor rund zehn Jahren habe ich einigen risikobewussten Anlegern einen Fond aus Vietnam empfohlen. Zuerst stieg er ganz schön an und dann hat er stark korrigiert. Alle haben verkauft bevor der Fond mit einem anderen Fond zusammen gelegt wurde. Schade, dass sie nicht ausgeharrt haben. Emerging Markets (EMMA) brauchen manchmal viel Geduld und die hat in unserer schnell lebigen Zeit fast niemand mehr. Die meisten dieser «gebeutelten» Anleger hatten dann auch den Mut nicht mehr, in Russland, Indien und China ein zu steigen. Brasilien habe ich verpasst. Zumindest haben wir bei den BRIC-Staaten von RIC profitiert.

«30.10.2007 Vietnam ist ein Paradebeispiel dafür, wie Strukturreformen den Übergang vom Entwicklungs- zum Schwellenland enorm beschleunigen können. Nguyen Duy Hung, Vorstandsvorsitzender der grössten vietnamesischen Investmentbank, erläutert die finanzielle Lage des Landes … lesen sie bei der Credit Suisse weiter … »


… Bilder aus Vietnam, gefunden bei Youtube