Zu Corona-Zeiten in CH – I – F. Einiges fällt auf.

Eine gute Woche, schätzungsweise 20 000 Kurven, viele kleinere Pässe und Mann und Frau darf sich ja verpflegen …

… und eine Unterkunft suchen. Eines vorweg. Zu Sommerzeiten habe ich in den Alpen noch nie so viele Menschen gesehen. Und die blieben nicht nur einen Tag. Wer pro Person CHF/EUR 150 pro Person und Nacht zahlen will, der findet immer etwas. Wir lagen pro Nacht inkl. Frühstück immer deutlich unter der Hälfte. Viel Auswahl gab es da nicht und ich reise immer ohne Plan. Und jedes Mal dabei ist eine Strassenkarte – mind. 1:200 000. Hier die Übersicht zu behalten und Strassenvariationen rauszufinden, ist extrem viel einfacher und schneller, als mit dem GPS. Aber diese Dinger sind trotzdem sehr hilfreich. Ich staune immer wieder, wie die jede Ecke (fast jede) in zig Ländern kennen. Jede Haarnadelkurve ist frühzeitig sichtbar und da gab es einige Hundert. Der einzige Unterschied bis jetzt. Schweizer Karten sind die besten, französische Atlasse sind sehr hilfreich und die Italiener haben auch Strassenatlasse.

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In Pandemie-Zeiten sind Vorräte wichtig. Am Oberalp scheint es noch einigen Schnee vorrätig zu haben. Die einzige Ecke, wo eine Windjacke ganz nützlich war.

Hotel oder Unterkunft war egal. In Sedrun haben wir etwas gefunden, das eindeutig für den Winterbetrieb ausgelegt ist. Fünf Betten im gleichen Zimmer. Keine Kajüten, schon gar nicht solche wie in der Jugi in Inverness vor bald 50 Jahren – 4-stöckig und ich zuoberst. Echt Platz zum versauen. Nein, es war überall sauber und da unterscheiden sich die Schweiz und Frankreich nicht. Hier musste immer zuerst noch aufgeräumt werden oder es fehlten die Frottiertücher usw. usf. etc. In Italien war immer alles perfekt. Die haben einen „grossen Vorrat“ an arbeitswilligen Menschen. Oder anders gesagt, in normalen Zeiten haben sie dort mehr Probleme, für alle Arbeit zu finden.

Nehmen wir es vorweg. Die beiden andern Länder haben Probleme mit dem Zimmerservice, wenn ihre Häuser ausgebucht sind. Wieso? Es fehlen die Angestellten, die helfen. Es gibt hier mehrere Orte, die haben im Winter zehnmal so viele Touristen, wie Einwohner. Und jetzt haben sie Hochsommer-Höchstbetrieb. Meiner Meinung gab es dieses Phänomen noch nie im Sommer. So viele Touristen – die meisten aus dem eigenen Land. Wünschen wir denen, dass es auch nach Corona so bleiben möge. Die Tourismuswerber sind jetzt gefragt. Die Jungfrau scheint asienlos und englischfrei zu sein. Viele Schweizer gehen hoch, die noch nie oben waren. Drei, oder waren es viermal, sollte eigentlich reichen. Nichts zur Gewohnheit werden lassen.

Zurück zum Essen in Sedrun. Nachessen. Alles voll. Der Besitzer bedient selbst – alleine. Die Bündner-Spezialitäten sind super. Frühstück, ist ja inbegriffen und wir sind in der Bäckerei mit Café Dulezi. Alles supergut. Am besten schmeckt mir die Schmidella. Meine Kinder assen gerne Nutella. Aus Alba – hier haben wir heuer nicht mal angehalten – nur durchgefahren. Dann kauft doch der Vater mal den Haselnussaufstrich von Lidl in Frankreich. Eindeutig für alle drei. Das italienische schmeckt besser. Das war am Samstag. Am Sonntag wieder ein Nutella- und ein Lidl-Glas. Ich sage: „Das im Nutella-Glas schmeckt wirklich nussiger. Probiert doch nochmal beide.“ Die drei waren sich einig. Das im Lidl-Glas schmeckt eigentlich viel fader. „Holt mal das zweite Lidl-Glas im Reduit.“ Hast du den Inhalt ausgetauscht? „Ja.“ Das war wohl die eindrücklichste Marketing-Ausbildung. Glaubt nicht immer alles, was in der Werbung steht.

Marketing ist die Kunst, möglichst viel aus den Kunden rauszuholen!

Diesen Satz habe ich das erste Mal vor 40 Jahren gesagt … und er wird immer gültiger!

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Rund ein Jahr in meinem Leben war ich im Bündnerland, aber das Kloster Disentis kenne ich nur von weitem. Grund, wieder mal zurück zu gehen. Oder einen Mitpilger beim Vorderrhein anzupilgern. Oder derjenige am Rhein, der nicht fünf Stunden mit dem Corona-Filter Bahn fahren wollte. Man ist ja zum still sitzen verurteilt, kann rein gar nichts machen, denn die Brille läuft ständig an. MP4 und zumindest musikmässig riff waven ist auch nicht unser vorgezogener Stil. Lieber zwei Rillen pro Vinyl-Scheibe. Huch, haben die Italiener schon hohe Preise.

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Sozusagen auch ein Riff für Wellen. Nur die etwas stärkeren hier auf dem Lukmanier.

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Falls sie nicht gerne Auto fahren oder pro Kilometer so durchschnittlich einmal retour fahren, da kreuzen oft nicht möglich ist, lassen dieses herrliche Gebiet lieber unentdeckt. Lago del Narèt bei der Cristallina-Gruppe. Wanderschuhe sind ganz praktisch. Yogourtpur – super, aus der Kühlbox. Zusätzliche Informationen sind gesucht, wie der Yoghurt-Markt in den Alpenländern zurzeit läuft. Elaboré, sagt aus, wo es „ausgearbeitet“ wurde. In Slowenien zum Beispiel. Der „Vertrieb“ ist auch interessant. Wer, wo für wen arbeitet. Überangebot und Betriebe mit Shutdown – der Markt scheint lebendig zu sein. Lieferanten fehlen, Transporte laufen anders. Selten so gute und billige Joghurts gekauft, wie in den letzten Wochen.

Zum Übernachten suchen wir Bosco/Gurin auf. Booking.com ist zu lesen, dass öffentliche Parkplätze in der Nähe sind. Im Dorf gibt es einen grossen Gemeinschaftsparkplatz und ein Schild des Hotels Capanna-Grossalp, wo ein Pfeil und eine Zahl 2 ersichtlich sind. Eine Einheimische meint, dass wir mit mindestens einer Stunde rechnen müssen, bis wir in der Capanna sind – einer Berghütte. 5 km und 1 3/4 Stunden zu Fuss. Bis gegen 22:00 Uhr in der Nacht in den Bergen zu laufen macht echt keinen Spass. Lesen sie mal die Bewertungen, die hier abgegeben werden. Wenn jemand eine Berghütte sucht, ist er allenfalls am richtigen Ort. Aber wenn ein Hotel, das keines ist, angibt, wie weit die Flugplätze entfernt sind, zwanzig Orte ebenso erwähnt und verheimlicht, wie in der Ortschaft die Unterkunft zu finden ist, scheint mir das arglistig zu sein. Stornieren ging nach einem langen Gespräch und Booking.com lässt nach einer Stornierung keine Bewertungen mehr zu.

„Sehr schlecht – Nicht gefallen  · Ich konnte das Hotel zu Fuss gar nicht erreichen. Ich bin wieder abgereist, ohne Übernachtung. Ich habe vorgängig geschrieben, dass ich erst um 22:00 uhr ankomme. Es hat geheissen kostenlose Parkplätze, also dachte ich nicht daran zu fuss denn Berg hoch steigen zu müssen.“

Das ist nicht etwa die Bewertung meiner Begleitung. Wir kamen zwei Stunden früher an. Aber der Vorname ist fast identisch. Booking.com müsste hier vorgehen, die Reklamationen sind eindeutig. Bisher war ich immer zufrieden, obschon mal auf abenteuerliche Art zum Schlüssel gekommen. Kurz und gut, wir haben ein Hotel gefunden und auch der Schlüssel lag bereit. Wie in andern Unterkünften auch. Die Leute für die Reception fehlen zurzeit häufig. Die Saisoniers sind nicht in den Orten, die sonst helfen … Corona zwingt sie, zu Hause zu bleiben. Das erste Essen im Tessin war gut, vis-à-vis der Unterkunft, aber auch hier, der Chef war der einzige, der bediente. Aber wir hatten ja Zeit. Immer toll, wenn man Personen in der Küche hat und da sind kleinere Restaurant, Familienbetriebe besser dran. Dann persönliche Begrüssung in Brissago.

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Die Nacktkatze sucht Schatten. Eine kleine Sphinx, aber wie sie auf dem Bild sehen, habe ich seit bald zwei Jahrzehnten einen  Panthera onca. Total zutraulich. Beide.

Zuerst eine Nobelbeiz mit wunderschöner Terrasse und Sicht auf den See. Das Essen war gut, aber die beiden Damen haben sich über die Wärme beschwert. Nicht des schönen Wetters weg, aber die Nahrung war von Anfang an kälter, als die Temperatur unter der grossen Sonnenstore. Bestellen ist nur mit einem Gerät möglich, das den QR-Code lesen kann. Speisekarte gibt es aus Sicherheitsgründen keine. Sechs Personen auf dem riesigen Vorbau, aber der Kellner ist im Stress. Er findet dann noch ein 150-gr A-3-Blatt, das andere als Telleruntersatz nehmen – mit der Speisekarte darauf. Der Kellner hat uns fast leidgetan. Vermutlich hat der zuvor noch nie ein Restaurant von innen gesehen und heute scheint der erste Tag offen zu sein.

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Beim Hoteleingang und auch weiter unten beim Restaurant wird auf die Hygiene hingewiesen – ziemlich sarkastisch. Zum Teil neben der Desinfektionsflasche. Bis alle Reklame vorbei ist, mag ich nicht warten, Corona und Corona nebeneinander fotografieren zu können.

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„Penne alla Nonna“ erwähnt der Kellner am nächsten Tag. Es kommen dann nicht einmal „Penne alla Norma„. Sizilianisch. Palermo kommt mir in den Sinn oder die Spaghetti auf der Isola d’Orta zur Kindheit. Wow. Die hier sind viel zu wenig gekocht. Hart, aber doch nicht mehr gleich brechend. Ich gebe diese zurück, denn das kann tödlich sein. Teigwaren und Reis, der zuwenig gekocht ist, können einen Krampf in der Speiseröhre und Luftröhre geben, den ich nicht ein zweites Mal erleben möchte. Das hat nichts mit einer Krankheit der Speiseröhre zu tun. Meine Mutter, ehemals Präsidentin der Schweizer Hebammen, hat immer wieder Mütter mit Kleinkindern vor schwach gekochtem Reis oder Teigwaren al dente, gewarnt. Der Krampf tritt nicht sofort ein. Die meisten Leute lachen nur über dieses Phänomen. Ich möchte mehr darüber wissen. Was war am Comersee.

Die Penne gehen das zweite Mal retour. Beim dritten Mal ist viel mehr Sauce darauf und die Penne sind sichtlich kleiner geworden. Das ist die heutige Zeit. Alles aus dem Plastiksack oder dem Plastik-Kübel. Vorgekocht und in der Mikrowelle aufgewärmt. Und schon all dente angeliefert. Da hilft die Mikrowelle gar nichts. Steamer oder Pfanne mit Wasser. Ich esse einige und lasse die Teigwaren, ausser der Sauce mit dem Gemüse, stehen. Mit dem Kellner kann man wenigstens diskutieren. Der Koch (Aufwärmer) hat das auch nicht gewusst. Die beiden, die nicht das Menu nehmen, erhalten dafür einen Gratis-Kaffee, den sie zuerst bei mir vergessen – ist im Preis inbegriffen. Frisch Gekochtes zu Corona-Zeiten zu finden, ist nicht einfach. Und vor allem, es hat nichts mit dem Preis zu tun. Allenfalls hat der Mehrverbrauch bei solchen Aktien einen Einfluss. Zu Beginn meiner Selbständigkeit hatte ich die Möglichkeit, eine solche Fast-Fertig-Futter-Fabrik (FFFF) kennen zu lernen. Die Waren waren aus guter Qualität. Einige sehr gut besternte Gaststäten waren auf der Kundenliste.

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Wer noch Hunger hat, kann sich an der Uferpromenade mit Früchten bedienen. Die Ginkgofrüchte sind noch rar. Nadelbaum oder Laubbaum? Vergessen, was wir in der Schule gelernt haben. Eine eigene Gattung, aber näher mit den Nadelbäumen verwandt. Auf dem Bild oben sind die Früchte des Amberbaumes zu sehen. Will jemand Samen? Aber lasst euch Zeit.

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Pneuwechsel gefällig? Meiner hält nun. Wurde praktisch neu noch in der Schweiz ersetzt. Winziger kleinster Nagel eingefahren und dann alle 200 – 300 km neu pumpen.

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Im schlimmsten Fall hätten wir in Oberitalien eine Rakete nehmen können.

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Und was trifft man in Italien an? Velo und Motorradfahrer. Disziplinierter als in Frankreich, geschweige denn der Schweiz. Zufall? Ich denke nicht. Schaudern läuft über den Rücken. Ich habe selbst erfahren, wie es tut, wenn man mit 80 km/h mit dem ganzen Viererfeld aufs Feld fliegt … zum Glück vor der Kurve mit Steinmauer. In der fünften Klasse fuhr ein Schulkollege in einer Grimselkurve geradeaus. Bremskabel-Bruch. Bei einem anderen Kollegen, Goodie, hat nicht mal geholfen, dass er sein Rennrad beherrschte. Er wurde von einem überholenden Porsche in den Österreicher Alpen weggeschleudert. Beide tödlich.

Wenn sie schöne Trett- oder Motor-Räder sehen wollen, sind sie hier gut aufgehoben. Harleys sieht man überall, aber hier sieht man oft einen Triumph. Ursprünglich aus Deutschland. Kennen Sie Triumph? Von der Madonna del Sasso hat man einen herrlichen Ausblick auf den Orta-See. Etwas mehr über einige besuchte Kirchen sowie Barbaresco und Barolo.

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Bei den meisten Kirchen war nur eine Maske erforderlich. Hier ist auch ein Wallfahrtsort für Töff-Fahrer.

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Ja, die legendäre Indian war mal der weltweit grösste Motorradhersteller und nach fast 60 Jahren wieder auferstanden. Und was steckt in dieser Maschine? Schweizer Rennmotoren-Know-How aus Burgdorf, das vor zehn Jahren in die USA verkauft wurde.

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Viverone, da war ich schon einmal und habe diesmal von der andern Seite das B&B Monastero del Lago ohne Adressangabe auf Anhieb gefunden. Manchmal ist das Erinnerungsvermögen sogar besser, als ab und zu ein GPS.

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Superschön – nicht hoch modernes italienisches Design. Sie wollten uns das letzte Zimmer erst gar nicht geben. Viel zu heiss, unter dem Dach. Kein Problem für uns. Nur nicht zu kalt. Die Internetseite findet man z.Z. nicht, deshalb mal Booking.com – herrliche Fotos, wie in einem Museum. Wir sind direkt hingefahren, ohne zu buchen. Aus einem speziellen Grund haben wir diesen Wein aus dem Hauskeller noch nicht getrunken. Wir haben am nächsten Tag einen drei Jahre jüngeren und teureren in einer Kirche gesehen. Stammt von einem grossen Produzenten … zumindest mengenmässig. Von einem Kleinen und dem Bekanntesten aus dieser Gegend, nach dem Essen am See.

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In einem Touristenort am Samstagabend ohne Reservierung einen Tisch zu Corona-Zeiten aufzutreiben ist gar nicht so einfach. Fast alle Tische sind vergeben. Sicherheitsabstände gibt es hier keine. Mücken sind die aktuelle Plage, an Viren denkt wohl keiner. Dann sticht es mich echt. Ich esse einen Hamburger und das in Italien. „President Trump Burger“. Die Pommes Frites sind herrlich. Kalt natürlich, wenn man eine halbe Stunde warten muss. Dafür scheint das Brot eh nicht getostet zu sein. Kein Witz, aber am Fleisch ersticke ich fast und die Sauce, vermutlich die Zwiebeln, führen am nächsten Tag zu einem durchschlagenden Erfolg. Strafe muss sein. Wir diskutieren: „Assassinare lui, grillare lui, mangare lui“. Kill him, grill him, eat him ungefähr so habe ich den Spruch schon gehört. Einer fragt noch, was an Dummheit grenze? Mexiko und Kanada! Das Personal wie immer. Total freundlich, aber am Anschlag.

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In welchem Gebiet sind wir? Die vertikalen Rebzeilen links oben sind noch nicht geschnitten, denn hier sieht man nur die extraschlanken und die runden Dinger sind Haselnusssträucher. Auf der gerodeten Fläche werden garantiert Nebbiolo oder Haselnüsse angepflanzt. Zum Glück sind wir nicht an der Ferrero Bay, eher in Nutella

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… sondern wieder einmal in Verduno. Essen aber bei der Schwester im Schlossgarten. Die Schlossherrin serviert selbst. Köstlich und dann bei Sonnenuntergang aus dem Borologebiet zurück nach Barbaresco. Das Restaurant von der Locanda Rabayà war am Abend geschlossen. Unterkunft und Morgenessen waren super und wie wir am nächsten Tag feststellen, hat früher auch die Mutter von Danilo dort gearbeitet …

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Quazzolovini. Internetseite läuft auch nicht. Könnte ja am sintflutartigen Gewitter im Süden liegen. Vor kurzem vernommen, dass die repartiere Meerschaumpfeife in Brissago angekommen ist. Herrlich kühl zum Rauchen sei sie. Verkehrschaos pur. Das Wetterradar ist im Süden vielfach Violett oder gar Hellviolett. Unterwegs zu uns aber zumindest der Waldumgang morgen dürfte auf der nördlicheren Alpennordseite stattfinden.

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Also, organisieren wir vor dem grossen Regen schnell etwas Gasoline.

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Das wäre organisiert, aber Salat im Garten zu holen, macht nicht echt Spass. Den Vater Carlo Quazzolo habe ich im Sommer 1996 kennen gelernt. Einer meiner Kunden hat mich zu ihm geführt. Von den ersten abgefüllten Flaschen, gab es dann einen Karton und im Herbst noch einmal eine reservierte Menge.

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Wenn sie auf der andern Strassenseite schauen, sehen sie einen Talnachbarn – Gaja. Sturm hin, Sturm her, diese Seite sieht immer so aus. Vermutlich haben sie so etwas noch nie gesehen. Hier Gaja im Wiki. Angelo Gaja ist eine „Sage“. Viele wie ich bewundern ihn, andere verteufeln ihn. Daniele Quazzolo ist wesentlich kleiner und auch ganz speziell. Vergleichen sie die beiden. Aber bitte, wenn man vergleichen will, sollte alle Weine gleich gelagert werden und dies trifft hier garantiert nicht zu. Die „Analyse“ ist unbrauchbar … aber absolut lesenswert – Original in Englisch.

Ein echter Rebell. Ich schenke mir zwei Gläser ein. Das INAO-Glas ohne grosse metallische Zusatzstoffe. So hab ich den Wein gerne – kräftig, rebellisch und super im Abgang. Und eines der schönen Gläser mit dem Signet von Danilo – aber für meinen Geschmack eben mit zu viel Metall in der Glasmischung. Geschmäcker sind verschieden. Diese Woche hatten wir im Club eine Degustation über PIWI-Weine. In rund vierzig Jahren eine der erstaunlichsten Degustationen. Jeder Wein war gut. Vielfach sind heute pilzwiederstandsfähige Weine sauer – wie früher der Neuenburger. Das  war einmal. Schauen sie mal beim Referenten Marc Schwab rein. Schande über mich. Ich musste studieren, wo Bellmund genau ist … ich habe diese Gemeinde vor Jahrzehnten beraten. Ja, seit den sieben Wochen künstlichem Komma, habe ich Ablesefehler beim Zugriff auf die eine Gehirnhälfte. Dafür funktioniert die andere, für Zusammenhänge viel besser. Ich habe am Montag mit einem Professor, der mich seit Juni 2009 kennt, intensiv darüber diskutiert. Hochinteressantes Thema. Zurück zur Degu. Der eine Teilnehmer, Jurymitglied in gesamtschweizerischen Degustationen, hat eine Nase, von der kann ich nur träumen. Denken sie nicht an De Gaulle oder Printz Charles, der schon in meiner Katze sass. So wie ich nach diesen sieben Wochen mit Sauerstoff riechen konnte. Vor einer Degu mit Sauerstoff beatmen und sie riechen garantiert wesentlich besser. Das ist Dopping für Degustatoren, nur werden die das nie zugeben, geschweige denn anerkennen, das dies machbar ist. Kurz, die Geschmäcker sind wirklich verschieden. Nasentrinker bin ich garantiert nicht und der Profidegustator kennt dieses schöne Gefühl vom Gaumen nicht. Diesen August habe ich vermutlich am meisten Zusammenhänge mit Wein wirklich begreifen können. Ich behalte jetzt die wunderschönen Gläser von Danilo Quazzolo und verschenke sie nicht an die Vornamensvetterin aus dem Tessin. Sie ist eine echte Nasentrinkerin. Und mit solchen zu diskutieren, macht echten Spass.

Na ja, der Salat wird wohl diesen Abend verwelken und dabei sollte ich noch das Rezept über die Salatsosse (oder wie man dieses Ding auch schreiben mag) redigieren. Mein zweilängster Freund war gestern hier – der längste ist der mit den Kristallgläsern. Das Salatsaucenzeugs wird er mit klarer Sicht mal genüsslich darstellen. Kerosinspezialist, aber diesen Petrolton beim Riesling, der Rest der Flasche, die unter die PIWI-Sorten gemischt wurde, konnte keiner erkennen. Ich gebe zu, andere haben die bessere Nase. Zum Glück. Ich will den Wein ja trinken und nicht nur schnüffeln und gar als Degustator ausspucken. Heute hat der Besitzer vom Nachbargrundstück pschüttet. Meiner Ansicht zumindest einen Tag zu spät, denn die Gülle muss in den Boden rein und nicht neben einem Gewässer oberflächlich ablaufen.

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Der Salat von gestern. Mindestens 33 Zutaten und rund die Hälfte davon frisch. Peterlig fehlt. Da ist mein Grossvater schuld, dass der in meinem Garten nicht kommt. Er hat ihn erschossen. Jetzt wird zumindest eine Leserin laut lachen – die hatte den gleichen Grossvater. Also, Geschmäcker sind extrem verschieden und wenn eine Flasche schlecht gelagert wurde, ist das total verhängnisvoll, dann können sie nicht vergleichen (s. Gaja).

Mein Kollege schlug mir noch eine Aargauer Dame vor, die wir mal treffen sollten. Die schreibt ganz toll, wie frau, mann einen Weinkeller einrichten sollte. Ach Misère, wir sollten uns mal wieder sehen … wenn ich mich richtig erinnere, hat dein Schwiegervater mal diese Kellerei geleitet. Frau Meyers Blog ist nicht ganz einfach zu finden, aber der Beitrag über die Bag-In-Box hat mir sichtlich gefallen. Über Paris und Dosen habe ich auch schon geschrieben und der Kommentar schreibende, war der Mitpilgerer … und Tetra-Pack … unsere Clubfreunde aus Bern lassen grüssen. Über Bag in Box habe ich auch schon geschrieben … die zwei Mitdegustatoren von Bern sollen doch lesen, welche Gene mich begleitet haben.

Machen wir doch noch einen Test. Der „Gratis-Wein“, den mir der Besitzer „gesteckt“ hatte wird jetzt degustiert. Von seiner Frau habe ich einen älteren italienischen Syrah, oder wie sich der dort schreibt, erhalten. Für den bezahlten Preis ein guter Wein. Der andere wir jetzt eingeschenkt und wie vermutet, schmeckt im „Metall-Glas“ feiner, schön, weil dieses durch die Elektrolyse Säure abbaut. Im „Glas-Glas“ viel zu sauer. Da gibt es noch einen Trick. Karaffe raus und rumschwingen, damit er Luft erhält. Jetzt ist er im Glas-Glas eindeutig für meinen Geschmack viel angenehmer, echt schön. Im Glas, nach der neuen Art, schmeckt er im Gaumen elektrisierend. Danilo, kaufe noch ein Glas für Weintrinker und nicht nur Weinschnüffler, obschon die eindeutig heute im Trend sind. Ja, es scheint wirklich Nasentrinker, Mundtrinker sowie Gaumentrinker, wie ich die zwei letzten Arten echter beurteilen kann, zu geben.  Sorry, wenn ich viel darüber schreibe, aber diese Erkenntnis muss in die marketing-geile Weinwelt eingehen. Wie schon oft geschrieben, Punkte oder Preis sagen gar nichts zu der Qualität eines Wein aus – das ist Ansichtssache (oder der Geldbeutel, der dazu verleitet, darüber zu schreiben – ich schreibe unbezahlt meine Meinung … und erhalte auch keinen Wein dafür).

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Eigentlich bin ich an einem Reisebericht. Nur diese Art von Erntevorbereitung sehen sie in der Schweiz und Frankreich eher selten.

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Dann unterwegs in Frankreich. Halt nach einer Stunde Sintflut in den französischen Alpen. Ich nehme an, dass sie meine Meinung teilen. Bei schönen Wetter ist das Reisen eindeutig schöner, angenehmer.

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Alp d’Huez – das Touristenkaff ohne Wegweiser und das GPS hat keine Ahnung von Einbahnstrassen. Und am nächsten Morgen noch ein Amateur-Velofahren (nur die Strasse mit den 21 Tremolas runter), wenn möglich noch mit Elektrovelo – total Verkehrschaos und die Gendarmerie hat keine Ahnung, wo die Umleitung ist. Und gegen „Grenoble“ gibt es ein einziges Signal … und da geht es eben nicht durch. Das hat sicher nichts mit Corona zu tun, die sind immer so. Aber das Hotelzimmer ist nicht gemacht. Kein Problem, wir arrangieren uns. Alles ausgebucht und keine französischen Saisoniers.

Beiz wird vorgeschlagen und die haben noch genau zwei Essen vorrätig. Fondue oder Raclette. Total voll die Bar und das Servicepersonal läuft fast Amok. Total lieb, die Leute. Wir bestellen Fondue-Savoie. 24 Euro. Zwei Monate früher habe ich 8 Kilo Fertigfondue für 20 Franken gekauft. Nicht null-acht-fünfzehn Mischung, die gute Gastromischung. Keiner ging mehr in Restaurants – also, alles Produzierte entsorgen oder im Outlet hoffen, dass noch einer das kauft. Super-Fondue, gehobene Gastroklasse … aber keiner, der im Restaurant essen kann, darf. Und vier-Kilo-Kübel sind auch nicht Jedermanns Sache. Das Fondue war super gut und die dazugehörende grosse Saucisson-Platte excellent. So gesehen, preiswert. Das beste Fondue, das ich auswärts je gegessen habe. Aber wie überall – das Servicepersonal war total im Stress, aber hat es genossen, kleine aufstellende Diskussion zu führen.

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Col de la Sarrene, wegen dem Velorennen, gute 30 Kilometer Umweg und zweimal die gleich Strecke unten durchs Tal … aber diesmal bei schönstem Wetter. Der Pass hat normalerweise Fahrverbot, aber 2013 ging die Tour de France hier durch. Dieser Umweg hat sich total gelohnt.

Dann die letzte Übernachtung in der Schweiz. Unterhalb des Grossen Sankt Bernhards. Organisation pures Desaster … aber alle waren total freundlich. Aus Corono-Gründen musste man sich Zeit lassen. Das Motel-Zimmer war so, wie ich es am Morgen nie verlassen würde. Nach dem Nachtessen war alles aufgeräumt. Schnelles bestellen im Restaurant ist unmöglich. Der Rezi kam schnell und das verleiht manchen zur Ruhe. Super gut und diese Traubensorte ist selten zu finden. Und das Essen …… unvergesslich. Herrlich, Hirsch-Steak. Die Jagt war noch nicht eröffnet, aber Wild lässt sich in etwa fünf Wochen in den vakuumierten Plastiksäcken aufbewahren. Gefroren geht nicht, das zieht zu viel Blut nach. Super gut, wirklich. Weisswein könnte mit gefrorenen Weintrauben gekühlt werden. Sieht gut aus. War aber hier nicht nötig.

Da gibt es Jäger, die sind nicht mit mir einig:

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Rotwild und all das, was wir gerne, normalerweise essen, das soll auch mit Weidmannsheil gepflegt und gejagt werden. Aber Luchs, Bär, Wolf gehören nicht dazu. Und sollte es mal wärmer werden, so sollten auch Krokodile und Karakal verschont werden.

Und was gab es noch zu erleben. Dr Lauenesee. Jetzt hört man eben „Alperose von Polo Hofer“ im Radio. Dr Lauenensee ist von Span. Die Geschichte ist nicht ganz einfach. Schmetterling, Schmetterding, Schmetterband … Polo hat überall mitgemischt. Auch im Finanzblog. Span war auch schon da. Erinnerungen werden wach … von meinem Beruf her, wäre jetzt wieder mal der Kiosk angebracht … habe ich beim 10-jährigen Jubiläum erwähnt.

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Alperose .. wir haben auf der Rückreise und dem kleinen Umweg zum Lauenensee statt Alpenrosen Edelweiss gesehn.

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Viele Unterschiede in der Schweiz, Italien und Frankreich während der Corona Pandemie und was ist gleich. Einerseits von vielen die Gleichgültigkeit und andererseits der andern die Angst. Desinformation pur. Aber das sind wir uns ja gewöhnt. Was ist gleich. Alle erholen sich näher am Wohnort, als normal. Flugverkehr ist selten, viele die in diesem Gebiet arbeiten, haben Probleme. Probleme hat auch die Schweizer Armee. Überleben wir die nächsten Monate oder stimmen die gegen die Flugzeuge.

Ich habe viel über das Essen geschrieben, die Arbeit am Herd, aber eine Amherd wird uns vielleicht demnächst verlassen.  Erpressung. Sicher nicht, es hat jeder seinen eigenen Geschmack. Wir könnten ja auch UCAV nehmen. Unbemannte Abwehrsysteme oder die Fliegerabwehr auf die heutige Zeit umstellen. Was ich schon über einen Maurer geschrieben habe könnt ihr selbst suchen. Er hat nie geantwortet, wieso er mit seinem Departement nicht in der Lage ist, einen guten Hörschutz auszulesen, den man heute gratis erhält und die gleichen Leute Flugzeuge auslesen wollen, die einige Potenzen mehr kosten. Er hat meine Reaktion mindestens dreimal gelesen.

Echt schön, wenn die Schweiz auch mal undicht ist.

Total schöne Tage in der sich alle auf ihr Heimatland konzentrieren. Und am letzten Tag gegen Abend, die Sonne scheint herrlich an den Löwen von Thörigen, als wir wegen Stau auf der Autobahn querbeet fahren. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich sollte nicht anhalten und fotografieren, obschon ich die Wirtschaft von Nik noch nie so schön gesehen habe. Frage aber doch meine Begleitung, ob sie in der Gaststube etwas Kleines bei Gygax essen wolle. „Wir haben zu wenig Zeit.“ Ja, zu wenig Zeit. Zwei Tage später stirbt Nik Gygax. Vermutlich war er schon im Spital. Es bleiben etliche Erinnerungen und …

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… mindests eine leere Flaschen des Champagne Nik Gygax (links) mit dem Bild von René Bürki. Die andern Etiketten hat auch René gestaltet. Den gleichen Schämpis mit seiner Etikette haben wir einmal beim Concours des Reithervereins Herzogenbuchsee ausgeschenkt. Und um Himmels Willen, was kommt im Radio  – Diskussion über Thörigen. Und wer hat mich letzte Woche besucht. Eine Dame aus Thörigen, mit der ich mal zu Gygax wollte. Wir haben uns seit vier Jahren nie mehr gesehen. 23.18 echt Zeit um ins Bett zu gehen. Übrigens, Zufälle gibt es nicht. Ich sage sogar, Zufälle gibt es nie … wir lassen die über Hornussen weiter sprechen … hier machen uns ja nur die Wespen zu schaffen.

Vielen summt allenfalls der Kopf, da die Devisenreserven der SNB Ende Juli sehr stark gesunken sind. Ungefähr 0.8%. Pro Einwohner betragen die Reserven (ohne Gold) rund CHF 100’000.–. Da die Schweiz in Corona-Zeiten doch noch besser wirtschaften kann, als die Länder, wo wir Devisenreserven haben, könnten diese weiter sinken … oder es werden noch mehr Stützungskäufe getätigt und dann könnten sie wieder steigen. Wie beim Wein, auch hier gibt es verschiedene Ansichten.

 

Oh happy day …

… in der Schweiz freut sich jeder, wenn es mal regnet. Aber nicht überall … drei Wochen Dürre sind hinter mir.

Heute hat es auch nur einige wenige Tropfen gegeben – das Radar wurde durch die Feuchtigkeit überlistet. Digitaliensis acutis rigorosis. Fangen wir aber dort an, wo ich letztes Mal aufgehört habe. Bei den Weinpreisen, die garantiert nichts über die Qualität aussagen! Ich habe mich überwunden, mal eine 10-Liter-Bag-in-Box zu kaufen. Degustieren konnte ich den Viognier nicht. Nur den teureren Flaschenwein … den ich auch bei mir im Keller habe. Der beste landet in Flaschen, der einfachere halt im Beutel. Umgerechnet auf die Flasche kostet er zwei Franken … und er ist besser, als was wir uns gewohnt sind, in Flaschen zu kaufen. Und der ausgebeutelte Karton hat genau im Kühlschrank Platz. Aber hinten auf den Rahmen stellen, sonst geht das Licht im Kühlschrank nicht aus.

Eigentlich hatte ich fast ein schlechtes Gewissen, denn meine Begleitung ist mit dem grössten aller „Wein-Päpste“ der Schweiz, über ihre Grossmutter und deren Cousine mit der Tochter des „Erfinders“ des Riesling-Silvaners bekannt. Zum Glück muss ich keine Erbschaftsberatungen mehr machen … denn eine Parantelenordnung, die über „10 000 Ecken“ geht, wird etwas kompliziert. Wie hiess dieser Professor? Die „Nachfolger“ versuchen nun, wegen der Temperaturanstiege, einen leichten Müller mit rund 8,5% Alkoholgehalt zu kreieren. Müller-Thurgau, so heisst er bei uns eben nicht, weil Müller es nicht wollte.

Biologie ist nicht ganz einfach zu begreifen. Der Viognier, ein starker Weisswein und der ist mit dem leicht roten Freisa aus Italien verwandt. Wenn wir nun tiefer greifen, wird es noch komplizierter. Mindestens 50 Prozent aller aktuellen Medienmitteilungen beinhalten Viren. Nicht die digital schädlichen, die Corona verursachenden. Die Frage ist, wie können wir uns dagegen wehren. Mit B-Lymphozyten oder den T-Lymphozyten, die zwar etwas langsam sind, oder Thrombozyten, Killerzellen, Makrophagen, Granulo- oder Monozyten, Esinophile oder Neutrophile oder gar Mastzellen. Ohne extremes Spezialwissen haben wir heute keine Ahnung mehr, wovon da gesprochen wird. Da können wir nur hoffen, dass uns kein Zytokinsturm überrascht. Corona-mässig wird es uns nicht leicht gemacht, mit dem Wissen mitzuhalten. Ob sich die Viren auch tiefgefroren verbreiten können? Vermutlich der Beitrag, den die wissenschaftlichen Gemüter am meisten aufschreckt. Da scheint die langanhaltende Information, dass Masken nicht schützen, fast lächerlich zu wirken. Ramses III lag mit seinen Koch-Künsten ziemlich stark auf der falschen Seite. Sogar Trump scheint sich trumpiert zu haben, aber er schwenkt vermutlich aus wahlkampftechnischen Gründen um.

Vielleicht müsste sich die Schweiz heute überlegen, wer einmal ein grosser Feind werden kann. Die kleinen Viren oder irgendeine riesengrosse Luftmacht, die uns,  total veraltet noch mit langsamen Fliegern angreift. Virenschutz wäre vermutlich angesagter … oder nur genügend Masken. Beides wäre im gleichen Departement angesiedelt. Zumindest in der Corona-Zeit habe ich noch nie so viele digitale Fehler-Anhäufungen gesehen, wie in den vergangenen Jahrzehnten. Ich entschuldige mich, dass ich das Blog mit WordPress schreibe und nicht alle Tage kontrolliere, was die wieder verbockt haben. Bilder fallen raus etc. usw. usf. Auch Bankverbindungen klappen nur noch mit dem neusten Release. Schön, wenn man drei Wochen das Digitale liegen lässt. Tut gut.

Sehr geehrte Damen und Herren

Darf ich Sie bitten, bei dieser Telefonnummer die „Marti + Partner“ (Vermögensverwaltung) zu löschen. Die Nummer ist dieselbe, wie meine Privatnummer. Das hat schon bei der Eröffnung vor 25 Jahren nicht geklappt. Der neue Name der Firma „Marti + Partner Hammrschmitte GmbH“ (in Liquidation) wurde von Ihnen auf meine Mitteilung auch nicht geändert. Es würde mich freuen, wenn Sie diesen Wunsch jetzt erledigen könnten, nachdem ich ihn schon vor gut einem Monat mitgeteilt habe.

Mit freundlichen Grüssen

Stephan Marti

www.finanzblog.com

Local oder Search – da gibt es keine grossen Unterschiede. Beim einen könnte man selbst ändern, aber das geht nur mit andern Einstellungen des Betriebsystem, dafür hat der doch ganze zwei Beiträge auf dem Finanzblog gefunden – es wurden 1460 unterschlagen

Geniessen sie einfach die Zeit … oh happy day … oder noch besser, auch gut 50 Jahre her, Give Peace a Chance

… wie viele Beatles sind bei der Aufnahme beteiligt?

Und jetzt? Erkenntnisse aus einer Krise.“ Echt mehr, als ein Denkanstoss, was von Public Eye aufgetragen wird … das Beste seit dem Namenswechsel von der Erklärung von Bern.

Und all die, die von der Politik noch nicht genug haben, hier noch einer aus dem Kanton Aargau, kein echter Glarner. Habe lange mit einem Lidl-Anhänger in Frankreich über diese Thematik diskutiert … ehemaliger Handels Attaché in der Schweiz … Norwegen und Kenia. Echt tolle zwei Tage in der Nähe von Montpellier … nur, ihm ist es dort zurzeit zu heiss.

Vieles ändert – die Schweiz ein Königreich mit Untertanen

Corona-Zeit war für einige deprimierend. Hausarbeit ist nicht jedermanns Sache. Es wird vermutlich einige Konkurse geben und mindestens eine Liquidation.

Die Marti + Partner Hammerschmitte GmbH wird offiziell zu Grabe getragen. Ein Konkurs wäre billiger, schneller und administrativ viel einfacher. Aber die Schweiz ist halt in einigen Gebieten etwas kompliziert gelagert. Wer mit dem eigenen Konkurs leben kann, der hat die Möglichkeit, noch einiges an Geld auf unsaubere Art ans Trockene zu bringen. Wer das nicht kann, hat entweder keine Ahnung oder dann hat er in der Firma viel Vermögen anhäufen können. Schön für diese. Viele Konkurse wird es unter „selbständig Erwerbenden“ geben. Vielfach Geschäftsführer von kleineren Unternehmen, auch einer GmbH. Sie erhalten von der Firma einen Lohnausweis, werden aber bei Arbeitslosigkeit nie entschädigt – auch keine Kurzarbeit. Eine der grössten Ungerechtigkeiten bei Klein- und Kleinstunternehmungen. Diese werden schon gestraft, dass die staatlich verlangte Administration bei Kleinen überproportional wirkt. Ein ganz trauriges Kapitel in der Schweiz. Aber wir haben halt keine Lobby.

Und wenn einer von diesen noch ein Lokal vermietet und der Mieter kronenunwürdig geschlosen wurde, trägt der Vermeiter 60 Prozent. Der kann ja jetzt wirklich nichts dafür, dass wir eine Corona-Pandemie haben. Das ist der Schweiz echt unwürdig. Von Demokratie keine Spur. „Herrschaft des Staatsvolkes“. Hier herrschen zur Zeit sieben Zwerge, die zu Riesen gepuscht wurden und ein Koch nahm deren Entscheide einige Male mehr als eine Woche früher in den Mund oder versuchte sie vielleicht, dazu zu bewegen. Unser Epidemie-Gesetz wird einfach wie ein Pandemie-Gesetzt interpretiert. Das Ganze dürfte juristische Streitigkeiten geben, wie das ein sonst tolles Königreich eigentlich nicht nötig hätte. Einer dieser Machtmenschen hat wenigstens immer Ruhe ausgestrahlt. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen. Im Chaos flippern die meisten Menschen und ich weiss aus eigener Erfahrung, wie mann da Regeln und ähnliches problemlos übergehen kann. Am Schluss wird einem gedankt und das ist nichts als richtig. Nur, für solche Fälle sollten unsere Gesetzt schon vor einem Ereignis Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen und vielleicht sollte zuvor an allenfalls benötigtes Hilfsmaterial denken.

Das Finanzblog bleibt, wäre ja schade um das erste deutschsprachig Blog über Finanzen – 15 Jahre und ich habe noch nicht genug. Der Header wird einmal ändern: „Weiterdenken ist unser Beruf“. Tempi passati, vielleicht:

www.finanzblog.com – zum Nach-, Quer-, Über- über Geld und Anderes Vordenken – zeitweise ironisch!

Auch grosse Unternehmen denken um. Buitoni wird verkauft. Der bekannteste Teigwarenhersteller dürfte Barilla sein. Für Kenner die besten dürfte Selva haben. Umsatz und Rendite alleine macht nicht richtig  Spass. Aber um türkische Teigwaren in Europa an die Spitze zu bringen, wird bei den meisten das Marketing-Budget übersteigen. Firmen zu führen, wird weiterhin spannend bleiben.

Impfangst kommt vielerorts auf. Hier helfen Verschwörungstheorien nicht viel. Austesten. Zum Beispiel mit Pendeln. Es gibt noch andere Methoden. Wissenschaftlich für viele nicht bewiesen, deshalb Nonsens. Für solche ist die Welt immer noch flach und die Sonne kreist um die Erde. Aber bitte mit seriösen Personen aus diesem Gebiet arbeiten. Ich habe vor kurzem wieder mal dazu gelernt. Bei einem Grossverteiler letztes Jahr reduzierten Salatsamen gekauft und im Tomatentreibhaus ausgesät. Pflücksalat hätte den Tomatenboden bedecken sollen, bis der Platz gebraucht wird. Nun wurden Löcher für die Tomatensetzlinge rausgeschnitten. Komischer Pflücksalat, denke ich und pendle. Geniessbar. Nur, ich mache den Fehler und frage nur, ob die Pflanze vor mit geniessbar sei. Es war eine Einzelpflanze. Die habe ich zweimal sogar probiert. Echt geniessbar … im Grossen, in Massen im Salat gab es dann einen echt durchschlagenden Erfolg. Sche… . Sorry, eher Wasser. Was hat der Konzern wohl in diese Samenbeutel eingepackt? Ich werde es noch rausfinden.

Bleiben wir bei einem hinterlistigen Thema, das man echt unter dem Hintern spüren muss. Die Toutsuiterschüsseln, wie ich sie nenne. Es ist halt ein riesengrosser Unterschied, ob sie die Bässe mitfühlen oder nicht. Diese Buzzer, „Summer“ haben manchen in der wetterschönen Corona-Zeit genervt. Es gab Zeiten, wo mehr Motorräder denn Personenwagen vorbei gezogen sind. Schaue denen gerne zu. Fahren meist fast wie Radrennfahrer … wir klebten auch am Hinterrad. Der Corona-Abstand war oft unter 10 Prozent. Aber der brrrr brrrrrr brrrrrrrrrrrrrrrrr Sound müsste echt nicht sein. Schön, wenn wieder mal ein echt alter Töff mit unverändertem Ton durchfährt – echtes Motorgeräusch. So wie die alten Fischkutter … bopp bopp bopp bopp. Vom Talsound her muss ich aber sagen, dass die tiefbrummenden meist unter dem Tempolimit fahren – sonst kann es in die Knochen gehen. Ein Buzz war schneller, aber nur Zweiter – Buss Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betrat.

Hier die Selbsthilfe. Film zurückdrehen, falls mal was schiefläuft. Bei mir war kein Kameramann. Versuchte den schnellsten Weg bei der Aussentreppe zu nehmen. Der Corona-Schutz ist auch für die Stirne gut, wenn er die Watte festhält, dass es weniger blutet.

Auf der Autofahrer- und Lastwagenfahrer-Seite  sieht es anders aus. Ein echtes Konjunkturbarometer. Je schneller, angriffiger, blöder gefahren wird, desto schlechter geht es der Konjunktur. Zurzeit ist es grässlich. Zeit der Poser und Nervösen. Zwei Meter werden oft hier nicht eingehalten und wenn man mit dem Anhänger fährt, hat man noch die Brummis gegen sich. Ich fahre mit GPS und weiss haargenau, wie schnell ich bin. Ein Camion Transport schiesst den Vogel ab. Fährt hinten auf, dass ich nur noch Front sehe, überholt und streift beim Einbiegen fasst. Wenn ich an seinen in der gleichen Gemeinde in den Sinn. Armeemotorpark, Sonntagswache und dann mit zwei Ambulanzfahrzeugen auf die Teststrecke (heute unter den Bäumen versteckt). Zweimal rundum, mit Martinshorn selbstverständlich. Kurz darauf kommt der Sonntagsoff: „Da muss ein schrecklicher Unfall geschehen sein. Zweimal zwei Einsatzfahrzeuge mit höllischem Tempo unterwegs.“ Jüre und ich haben Glück gehabt … das wünsche ich allen Fahrern auch … gehört manchmal dazu.

20.00 Uhr, die Nachrichten sollten kommen … mit der Überwindung von technischen Tücken kommen sie dann doch noch. Technische Probleme gibt es heute noch und nöcher. Jede Internetseite sollte möglichst schön aussehen und auf dem Mobile spielerisch sein. An die Computerkunden denken viele nicht mehr: Search, da kann man den Eintrag nicht löschen und allfällige Kosten werden keine angegeben – also kostenlos. Crit’Air nach einer durchschlagenen Frontscheibe zu kaufen, kann man für viel Geld. Beim Staat ginge es billiger, aber die akzeptieren meine französische Kreditkarte nicht, die Maestro’s müssten einen Sicherheitscode haben und die Postfinance kennen sie nicht. Vive la France! Viren in der IT ohne gleich von Corona zu reden. Einige Grossunternehmen werden noch grössere Probleme bekommen … die Fehlerhäufigkeit ist zurzeit extrem. Viele arbeiten nur mit neuen Betriebssystemen – das ist echte Erpressung – aber sie merken es nicht einmal. Die ausgebildeten, querdenkenden Software-Tester fehlen. Eine breite Ausbildung wäre auch heute noch wichtig. Irgendwann kehren wir wieder zu den Generalisten und lassen die Spezialisten hinter uns liegen.

Siebzehn Grad, da kann man auch ohne Anzug in die Aare – hab es mal mit 7 Grad geschafft und an dieser Stelle stiegen wir aus dem Wasser und nicht umgekehrt. Nie mit normalen Kleidern ins Wasser … es saugt sich voll und zieht nach unten. Auch bei einer Rettung zuerst Hosen und Hemd, Pullover ausziehen. Ramses III – sagt ein bekannter Bekannter – etwas übertrieben. Vielleicht brauchen wir seine Hilfe noch einmal. Für das mutierte Corona-Virus. Ein Versuch, das auf Deutsch zu übersetzen. Macht nicht echt Spass.

George Floyd – nicht Pink sondern Schwarz. Ermordet, anders kann man das nicht sagen. Hier ein Interview mit Martin Luther King III. Schrecklich. Die Polizei, dein Freund und Helfer. Ja, das wussten wir damals noch nicht, aber Hans-Jürg wurde der höchste Polizist nicht nur des Kantons Bern, sondern auch der Schweiz. Keiner meldete sich auf meinen Beitrag. Sie hatten Kenntnis davon. Das Modewort „systemrelevant“ reicht hier für diesen Beruf nicht wirklich.

Auch Finänzler sind nicht allwissend. „Was heisst ESG?“ Das war mal die Emissionszentrale der Schweizer Gemeinden. Habe mal für den echten „König“ dort gearbeitet und die ESG gab es dann noch fast 20 Jahre. Spass beiseite, ich konnte die Frage nicht beantworten – musste nachschauen. Auf Deutsch gibt es bei Wiki keine Erklärung und trotzdem wird es im Anlegermagazin der Börsen-Zeitung „rendite“ für jeden Leser vorausgesetzt: Environmental, social and corporate governence. Milton Friedman und Theodor Gabler mögen mir verzeihen. Ihre Bücher werde ich vermutlich erst später entsorgen.

Zuerst ab nach Südfrankreich. Und dank Pedro weiss ich nun, wie „dr Züri“ zu seinem Übernamen kam. Segelferien sind keine angebracht – das war damals. Vermutlich eher einige Weine ausprobieren. Im Languedoc Roussillon helfen die Weinpunkte nicht viel. Die sind dort eher unbeliebt. Gestern gelesen, dass ein 95-iger fast 100 Franken kostet. Ein 94-Punkte Wein war für CHF 10.– zu haben. Welchen würden sie nehmen? Einen, der jedermann kennt oder einen, an dem man wirklich ökonomisch, ökologisch und vor allem önologisch Freude haben kann. Der Preis sagt gar nichts aus, wie ein Wein schmeckt. Nur Werbung und bezahlte PR. Auch das wird ändern. Corona hilft uns vielleicht. In Restaurants wurde weniger Wein getrunken. Dann kommt noch dazu, dass das Rauchen abgeschafft wurde und die 0,5 0%-Grenze kam. In der Gastrobranche werden noch etliche Schliessungen über die Bühne gehen. Schade, aber viele haben gemerkt, dass man zuhause auch gut essen und trinken kann … und erst noch günstiger. Nichts wird stillstehen …

… „Hier spricht der Kapitän aus dem Home-Office und ich wünsche euch einen guten Flug“.

Frankreich reduziert Kunststoffe

Zurück aus Frankreich. Hab einiges erlebt und in den letzten Wochen ist auch einiges geschehen. Vermutlich habe ich nicht alles mitbekommen, aber dazu sind Ferien ja auch da.

Frankreich hat auf 2020 einen gewaltigen Kunststoffverbrauch eingedämmt. Ehrlich, ich übertreibe keinesfalls. Verboten wurde der einmalige Gebrauch von …

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… Wattestäbli!  Die ganze EU soll folgen. Sollten sie noch eine Familienpackung haben, dann jedes Stäbli für die ganze Familie brauchen oder mindestens zweimal brauchen. Übrigens, zum Ohrenputzen sind die nicht geeignet. Ohren reinigen sich von selbst. Die Chinesen wollen mehr Kunststoff einsparen. Die verbieten Trinkhalme aus Kunststoff. In Deutschland haben sie einen flexiblen Halm aus Stahl entwickelt. Man sollte Fleisch in Schutzgas verbieten. Mit Schrumpfpackungen spart man wesentlich mehr ein und das Gas (vielfach einfach reiner Sauerstoff) lässt das Fleisch röter aussehen. Dafür verdirbt es schneller und nimmt einen schlechten Geschmack an. Ja nie Schutzgasware zu reduziertem Preis kaufen. Bei normal verpacktem Käse sieht das ganz anders aus. Wenn er das Verkaufsdatum erreicht oder überschritten hat, wird er langsam geniessbar. Und es gibt verschiedene Industriekäse, die sollte man nie kaufen oder geniessen … was gar nicht möglich ist.

Dem Kunststoff sagen wir auch Plastic …

… und der Belgier Plastic Bertrand war 1981 noch dafür, dass man nicht nur den Liebling, sondern auch die Lautsprecher plastifiziert.

Im Musiksektor habe ich mich diesmal zurückhalten können. Kunststoff wurde keiner gesammelt, aber während meiner Abwesenheit habe ich ein E-Mail erhalten mit einem Artikel über Vinyl. Lesen sie den Beitrag von Jochen Streiter über das Vivat-Vinylium. Es war ein Franzose, der 20 Jahre vor Edison Schallwellen aufzeichnen, aber noch nicht wiedergeben konnte. Vinyl hält „ewig“, CD’s und DVD’s haben zum Teil nach einer Dekade Mühe. Und analog klingt immer noch besser, als digital.

Streiter scheint einer Krankheit unterlegen zu sein, die ich bei mir auch bemerke und seit gut 50 Jahren pflege. Letztes Jahr gab es noch eine Zugabe mit rund 95m2. Ich habe eine Wohnung mit Vinylplatten renoviert … nicht mit zwei Rillen, wie die herkömmlichen, mit vier … logisch, auf jeder Seite eine. 30 Jahre Garantie auf diesen Bodenbelag. Und ökologisch wesentlich besser als jedes Parkett das verleimt wird und von den Boviseinheiten das Beste, was nicht aus reinem Holz oder Stein ist. Erstaunlich. Auch, wie in Frankreich die Preise für Scheiben ansteigen. Also ab zum Trödler Abraham oder meinem Kollegen Trödler Walter und dort suchen. Er hat rund 20-mal so viele Scheiben wie ich: über 105.

In Frankreich hat sich auch einiges verschlechtert und es gibt Dinger, die schmecken heute echter nach Kunststoff, als nach dem, wovon man träumt. Essen einzukaufen ist in Frankreich in den vergangenen Jahrzehnten sicher nicht einfacher geworden, falls man doch einige Ansprüche hat.

Lieben sie Seegetier? Ich habe vor rund fünf Jahren Schluss gemacht. Nach zehn Jahren werden die Ernte und der Verkauf nicht nur aus  Nordfränzösischer Kultur vorerst in Frankreich verboten. Bleiben wir noch kurz beim Vinyl. Wissen sie, woher dieser Ausdruck kommt? Vom lateinischen Vinum – Wein. Den haben wir genossen. 2017er kaufen! Oder wenn sie einen 1997er Rubin Car Lazar beim Trödler für fünf Franken finden, zuschlagen. Echtes Bärenblut? Das ist kein Franzose. War mal ein günstigerer Wein, leicht süss, aus einem Land, 650 km von der Schweiz entfernt, das die meisten gar nicht kennen. Viel Glück beim suchen … ein echt lohnendes Glücksspiel. Übrigens einige Sorten Roter aus dem Languedoc-Roussillon könnten sich in 20 Jahren ähnlich entwickeln.

Hier noch einige Tipps von Coop. Mindestens 6 der 8 Punkte konnten sie Jahre früher im Finanzblog lesen – Kapitel Wein –  (vor Jahren mal der Adventskalender). Bei Coop finden sie auf Seite 41 noch den Höhenflug des Heida. Das sind Jahrzehnte her, dass ich das erste Mal dort war und nach einer Höhenfahrt ein Glas Païen genoss. Ich war verantwortlich für die Fahrzeuge der Kompanie und das alte Postauto wollte ich mal auf dieser idealen Teststrecke ausprobieren. Der Saurer L4C Car Alpin Illa 1954 – Bilderschau unten. Ein Glas Wein zu probieren ist einfacher, vor allem, wenn ein Anderer zurückfährt.

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Viel weniger PS haben die zwei nicht aufzuweisen, die auf ihre Art die Reben geniessen. 10 km Luftdistanz von dort ist der Pole Méchanique von Alès wo ein Fahrzeug, der Buggy DXX von RD Limited von Romain Dumas gebaut wurde. Leider war nach 65 km am Dakar 2020 schon Schluss. Den Wagen, resp. den Autobauer sollte man im Auge behalten.  Jetzt sind die Sportfreaks gefragt. Franzosen sagten, dass es ein Elektroauto sei, weil Dumas bei VW électrique unter Vertrag stehe. Ich nehme an, dass es ein Ford V8 Benziner ist.

Elektro ist gefragt. Mallorca will nur Elektroautos auf der Insel und die Heirat von Peugeot mit Fiat-Chrysler dürfte vor allem den Amerikanern das elektrische Fürchten beibringen. Schauen wir, wann die Stückmässig Tesla überholen werden. Alle reden vom Stromer. Wieso nicht das Wasserstoffauto?

In Frankreich gab es anscheinend Streiks. Es tut mit wirklich leid, dass ich sie total enttäuschen muss. Ich habe rein gar nichts bemerkt und ich musste zuerst das Wort „grève“ lernen – lo sciopero kenne ich schon lange. Die Öl-Raffinieren wurden anscheinend alle geschlossen.

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Die Raffinerie hier im Hintergrund hätte seit drei Tagen lahmgelegt sein sollen. Benzin erhielt ich hier und überall brannten die Gasfakeln auf den Schlotten. Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht aus, aber wenn die brennen, dann steht meiner Meinung nach die Produktion nicht still. Jeder braucht dann vielleicht grössere Vorräte.

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Und was steht in der Umgebung? Das grösste Ölkraftwerk von Frankreich. Das sieht wenigstens recht ruhig aus. Ganz in der Nähe ist eine Stadt, mit einem doch recht schönen Namen …

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Die letzten Herbstblätter waren eben runtergefallen und der erste Termin in der Schweiz, war die GV der Dolologen. Sammelwürdige Dolendeckel die vor dem Einschmelzen gerettet werden könnten, nehmen wir gerne an … ebenso die leichteren Scheiben aus Vinyl.

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Kurz zuvor, am letzten Tag fahren wir bei der Raffinerie Cressier der Varo Energy vorbei und was senden die genau zu diesem Zeitpunkt in der Samstagsrundschau? Ein faktisches Verbot für Ölheizungen. Und was geschah, als wir die Schweiz verlassen hatten?

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Diese Veloständer beim Kernkraftwerk Mühleberg werden demnächst nur noch für die Rückbauequipe bis 2035 gebraucht. Ich habe viele Artikel dazu gelesen. In jedem hiess es, das erste KKW oder AKW, das in der Schweiz zurückgebaut werde. In jedem Reaktor wird Energie produziert.  Und das waffenfähige Plutonium, das für die Schweizer Atombombe hergestellt werden sollte, ist ein „Abfallprodukt“. Genau genommen ist es nach Lucens das zweite bekannte – morgen ist es genau 51 Jahre her und dann kommen noch sechs stillgelegte Versuchskraftwerke dazu, die praktisch nie in der Öffentlichkeit erwähnt wurden. Der CROKUS in Lausanne ist noch in Betrieb. Mindestens neu Reaktoren endeten in der Planung. Graben und Augst sind die bekannten, die andern blieben Träume. Das Versuchskraftwerk in Zürich an der ETH scheint nicht in der Wikipedia aufgeführt zu sein. Ist die Realisierung der Pläne allenfalls immer noch in einigen Köpfen herumschwirrend, wie Atomkerne. Wie viele Fehler wird es dann bei den weltweit aus der Kernenergie ausgestiegenen haben?

Zurück zu Frankreich. Da wir in der Gegend waren, wollte ich mal schauen, was man in Cadarache – (Englisch) – sehen kann. Auf der südlichen Zufahrt extrem schlechte Strassen und hier soll eines der modernsten Forschungszentren der Welt am Entstehen sein? Der Fusionsreaktor ITERInternational Thermonuclear Experimental Reactor.

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Das hier müssten die verschiedenen Versuchskraftwerke sein. Auf der Nordseite schaffen wir es doch bis zum braunen Gebäude rechts unten. Ein öffentlich zugängliches Informationszentrum gibt es nicht. Das wäre wohl noch eines der kleineren Probleme, die man hier am lösen ist.

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Da alles auf einer kleinen Anhöhe ist, sieht man wenig … auf der andern Talseite der Durance sieht man mehr. Hoffen wir, dass sie Erfolg haben, dann wäre ein Energie- und Co2-Problem weniger.

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Seit einigen Jahren beobachte ich, wie Platanen immer heller werden. Die abspringende Rinde bedeutet, dass sie genug Nahrung haben. Ich nehme an, dass das gute Wachstum nicht direkt auf die Klimaerwärmung zurückgeht, sondern an den steigenden Co2-Gehalt und das ist willkommene Nahrung für die Pflanzen. Aber fast ausschliesslich Pflanzen, die dem Breitengrad entsprechend gerechte Wurzeln haben. Die Kleinwurzler, die wasserintensiven, meist nicht ursprünglich in der Gegend vorkommend, leiden an der Trockenheit. Die Grünmassezunahme im nicht kultivierten Bereich ist in Südfrankreich und der Schweiz immens. Schauen sie sich an den Autobahnen um, dort wo es viel Co2 hat und erinnern sie sich wie es früher aussah oder gar, als noch Blei im Benzin war.

Weihnachten wurde auch gefeiert. Sogar Tannenbäume sah man im Süden.

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PET-Flaschen nicht ganz korrekt recycelt. Nur, die Franzosen sind uns in der Möglichkeit von Kunststoff sammeln Jahre voraus. Seit mindestens zwanzig Jahren kann man das sammeln. Nur machen es viele nicht. Die schmeissen alles in den Hauskehricht … in der Schweiz auch. Sammelsäcke für Kunststoffe gibt es in der Schweiz noch nicht viele, die „fachgerecht“ entsorgt werden. Und wenn man sich dann umsieht, wo die Säcke in den Recycling Centern landen, stellt man fest, dass diese zum Karton fliegen. Ab in die Cementproduktion. Gut ist, dass man die Leute so langsam an dieses Sammeln gewöhnt und die darin steckennde Energie zumindest besser genutzt werden kann. Aber in Sachen Kunststoff ist ein grosses Umdenken angesagt. Eine Kollegin hat mir heute von ihrer Reise durch Myanmar erzählt … die würden ab meinen Zeilen einen Lachanfall kriegen. Oder mann oder frau macht einen bezahlbaren Arbeitsurlaub mit WorldUnite.

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Zumindest in Saint Ambroix hat es in der Nähe des Kunststoffbaumes noch gutes Wasser. Hier tummeln sich tausende von Fischen, welche viele Einheimische ganz erstaunt anschauen, wenn man diese ihnen zeigt. Beobachten ist nicht die heutige Stärke der Menschen. Die gehen mit dem Hund gassi … aufpassen, wohin man tritt … oder kennen den Volo Biòu

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… aber nicht diesen aus der Provence. Wie müsste man hier eine Ökobilanz aufstellen, wen das schon bei einem Vergleich zwischen Kühen und Autos schwierig ist.

Auf libref.ch ist noch ein interessanter Beitrag über Menschenrechte, speziell Wasser aufgeschaltet. „Wasser: Im Visier der Finanzhaie“.

In Frankreich konnte ich einige Korkenzieher oder Zapfenzieher kaufen. Nur, ein Modell wollten sie mir nicht abtreten um meine Sammlung zu ergänzen.

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Gesehen in Tain-Hermitage. Kurz oberhalb fängt eines meiner liebsten Weinbaugebiete an – das Côte-du-Rhône. Aber gehen sie nie hin, es ist kompliziert. Die Rhone ist weiblich und für die Franzosen männlich und beim Rhein ist es umgekehrt. Von der Sonne, die eigentlich die Sonne heisst und dem männlichen Mond will ich mich gar nicht wagen, Sprachvergleiche zu ziehen … Zapfenziehen ist einfacher.

Machen wir noch einen 13-jährigen Rückblick. Beachten sie die Kommentare. Ich bin zufrieden, was ich damals geschrieben habe.

Auf dem Festland lebt es sich gut …

…schon eine Zeitlang her, dass wir durch das grosse Britannien huschten. Anschliessend durch Frankreich, aber hier scheint vieles recht stabil zu sein.

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Fangen wir doch in Le Havre an, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. Mit der AIDAperla im Hintergrund.

Brexit ist vermutlich eine Abkürzung: B Rex it … B ist das rechte Stereosignal, also, sein Bruder wird vermutlich nicht Rex (König) it (es/ihm). Über die Satzstellung habe ich eh nur Ärger gehabt: Lokomotivtempo, aber da versagt sogar Wikipedia. Super, ich hab mich durchgeschlagen … etwas viel hirnen musste ich in Ch9dP, aber dazu später.

Die Engländer haben eine Königin, die war im Krieg Motorfahrerin und ich habe ein Motorfahrzeug, in dem schon Prinz Charles sass. Kein Witz. Nicht ganz so gepflegt, wie er es sich vermutlich gewöhnt ist. Ich brauche ein Fahrzeug, das bequem und alltagstauglich ist. Der Vorgänger, einige Monate jünger, hat der E10 gekillt.

Zu diesem Thema melde ich mich demnächst. Es gibt was ganz neues, das jetzt auf den Markt kommt. Aber lasst mir Zeit, ich muss es erst auf Herz und Nieren prüfen. Wer sehr gut analysieren kann, es ist irgendwo ein Hinweis versteckt.

Um was geht es?

DSD_0286Bei der Herstellung von Öl wird der „Ölkuchen“ verbrannt. Hier handelt es sich um Oliven, Olivenkerne, die für die Ölgewinnung gepresst, gemahlen wurden. Und der Rest muss weg. Verbrennen, allenfalls als Bioenergie verwenden. Muss das sein? Aus dem lassen sich vegane Grundnahrungsmittel herstellen!!!!!!!!!!!!!!!!! Klingt verrückt, nicht? Bis bald.

Die Politik lassen wir heute am Rande liegen. Frankreich gefällt, ist vermutlich auf dem richtigen Weg … bis wieder mal ein neuer Präsident mit anderen Ideen kommt. Bei uns gibt es Zweifler über die Taktik der SNB und solche die antworten … nur, die Antwort von der AZ ist extrem einseitig. Die arbeiten mit der NZZ zusammen und haben selbst immer weniger Druckaufträge von der Coop, die die Prospekte, die in der Coopzeitung eingeklemmt sind, im Ausland drucken lassen. Also, fertig Politik, wenden wir uns Frankreich zu.

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Ach du Schande, in Frankreich denkt man überall ans Essen … wobei gute Beizen nicht mehr ganz einfach zu finden sind … und vielfach überrissen teuer.

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Gedenkfeier der Kanadier an den Krieg – die eindrücklichste Veranstaltung, die ich je auf einem Friedhof erlebt habe. Eiskalt über den Rücken läuft es. Und heute wurde mir in einem Mail ein Todesfall gemeldet. Zumindest natürlich und nicht kriegerisch. Nur die SRF macht den Tod zu einer Sensation. Fetsch und futsch! Eine solche Sensationshascherei ist eindeutig unter der Gürtellinie.

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Diese Foto ist symbolisch übergross – hoffen wir es.

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Saint-Suzanne … erstaunlich … wenn sie mehr lernen wollen – VRGS. Und die Lust auf Essen ist vergangen.

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No comm-ent, esse lieber Ente, die schmeckt nicht nach Fisch, nach Omega-3, das vermutlich für den Fischgeschmack „zuständig“ ist. Leinöl schmeckt auch nach Fisch … zum Glück schmecken das längst nicht alle. Über den Ölkuchen und was man daraus machen kann … demnächst. Frankreich, das war das Jahr der Enten. Die feierten Geburtstag von Citroën – 100 Jahre. Ganz jeder Citroen wurde nicht 100-jährig.

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Vergessen wir das Essen, wenden wir uns dem Trinken und den Reformierten zu. Château Monbazillac. Vor 35 Jahren verkauften sie einen Wein, heute sind es eher 35 verschiedene. Aber alle haben ein Problem – die Pockenmilbe und die Temperaturanstiege, die Klimaerwärmung, wie man heute sagt. Schön, wie man vom Schloss auf Bergerac hinabsieht. Ganz in der Nähe von Bordeaux, nur nicht so bekannt, aber sicher nicht schlecht. In der IT haben wir auch Viren, Milben, Parasiten. Für meine IT-Kollegen: Ich suchte nach Heinrich Walti im Finanzblog und es kam, keine Ahnung wieso – analog oder digital. Was wir zwei am Börsenapéros erlebt haben, müsst ich auch mal berichten … machen wir das doch gleich. Ich räume im Saal noch etwas auf, komme zum Tisch im Bären Langenthal, wo der Finanzchef von Elektrowatt und zwei der CS sitzen. Ich kneipe mich ein. Pfui Spinne, der Wein hat Korken! Walti meint, schön, dass das endlich einer feststellt. Er war bei AIESEC Praktikant bei einem Weinhändler in Bergerac und ich früher Vice President Marketing and Projects und habe damals die Fachhochschulen der Schweiz zu AIESEC gebracht. Über die Energie haben wir nur noch flüchtig diskutiert. Da weiss man ja nie, was in ungefähr 10 Jahren sein wird … und da wurde meine Tochter Präsidentin dieser weltgrössten Studenten-Austauschorganisationen in der Schweiz.

Über die Dordogne könnte ich noch viel berichten …

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… aber von diesem Rebberg in Cahor habe ich vermutlich noch nie einen Schluck genossen. Auch nicht von denen in Cahors – warum schreibt man das in der Mehrzahl. Franz werde ich vermutlich nie und nimmer begreifen. Manchmal bin ich schon froh, wenn ich mich auf Deutsch durschlage … wieso sagt man begreiffen und schreibt begreifen? Sorry, wenn es Druckfehler hat, aber dann habt ihr doch irgendwas zu motzen. Da fällt mir ein, ich könnte noch einen in Detmold und einen in OW grüssen.

Die Brücke liegt am Weg der Pilger … nur, der Zugang ist versperrt. Steinschlag! Magisch sind sie trotzdem, diese Orte. Sie ziehen an. proref. pilgern, das kann schon faszinieren. Vor allem, wenn man zufälligerweise auf solche Orte stösst. Vermutlich haben sich die Pilger mehr Zeit gelassen, wie ich und sind nicht auf schnellem Weg durch die Gegend gefahren.

Die waren zu Fuss unterwegs und wir etwas schneller. Da hat man auch mehr Eindrücke. Die Dordonge begeistert immer noch und da war doch eine Herberge. Einer, der als Golfteacher ausgestiegen ist und eine Herberge eröffnete. Müsste meine Begleiterin fragen … ein wandelndes Wikipedia. Ne, das schaff ich auch ohne – Goldiger Löwe. Auf unserer langen Reise ist die wirklich erwähnenswert. Da ich mal Wirtschaft studiert habe, finde ich aber sofort das Haus, das einen kleinen Steinwurf weit weg ist. Wir haben sogar Wiskey dort degustiert. Liebe Antoine, der Calvados von Affentranger ist mir lieber … und dieser Name gab mir Gelegenheit rund zwei Tage zuvor im Château le Breuil (das Wäldchen) zu fachsimpeln. Im Besitz der Diwisa. Scrollen sie nach unten, denn zuoberst sind diejenigen Getränke, die sich heute leichter verkaufen lassen. Aber ja nicht mit dem im Cognac le Breuil verwechseln. Das Höchste, was ich von Weinbrand je erlebt habe. Besuchen sie die Bar … museumswürdig. Der Calvados ist auch gut … nun ja, ich lagere sauren Most drei Jahre um dann „zwei Glatzen“ zu brennen … die spanische Übersetzung von dos Calva … übrigens, calvar heisst hereinlegen. Kommen wir noch auf die Kirche in diesem Dorf zurück … dort wo Antoine ist … sie steht am Place de Payrol …

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… müsste ich mal Peter Bichsel dorthin nehmen? Schön, wenn Wikipedia nicht ganz alles weiss, aber von allen alle Daten absaugen und die schönen Sachen unbeachtet lassen, weil sie nicht in ihr IT-Datenklau-Schema passen. Den Kommentar im aktuellen K-Tipp über Facebook erspare ich ihnen … da hat doch einer sage und schreibe einen gedruckten Wisch über Zürich mit ihrem ländlichenScharm herausgegeben.

Lassen wir uns beeinflussen:

Kommun-ismus – Kapital-ismus – Digital-ismus

Kommun heist gemein oder bösartig … müsste es heute demzufolge Liebe-ismus oder Ego-ismus heissen?

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Die Landschaft in Frankreich stimmt uns wieder friedlich.

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Zweieinhalb Monate unterwegs und nicht mal zwei Stunden Regen – einer der schönsten Sommer, die ich je erlebt habe. Dank der Trockenheit habe ich einen halben Kubikmeter Lorbeerblätter in die Grünabfuhr gebracht. Für Liebhaber der mediterranen Küche eigentlich ein Vermögen. Das Wachstum der Grünmasse in Südfrankreich ist enorm – dank des Co2. Trotz dem Klimaziel zieht es immer mehr Leute in den warmen Süden. Freuen wir uns doch über die Klimaerwärmung … draussen ist es aktuell 2.2 Grad und wir spüren noch nicht viel über die Klimaerwärmung bei uns.

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Und wenn sie Abkühlung suchen, gehen sie doch mal in die Grotte de la Salamandre … vermutlich die grösste und schönste öffentliche Höhle, die wir zurzeit in Europa bestaunen können. Sensationell, aber noch unbekannt.

Einige Tage später lernen wir Roger Muller in Mons in seinem Kunstatelier kennen. Er hat 1965 in seiner Jugendzeit mit einigen Freundendiese Höhle  entdeckt. In seiner Ausstellung war ein Bild von Valerie Prats, meiner Nachbarin …

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… dieses Fenster von Valerie wird in rund einer Woche in Urdorf hängen … muss nur noch mal den Bohrhammer mitnehmen, da die tragende Wand dort für herkömmliche Akkubohrer zu hart ist.DSC_2893

Pierre Brun an einer Ausstellung in Barjac … französische Künstler scheinen im deutschen Sprachraum nicht so bekannt zu sein. Absolut eine Wucht.

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Alt, 19 jährig oder edel? Wir durften gratis parkieren und einige haben meinen wirklich staubigen Jaguar begutachtet.

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Ich schaute lieber meinen „Haustieren“ zu. Daneben besuchte uns noch oft ein Gecko. Farblich passen die gut …

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… zu diesen Weinetiketten. Jede ist anders. Den Keller kenne ich seit 20 Jahren.

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Eben werden Bag in Box abgefüllt. 2000 Liter in der Stunde. Im Languedoc Roussillon können sie in dieser Verpackung richtig gute Weine finden … und staunen sie nicht über die Preise. Boxen werden selten versandt. In dieser Beziehung ein Geheimtip – les Vignes de l’Arque. Hier kaufen nicht nur Einheimische ein. Dürfte mal eine Visite wert sein, um zusammen über Ethik zu diskutieren.

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Ch9dP – der Papst begrüsst uns am Fête de la Veraison

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… und eine Maskierte. It’s wine o’clock, wie auf einem Plakat steht. Sortenreine Fruchtsäfte ziehe ich Smoothies vor. Es wird wohl niemanden erstaunen, dass ich in Ch9dP des Öfteren meine Mühe mit dem Wein habe. Bis 13 Sorten sind erlaubt – zusammengemixt in der gleichen Flasche. Liegt im heutigen Trend. Nur, der Gegentrend zu sortenreinen Weinen hat schon vor einigen Jahren begonnen. Dann wird es echt kompliziert. Ecole de degustation. 26 Fragen, bei denen es schon auf Deutsch nicht leicht wäre – aber Franz über dieses Spezialgebiet und kein Internetempfang in diesem schönen Keller. 22 richtig. Bis am späteren Nachmittag das beste Tagesergebnis. Das hat mich gefreut – die 10% Rabatt für einen Kurs lasse ich fahren. Aber etwas werde ich von diesem Fest behalten – chateaulegrandretour.

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Couleur Tavel – fast getroffen, der Rosé war bei weitem nicht so staubig. Schön wenn man hier diskutiert, einige sagen sogar, unter welchen Namen sie an Grossverteiler liefern … zum Teil auch aus anderen Gebieten. Spannend, wie hier geparkte Flaschen mit vielen Punkten herumstehen. Alles Werbung und oft findet man Weine, die ehrlicher munden, als solche in Gläsern mit Metall … damit sie feiner schmecken. Der bekannteste Punkteverteiler hat eine ganz feine Masche. Er fängt erst bei 51 an zu zählen. Wenn er auf 92 kommt, heisst das, hier handelt es sich um 84 oder keine 17 auf der 20iger-Skala. Wenn es ihnen Vergnügen bereitet, so schauen sie lieber auf Medaillen aus den einzelnen Wein-Region … Paris sagt nicht sonderlich viel aus.

Einiges wurde neu entdeckt …

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zwanzig Jahre kennen wir uns. Herr Klein schaffte den ersten Preis in Uzès – die Gratulation erfolgte nach der Preisverteilung direkt am Stand. Wir kamen genau in diesem Moment in die Messe, als die vielen Leute dort beim Forum im Eingang klatschten. Zufall?

So zwischendurch muss man ja etwas anderes machen, als nur Wein geniessen. Ab an das Fest der süssen Zwiebel in Saint-André … welches Dorf nun? Die Zwiebelseite wird vermutlich überarbeitet. Und wo wachsen diese wunderbaren Knollen?

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In der Cooperative verkaufen sie natürlich auch Wein. An einem Weinfest kann man nicht immer alle Winzer kennen, aber einige schon. Zumindest die beiden in Schwarz am oberen Bildrand. In der Bildmitte, der aus Baron und gegen rechts, der aus Saint Ambroix – rechts ist noch das Fass des zweiten aus dieser mittelalterlichen Stadt zu erkennen. Kenne beide, je einer ihrer Rebberge ist in zwei Ballwürfen entfernt. Sie können dreimal raten, welchen ich bevorzuge.

Dort wo es mehr Grünzeug im Rebberg hat, bei Simon. Dieses Bild zeigt den Juniorenchef. Valentin Marcinkowski, der den Artikel geschrieben und die Fotos geschossen hat, ist gerne einmal bei mir eingeladen. Irgendetwas Flüssiges werde ich schon finden. Unter dem Bild steht etwas von zwei aus der Schweiz …

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… hier noch der ganze Text dazu und der Link zum Bild

SMS und Ursula im Midi Libre

… wir sind am Degustieren und dann kommt einer auf uns zu, den ich zuerst mit Patrik verwechsle. Er hat für die UNO-Friedenstruppe in Korea gedient und Patrik in Afrika. Vielleicht kennen sie sich. Eine gute halbe Stunde haben wir am Stand zu viert diskutiert und es ist fast zu viel der Ehre, dass Valentin uns mit den eigenen Gläsern abbildet – natürlich mit „Glas Gläsern“ ohne Blei oder Platin. Und das auf der Titelseite des Midi Libre im ganzen Languedoc Roussillon. Eines der Gläser bleibt in meiner Sammlung, die andern hat meine Nachbarin Valerie (siehe oben) für den nächsten Apéro in einer Kunstausstellung.

 

 

Alpenal … zu langsam oder zu schnell alpenal?

Von global oder mondial ist überall die Rede … aber das unbeachtete alpenal geht vermutlich manchem zu schnell.

Frankreich, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Slowenien – die einen mehr, die andern weniger. Alpenal – die Alpen verbinden uns. Vielleicht habe ich heute dieses Wort erfunden. Suchen sie mal mit alpenal – sie werden garantiert fündig: al penal – dem Gefängnis (Dativ – der Wem-Fall). Und wem gehören nun die obigen einzelnen Länder oder wer hat da das sagen?

Hören sie mal SFR, das ist nicht die Abkürzung wie früher für den CHF, den Schweizerfranken, sondern diejenige des ehemaligen DRS, des Schweizer Radios. Viele nerven sich, dass viel zu häufig Experten angefragt werden, die Deutscher Muttersprache sind. Wir wollen Experten hören, die Mundart sprechen. Die wirken glaubwürdiger, als alpenale „Wirtschaftsflüchtige“. Haben wir den wirklich keine Schweizer, die wichtige Ämter, Stellen bekleiden können, wird oft gefragt. Doch, aber sind unsere Leute zu teuer oder haben kein Interesse an solchen Stellen?

Vom Phänomen wie bei der Finma, Industrie, gar Banken lassen wir mal die Hände. Nicht dass sie gebunden wären. Man könnte stundenlang schreiben. Nur eines. Die verstehen unsere Kultur nicht so recht. Immer spricht man nur vom Islam, der die abendländische Kultur, geschweige denn die schweizerische, nicht intus habe. Ich habe muslimische Freunde, die Schweizerischer sind als mancher, dessen Vorfahren, sagen wir mal vor 100 Jahren, echte Eidgenossen, reformiert oder katholisch waren. Voll integriert ist, wer Mundart spricht. Zwei Freunde lachen jetzt, die schaffen es nie – weder muslimisch noch alpenal.

Globalisierung, das ist das Schlüsselwort. Gleichrichten. So verlieren wir unsere Vorteile. Die SVP ist immer noch grösste Partei der Schweiz und vermutlich nicht zu unrecht. Hier im Aargau zumindest, hat sie den einzig brauchbaren Wahlprospekt, eher Zeitung, zugestellt. Mustergültig. Wobei das ja nicht heisst, dass man die wählen muss. Bei den Wahlen schaue ich eher auf Bern, bin Berner geblieben und wohne heute ja im Berner Aargau. Stöckli, Markwalder (die Daumen drücke ich immer noch), Rytz und ich glaube Salzmann. Können sie alle vier auswendig aufsagen. Die meisten Wähler müssen nachschauen. Mit Stöckli haben ich in Huttwil am Käsemarkt vor zwei Wochen diskutiert – danke fürs spezielle Blofi. Lesen sie mal, was hier der Journalist schreibt. Stöcklis Bleistift ist tatsächlich rot, aber hat auf der linken (?) Seite eine rote Mine und auf der andern eine Bleistiftmine. Da kommt mir der Journi Stöckli in den Sinn. Der hätte erst nach Rückfragen in einem halben Jahr bemerkt, dass es zwei Spitzen hat. Der Journalismus und die Medienwelt sollten wieder etwas anders werden. Präziser, nachforschender und unabhängiger. Wer wird das Rennen als Ständerat in Bern machen? Laforcebilingue oder gar zwei Frauen?

Ja, die Politik ändert überall – hüben und drüben. Couchepin, ehemals FDP Bundesrat, empfiehlt, die SP zu wählen. Reformiert oder katholisch, links oder rechts? Weder noch. Mit einem auf dem drittletzten Link, beide ex BR, habe ich auch schon diskutiert, warum Umweltschutz links sei. Bis heute hat mir das noch niemand erklären können. Hier noch der Faktencheck über den Klimanotstand und einige Bilder der friedlichen Demo in Bern.

Total alpenal war ich diesen Sommer nicht ganz unterwegs, aber einiges habe ich gesehen. Fangen wir doch am Ende an. Schauen uns ein Möbelhaus an. Echt toll, was die da bieten.

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Spätestens bei den Teppichen merkt man, dass sie Möbel Pfister sicher nicht die Stirn halten können. Aber wird heute überhaupt noch langlebige Qualität gefragt? Es darf nicht schlecht sein und sollte einige Jahre halten. IKEA hat das vorgemacht und die Wegwerfmentalität wird im IKEA-Effekt allenfalls am Rand betrachtet. Vermutlich bringt  XXXLutz mit dem Kauf von Möbel Pfister eine gute alpenale Lösung. Etwas ist mir aufgefallen. Die Leute antworten auf Fragen nur kurz, fast mürrisch. Ich war lange genug Personalchef um sagen zu können, dass der Mitarbeiterblick und ihr Verhalten Managment geprägt sind. XXSLutz soll sich zumindest in der Schweiz an Möbel Pfister orientieren.

In der Nähe, wo der fotografierte Stuhl neben meinem Kleinstwagen steht, gibt es noch andere, die in die Höhe streben, riesengross sind.

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Der von hier aus klein scheinende weisse Schlot schauen wir uns später an. Die Holzmanufaktur Rottweil ist nicht riesengross … aber qualitativ mal was ganz anderes. Denkmalpflegerisch ein echtes Erlebnis. In der Schweiz im Aargau zu finden. Da fehlt aber das alpenale Verständnis. Danke für den Geschäftsrundgang. Eure Kirche wird noch auf libref.ch nachgetragen – einige sind schon verewigt. Wir sehen uns im Januar an der cultura suisse, noch ein Geheimtip für Leute, die alte Häuser besitzen.

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Horizontale Distanz 800 Meter bis zum Gelände der Pulverfabrik Rottweil. Geschützpulver zu Land und Wasser und Fallschirmseide. Leider extrem wichtige Produkte in Kriegen. „Dank“ internationalen Beteiligungen, wurde die Fabrik weder im ersten noch zweiten Weltkrieg angegriffen. Wer sich für Geschichte interessiert, soll im Mittelalter anfangen. Berner finden sich in der Altstadt sofort zurecht.

Von hier am Neckar bis zum Berner Feld sind doch etliche Höhenmeter zu überwinden. Dann geht es in Windeseile auf die Aussichtsplattform in 232 m auf den Testturm Rottweil der thyssenkrupp mit 246 m Gesamthöhe. Ein faszinierender Turm. Etwas länger als die halbminütige Fahrt dauert das Anstehen. Ticket im Internet lösen hilft nichts. Alle müssen in der Reihe anstehen. Geschätzte 3/4 Stunden. Oben etwas kürzer.

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Oben im Lift mache ich noch eine „wunderschöne“ Foto, die den Thyssen-Leuten nicht gefallen wird oder sie aufschrecken sollte. Vermutlich läuft die Garantiefrist noch. Aber ein verdeckter Mangel …

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… ist abgeplatzter Beton nicht. Nicht gerade vertrauenserweckend für im 2018 eingeweiht …

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… der ehemalige Holländerbau, wo die Schiesswolle verarbeitet wurde, ist vom Jahre 1888. Ein Betonbau, der fasziniert. Nicht von der Höhe, von der Qualität. Von der Schnelligkeit des Bauens wollen wir gar nicht reden, geschweige denn von Servicearbeiten. Die bekannteste Rolltreppe in Bern läuft jetzt nach Wochen allenfalls wieder. Sie dürfen ein einziges Mal raten, wer die Rolltreppe gebaut hat. Der Kandidat hat 100 Punkte: Thyssenkrupp. Alpenal? Da kann ich nur schreiben: Beatrice und/oder Bernhard baut doch auch Rolltreppen.

Es gibt mineralische Verbindungen, die länger halten, als heutiger gewinnverheissender Beton. Kristalle, Mineralien.

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Eine etwas grosse Schatulle für in eine Frauenhandtasche.

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Fürs andere Geschlecht zumindest in Rottweil erhältlich.

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Neben den Eisenmeteorit setzt sich eine Frau mit einem Bebe. Nach etwa 10 Sekunden steht sie auf und es ist sichtbar, dass ihr nicht wohl ist. „Irgendetwas irritiert mich!“ Sie setzt sich auf meinen Rat zum wunderschönen Bergkristall in der Welt der Kristalle. Das Kleinkind hätten sie sehen sollen, es strahlt nun – es ist noch jung, „unverdorben“ und spürt die Kraft, der verschiedenen Exponate. Verschwörungstheorie. Ne! Wer es nicht glaubt, spürt schon gar nicht, ist einfach ein Mitläufer, quasi ein kräftezerrender Meteorit. Denkt, spürt global, alpenal aber nicht universal. Das kann ins Auge gehen.

Schade, Freitagnachmittag, da habe ich aus dem Team, das in Saint-Marie-aux-Mines war, niemanden gesehen. Mariakirch ist in der Wikipedia wie ein ganz gewöhnliches Dorf erwähnt. Keine Spur, dass hier die sensationellste Ausstellung stattfindet, die ich je gesehen habe. Und ich habe schon zig Ausstellungen besucht. Faszinierender, als jede Weltausstellung – die Mineral & Gem.

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Irgendwie verspüre ich Lust auf ein Glas Wein. Erstaunlich, was die Natur alles hervorbringt. Mindestens 100 Fotos könnte ich wiedergeben. Aber es folgt nur …

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… Gold …

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… Gold …

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… und noch mal Gold. Nicht ganz billig, gleichviel in USD wie eine Postleitzahl zwischen zwei Orten, die ich vermutlich im nächsten Beitrag erwähne. Und zwischendurch erspähe ich ein …

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… Pferd. Dürfte älter als das Urpferd, das Przewalsk-Pferd sein. Seit 2018 weiss man, dass es nur ein verwildertes Hauspferd ist – Gen-Technik sei Dank. Hab ich nicht bei Pferdeflüsterei entdeckt, aber BdW schaltet den Artikel immer erst einige Monate später auf. Hier der ältere Beitrag, damals erst 30% Hauspferd.

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Ein Fluorit, Flussspat. Mit dem Vater von Diana Maria hatte ich die schönsten Gespräche. Crystalclassics könnte sie einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Das UV-Licht im Sonnenlicht reicht aus … ein echtes uk-miningventures. 130 Meilen fehlten noch …aber darüber das nächste Mal. Mit einem englischen Wagen … der Kleinwagen beim XXXL-Stuhl. Derweil beschliesst die Schweiz, die Flüge C02-mässig zu belasten … je Flugpassagier nach Entfernung. Egal, ob einer im Privatjet darin sitzt oder 850. Gerecht? Ganz sicher nicht. Aber einfacher zum Rechnen und schreckt allenfalls ab.

Vermutlich hilft ein echter Shungit gegen solche Strahlung nichts, aber sie können diesen doch günstig an der Mineralienausstellung kaufen. Testen ist einfach – er ist elektrisch leitend, hat mit dem Messgerät wenig Wiederstand oder lässt bei der Taschenlampe die Birne leuchten, wenn er an Stelle des Batteriedeckels verwendet wird. Andere schwarze Steine leiten schlecht, sind eher Isolatoren. Genau wie bei alpenal, da gibt es auch Isolatoren und Leiter … und ab und zu einen Kurzschluss.

Und hier noch ein kurzer Schluss: Route des vins de Moselle. Wir schauen uns den Teil „Pays Messin“an, das Metzgau. Irgendwann kommen die Weinberge, wo sind die Rebberge … ganze zwei haben wir gesehen …

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… der andere war etwas grösser. Messin, das sagt mir doch was … umfahren sie die Ecke hier auf der Autobahn und hören sie in dieser Zeit Musik …

… brauchen sie die eingesparte Zeit, um im nicht alpenalen Belgien die Nationalspeisen zu geniessen …

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… solche Pommes Frites habe ich in der Schweiz noch nie kaufen können – herrlich. Wer hat’s erfunden? Die Belgier. Und wie mache ich meine Pommes seit Jahrzehnten. Das Rezept habe ich in der Wirtschafts Woche gesehen. Zuerst 130 dann 160 Grad und Kokosfett. Die WiWo hat ein neues, müsste man mal ausprobieren. Und sollten sie einen guten Wein suchen, dann machen sie den Umweg nach Schengen … dort an der Mosel sehen sie in Luxemburg und Deutschland auch mehr Rebberge. Wir wollen aber nach Brexit etwas brexiten … bis bald im nächsten oder einem nächsten Beitrag.

Allenfalls haben sie noch Bedenken, dass die Privatindustrie demnächst den digitalen Schweizer Pass erstellen kann. Dagegen gibt es ein Referendum.

Ein herrlicher Samstag mit einem tollen Climat-Ziel

Pause, einige Monate, absichtlich … hat richtig gut getan.

Wer wissen will, ob ich in den drei Monaten etwas erlebt habe, soll www.prixlibref.ch mit dem mächtigen Zwingli oder www.ruedmilan.ch lesen. Abe mit em Co2, ufe mit em Klimaziel. Oder, wer mehr wissen will, soll sich halt noch etwas gedulden.

Die Auswirkungen von Co2 habe ich heute hautnah erlebt. Es gab hier noch nie so viel Wachstum in der Talsenke, wo sich das Co2 staut … und daher die Pflanzen viel besser wachsen. Noch nie? Wenigstens in den letzten Jahrzehnten. Die Erde musste schon oft mit einem Co2 Anstieg kämpfen. Jetzt muss das Gras nur noch in den Kompost … Nachbars Kanninchen haben schon einen genügend grossen Vorrat angelegt bekommen.

Dann am Abend eine Flasche vom Brockenhaus hervorgezaubert. Der Flüssigkeitsstand in der Flasche ist bedenklich. Den Zapfen kriege ich raus … mit Feingefühl und einigen Jahren praktischer Erfahrung. Die Jahrzahl? Zuerst mal rausfinden, wo die hier zu finden ist. Mit einer starken Zusatzlampe und einer Lupe schaffe ich auch das – 1952. Volnay Caillerets!? Volnay, da weiss ich wo suchen. Um Beaune herum. Weitersuchen, die französische Wikipedia weiss mehr unter dem Stichwort „Climas„. Klimaziel? Nein, ein Climat ist eine Lage im Burgund.

Seguin-Manuel – muss ich mal anschauen. Ja, ganz so alt wie die Domaine ist der Wein nicht … nur 67 Jahre. Erster Eindruck: maderisierend, schon die Farbe ist leicht bräunlich. Und das Verrückteste, zuviel Säure. Also aufpushen. Verstehen sie nur „Bahnhof“? Da kann geholfen werden. Versuchen sie es mal, dem Wein Energie aus ihrem Umfeld zu geben. Hexerei? Sicher nicht, aber das können lange nicht alle Leute. Der Wein ist eine absolute Wucht und so wie der aussah, habe ich gedacht, da kann man nicht mal Essig machen. Kostenpunkt des Spasses? Knapp soviel, wie ein Deziliter gewöhnlicher Hauswein in einem Restaurant kostet.

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Echt toll, aber wer nur noch die modernen Weine mag, ist nicht wunschlos glücklich mit solchen Trouvaillen. Hier spielte die Wahrscheinlichkeitsrechnung eine Rolle, aber beachten sie in Zukunft die Mathematik beim Weineinkauf.

 

50 Jahre nach 68 … und vom Mund- und Nasentrinker

1968 – damals sind russische Truppen in die Tschechoslowakei eingefallen und heute lesen wir, dass Trump amerikanische Truppen aus Syrien abzieht.

Alles Käse oder was? „I’m going home“ wird dort gesungen. Gut, nicht gut? Die Geschichte wird es zeigen. So schreibe ich doch so was wie einen zweiten Teil zum Käse.

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Der hier hat Schimmel angesetzt. Erfahrungen mit Schimmel sind vielfach unerfreulich. Hier kann ich entwarnen. Das gibt den Kaltbach von Emmi – höhlengereift.

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Stollengereift, riesenlang und sie wollen weiter ausbauen. Der Käse ist beliebt und schon verschiedene Arten wurden in meinem Kühlschrank zwischengelagert. Schlechte Produkte mag ich eigentlich nicht. Einen, ja, den mussten wir essen …

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… den Panzerkäse. Atomsicher verpackt. Das AKW resp. KKW Mühleberg hoffentlich auch – ein Jahr noch bis zum Anfang vom Ende. Das Fondue haben wir genossen, es hat geklebt, vom Emmentaler her sogar einige kleinere Fäden gezogen. Kleben, das ist so eine Sache …

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… um die Briefmarken, aus dem Fonduebogen auf einen Briefumschlag zu kleben, brauchen sie spezielles Geschick, Klebstreifen oder Leim. Das gab es vor wenigen Jahren schon einmal. Die silbrig glänzende, die wie ein Spiegel aussieht. In meiner Sammlung „Postalische Spezialitäten“ macht sich diese mit Bostich befestigt ganz gut. Und die Fonduemarke ging nach Südfrankreich mit einem Klebestreifen. Das ist Antiwerbung für die Schweiz. Käse kommt morgen auch mit. Zumindest mal das 49er-Bierfondue und wenn es klappt …

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… ein Mammut-Fondue. Wünschen wir mal dem, wo diese Foto aufgenommen wurde, toi toi toi. Viereinhalb Jahrzehnte war er bei der PTT. DiePost hat es heute nicht ganz leicht. Die Lupe bestelle ich jetzt zum dritten mal – zweimal wurde meine Adresse gelöscht. Eine Briefmarke habe ich nun halt nicht erhalten. Ausverkauft, weil sie in kleiner Auflage gedruckt wurde. Helvetia, dieses „Land“ kennen sie wohl. Kennen sie Shoiperia oder Shqipenia? Albanien – Briefmarken aus diesem Land wären früher für Ausstellungen gesperrt. Die Schweiz hat Glück, heute lässt man viel mehr Spielereien zu … sie können ruhig Schweinereien dazu denken.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung hat ein echtes Königreich unter sich, aber es braucht nicht nur grosse Würfe, auch viel Kleinarbeit ist angesagt. Gestern konnte ich zum Beispiel aufgegebene pendente Zahlungen nicht mehr zu Gesicht bekommen. In der Hilfe stand „klicken sie auf die Lupe“ – aber wie so oft kommt einem ein Softwarefehler in die Quere. Die Lupe fehlt auch hier. Aus gut unterrichteter Quelle, soll das nicht der einzige Fehler im IT-Bereich dieses ehemaligen Staatsbetriebes sein. Die Postfinance kommt heute immer wieder mit ihren stark angestiegenen Kontokosten ins Gerede. „Man muss Gewinn machen.“ Die Frage ist nur, kurz oder langfristig. Bis die Kundengelder als Hypothek etc. ausgeleiht werden können, sind dann etwelche abgesprungen, die nie mehr zurückkommen.

So, nun genehmige ich mir ein Glas Wein. Seit zwei Tagen schon offen, aber immer noch super. Marqués de Càceres, 1985. Superkraftvoll nach 33 Jahren. Irgendwann habe ich nach einer günstigeren Wahl gesucht – Senior de los Lijanos war es dann. Nun bin ich auf einen neuen gestossen. Im Nachbardorf, gleiche Gemeinde, in Walde. Nach dem Singen trinken wir ein Bier in der Beiz. Kommt denn niemand an die Weindegustation im Nebenraum. Überredet, ich gehe. 18 Weine, das ist mir zuviel.

Drei von Arnolds Daily willigen zu einem Experiment ein. Ich pendle und schlage den Garnacha de Fuego Aragon vor. Er hat am meisten Boviseinheiten. Superwein für unter zehn Franken. Dann kommt Silvias „Trick“ dazu. Sie hat mich vor kurzem bewogen, einen Wein aufzupuschen. Energie zu geben. Ich hab ihr eine Woche zuvor geraten, mit der Rute im Denner vor dem Weingestell zu stehen. Knapp acht Franken. Genau so bei dieser Degustation. Das Resultat ist besser, als mit dem Clef du Vin. Dieser entzieht nicht nur Säure und verfeinert den Geschmack (Zunge), sondern auch den Geruch. Und mit den Händen aufgebessert, verliert er Säure (altert), aber behält den Geruch (Nase).

Dieses Experiment bringt dem Nasentrinker, der häufigste der heutigen Weingeniesser, nichts. Aber demjenigen, der den Wein nicht nur in der Nase sondern auch im Gaumen geniesst, den langanhaltenden Abgang schätzt. Heute wird der Nasentrinker beworben. Es ist viel einfacher, für den Wein zu machen. Mit vielen Tricks kommt der zu einem ausgeglichenen, schön schmeckenden Wein. Vielfach günstiger Wein, der dann mit einer stattlichen Marge verkauft wird. Es gibt etwas, das nicht für die Beurteilung eines guten Weins dient – der Preis. Es gibt billige sehr gute und teuer verkaufte, die ihre Anhänger haben, weil sie samtige Weine mögen. Einen habe ich noch aus Neugier probiert. Urchig, der Wein von Göla. Dieser Cuvé hat mit urchig, weinbautechnisch gesehen und probiert, nicht echt viel zu tun.

In der Coopzeitung schreibt Peter Keller: „Der Genussmensch liebt den Wein so sehr, dass er ihn nicht nur trinkt, sondern auch darüber schreibt.“ Die Frage ist nun, wer muss über einen Wein schreiben, weil er immer den gleichen trinkt, oder wer schreibt über verschiedene Weine, weil er Abwechslung braucht, etwas Passendes zum Essen, zur Stimmung. Besondere Freude hatte ich, als er schrieg: „Probieren sie mal eine 10- oder gar 20-jährigen Deézaley … .“ Alte Schweizer Weissweine kann man nicht trinken. So die vorgefasste Meinung. Denken sie an mich. Ich räume gratis ihren geerbten Weinkeller … na ja, über den Preis kann man diskutieren.

Dazu können sie einen Parmesan geniessen. Jemand hat mir erzählt, dass Parmesan als Zahlungsmittel dient. Das ist von einem Journalisten erfunden. Zahlungsmittel sicher nicht, einfach als Sicherheit … wie die meisten andern Warenlager auch, falls ein Unternehmen einen Kredit braucht. Sagen was ist, war einmal – in den Spiegel schauen das andere. Claase! Heute, am kürzesten Tag, stellt auch Ringier seinen gedruckten Blick am Abend ein. Ja Heute – gab es das nicht schon einmal? Die digitale Ausgabe von Blick am Abend ist nicht nur frech, sondern auch mit good News aus unserer Umwelt präsent – nicht immer nur bad News.

Umwelt! 200 Seiten gefällig, die sie über die Festtage durchackern wollen – der Umweltbericht. Und immer noch zu viel Plastik. Das meiste wird verbrennt, zuviel landet im Meer. Mit der Fischer-Tropsch-Synthese könnte man wenigestens wieder „Erdöl“ ersetzen. Sammeln sie Plastik separat? Die meisten Gemeinden haben dafür noch gar kein Verständnis.

Einige auch nicht für Elektro Autos – spezial die mithorchenden Teslas. Nicht nur die Basler Polizei hat solche, auch eine noch amtierende Bundesrätin. Und wenn wir schon bei der Umwelt sind. Haben sie gewusst, dass es zwischen 950 und 1250 in Europa sehr mild war und in Schottland Wein angebaut wurde? Und viele behaupten, dass in Georgien der erste Wein angebaut wurde? 1200 früher hatten die Chinesen schon Wein in Jiahu, im Tal des gelben Flusses. Der Artikel in Bild der Wissenschaft ist noch nicht freigeschaltet.

Gehen wir doch noch etwas dr schöne grüne Aare na

… erstaunlich, dass in Chikago das so schön grüne Uranin verboten wurde. Und da wären wir wieder bei denn USA wo ich mit dem Militär angefangen habe und mit den Generälen in der Schweiz aufhöre und mich langsam ins Land aufmache, wo einVerwandter mal General wurde. Feiern sie gut, rutschen sie gut … aber nicht aus.

 

Bat um etwas Geduld … der Kuckuck und der Hampelstern

… herrlicher Sommer, heiss, schönes Wetter, wenig Regen. Bitte wiederholt den alle Jahre wieder.

Na ja, hab nicht mehr nachgefeuert, aber es ist ja 18,8 Grad warm. Für viele zuwenig – lieber 24. Das ist nichts anderes, als Energieverschwendung. Mangel an Kälte herrscht leider nicht mehr. Im Sommer mag man (ich) nicht so schreibennn .. Entschuldigung.

Durstig Wetter war es eigentlich schon. Habe mal was ausprobiert. „Günther Jauch – e Wy“. Über die Notwendigkeit des Bindestrichs kann jeder, der in getrunken hat, selbst entscheiden. „Super fein“ und irgendwo auf der Rückseite steht „Deutscher Wein, trocken“ … zum Glück für mich, denn blind hätte ich sicher nicht auf Wein getippt. Cuvée rot, passt zu Pizza – viel mehr steht nicht auf dem Etikett. Jauch ist nicht nur Fernsehprofi, sondern auch Marketing-Profi. Von Wein scheint er auch was zu verstehen. Nur, bei Aldi steht eher Marketing im Vordergrund.

„Marketing ist die Kunst, langfristig möglichst viel aus den Kunden herauszuholen.“

Das ist kein Zitat, das einen Verweis braucht – der Spruch ist von mir.

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Den Weissen haben wir nicht auch noch gekauft. Zum Vergleich aber eine „Wuchtbrumme„. Acalon und Cabernet Sauvignon – echt spannend, unbekannt, speziell und billiger. Der von Jauch ist auch nicht teuer, aber passt garantiert nicht zu den im Schwarzwald gefundenen Steinpilzen, Maronenröhlingen … Wow – Formen von Pilzen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Der Sommer und Herbst spielen nicht verrückt – total nach meinem Gusto. Ein flacher Steinpilz und kein Fotoapparat dabei – gut sichtbar drei Meter von einer oft zu Fuss begangenen Waldstrasse. Vielleicht waren die andern auf der Suche nach dem „echter Schwiegermutter-Täuschling„.

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Falls sie die zwei essbaren suchen wollen, achten sie auf Wildsauspuren. Die sind im Schwarzwald eigentlich nicht zu übersehen … und an diesen Stellen wachsen vielfach solche köstliche Schwämerl. Wildschweine sind eben Geniesser. Ich habs wie sie, einen Riesling von Günther Jauch möchte ich schon einmal probieren. Na ja, mit den Kryptos werd ich mir doch noch einiges überlegen. Bitte ja nicht mitmachen, die Bitcoin Evolution ist garantiert ein Betrugsversuch, an dem Jauch sicher nicht beteiligt ist – dafür ist er viel zu intelligent.

Vielleicht wüsste er auch Rat, wie man Wildzwetschgenglace (nicht Wildsauglace) mit Zimt absetzt … ich hab diese mit caramelisierten Baumnüssen ohne Zimt genossen … wildsauzwetschgengut. Selbstgemacht. Genaugenommen nicht selbst, nur die  wilden Zwetschgen von meinem Grundstück geliefert. Erstere Glacesorte ist garantiert heute in … zweitere für Geniesser, die nicht jeden modernen Furz mitmachen müssen. Ich brauche Charakter – nicht fades, abgeflachtes Zeugs.

Schweizer Zwetschgen nach Deutschland exportiert und dafür getrocknete Pilzchen in die Schweiz importiert. Happy … genau genommen …

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hapimag 55 Jahre gefeiert mit fünf Alphörnern.

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Zumindest ein interessierter Zuhörer. Kommt ihnen dieser Hoteltrick nicht bekannt vor? Eine Anlageempfehlung? Diese gebe ich öffentlich nie ab. Aber sicher auch keine Verkaufsempfehlung, dafür hat es mir zu gut gefallen. Und falls der Kollege von der Steuerkommission diese Zeilen liest – was absolut denkbar ist – ich habe keine dieser Aktien, bin nur eingeladener Gast. Zumindest habe ich die angebotene Stelle bei der UBS damals abgelehnt. Bin absolut unschuldig. Nur, das liegt heute im Trend. Swisscom … und ein ganz schönes Gespräch über DiePost, zumindest über die grösste Stadt der Schweiz.

Frieden schliesst man mit Feinden, nicht mit Freunden“ … einige Gedanken, wie man sich trumpieren kann. Aber bleiben wir beim Trinken und verlassen den Wein. Wasser ist oft besser. Donauwasser zum Beispiel. Das sprudelte in etwa gleicher Menge aus der Donauquelle beim Kolmenhof, wie mein Brunner Quellwasser speiht.

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Die Donauquelle ist echt ein armesliges Rinnsal – aber köstlich, davon zu trinken.

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Die Tourismus-Verantwortliche hat sich noch über den Donaustreit geäussert. Wo ist die Quelle? Donaueschingen … vergiss es, da kommt das Wasser wieder zum Vorschein, denn die Donau versickert ab und zu. Breg statt Donau? Der Streit müsste ganz anders sein! Der Strom, der durch Wien fliesst, müsste Inn heissen … sicher nicht Donau, das kleine Gewässer. Auf dem Bild ist der Inn links zu sehen.

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Auf welcher Seite ist der Stausee zu suchen? Sie raten garantiert falsch. Hier ist das Hochwasser-Rückhaltebecken Wolterdingen.

Zumindest spricht hier oben keiner über den türkischen Besuch – eher über 30 cm hohe Schopftintlinge. Im Link berichtet die „alte Dame„, wobei sicher nicht Merkel gemeint ist. Dieses Plakat dürfte mittlerweilen Seltenheitswert haben – ich weiss, wo es zu finden wäre. Ja, die Medienbranche … az Medien, NZZ das ist Geschichte – heute heisst das chmedia. Bitte nicht CH-Medien schreiben. Der Infosperber berichtet über die fast unbeachtete Gross-Medienfusion in der Schweiz. Marketingmässig hätten die vermutlich mit Jauch sprechen sollen. Die AZ Betriebsbesichtung von letzter Woche war toll … und der Wein von Wanner auch. Aber eben, marketingmässig muss ich mal einen mir Unbekannten besuchen und dabei befindet sich der nicht am Bielersee, sondern im Nachbardorf, wo ich mal geheirat habe … tempi passati, schön, wenn man in guten Erinnerungen surfen kann.

Und gestern habe ich mit meinem ehemaligen Standesbeamten diskutiert. Insasse im Altersheim wie der Bruder aus dem Sportclub, den der Beamte mal mitgegründet hat und der uns heute besucht. Der Bruder – mein Vater nota bene – hat mal mit dem wohl bekanntesten Dorfgewohner Fussball bespielt, war viele Monate sogar sein militärischer Zimmergenosse – Willy Steffen – einer der sechs ganz Grossen von Young Boys. Und ich habe immer noch einen Beychevelle 61 von seinem Bruder Max im Keller. Jauchs Wein war nur der zweit schlechteste in diesem Jahr. Spitze ist ein 1961-iger, hohe Stufe, für 4 CHF aus der Brockenstube … 3/4 voll … nicht mal mehr als Essig zu geniessen … aber die Diskussion war es wert, der Vater des Verkäufers hat viel mit meinem Onkel zusammen gearbeitet.

Störzonen! Das sind Möglichkeiten mit Menschen in Kontakt zu kommen. Silberbergwerk und eine Führung mit einem pensionierten Textilfachmann – herrlich. Glauben sie es mir, diese Erlebnisse sind viel schöner, als schreiben. Die kann einem niemand nehmen und den Text hier, da braucht es nur eine IT-Panne und dann ist alles „Flöte“. Köstliche Diskussionen und er war begeistert vom Pendel. Welche Zeche? Mensch, da müsste ich auf der Karte nachschauen. Kumpel Wenzel, war es. Und dann wieder Pilze … und ab und zu Abwechslung. Ein Feuerzeug für meine Nachbarin. Also, wenn ihr ausgediente Feuerzeuge hat, sendet die zu mir und dann noch so ein Fang. A-6-Karte! Vermutlich mal , wegen abgerissener Ecke an einem Ballon. Bitte frankieren und zurücksenden. Für 45 Eurocents Porto ärgert sich nun ein Hochzeitsgast – vermutlich Raum Lörach –  dass er nun Rasenmähen und Blumengiessen muss. Die Karte war mit Schneckenspuren übersäht … aber so wie ich die Deutschen kenne, bin ja selbst genmässig 25-%iger, wird sich keiner melden. Würde dies blogkundtun. Ürigens an der Karte, den Pilzen und auch den Zwtschgen hatte es keine Würmer – das war denen vermutlich zu heiss. Und noch so ein Tipp. Wenn sie Äpfel zu Most verarbeiten wollen, oder Kuchen etc., dann nehmen sie wurmstichige Äpfel, rüsten die … Würmer gehen nur an total gutes und reifes Obst. Gespritzes hassen sie … wie ich. Fänomenales Jahr, was süsses Hängezeugs anbelangt und wenn sie mehr über den heutigen Trend geniessen wollen, nur zu. Na ja, seien sie sich sicher, welche Adresse sie eintippen.

Was gabs im schwarzen Wald noch zu sehen? Bei Hans Grohe ein Rennrad …

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… das hab ich diesen Sommer auch schon einmal gesehn.

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Peter Sagan – 111 beim Zwischensprint in Besseges – Film „la minute maillot vert“ – sek. 46/47, da hat doch einer rechts im Bild nur ein maillot blanc an. Die dämlichste Gerade, um ein Velorennen zu verfolgen … pffff … und schon waren sie vorbei. Tour de France pur und das auf einer Strecke, die ich selbst aus dem „ff“ kenne. Das Feld hatte 11 – elf – Minuten Vorsprung!! … der Besenwagen war fast schneller. Schauen sie auch die andern Filme an – sensationelle Landschaft, etliche Stürze, denn die 14. Etappe weist ganz spezielle Strassen auf.

Falls sie bis am 14. Januar 2019 mal in Bessèges sind, schauen sie sich doch die Ausstellung von Valérie Prats an. Kopieren sie das Bild und schauen sich die impressionistischen Details an. Es lohn sich.

besseges expo valerie

Vermutlich hatten die etwas Mühe mit der Zeitnehmung. Spass beiseite – es war echtes Berner Swiss Timing.

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Zum Kuckuck, die Deutschen hätten diese Uhr mitgenommen …

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… etwas unhandlich, die weltgrösste Kuckucksuhr. Der Vogel alleine soll 4,5 Meter lang sein. Ich bin rund 30 Sekunden bei dieser Uhr. Der zweite nebenan – ein Berner – wartet seit knapp 30 Minuten auf den Kuckuck. Ohne seine Bemerkung wäre ich zu früh weggelaufen. Bei diesen Dingen geht es ja nicht um die Zeit, den Vogel wollen alle sehen. Wieso der Kuckuck in der Uhr ist? Weil der selbst keine Nester baut.

Gegen Abend noch einen Besuch im deutschen Ballenberg – dem Vogtsbauernhof. Schaubrennen ist auf dem Programm …

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… genau genommen wird darauf nicht mehr gebrannt. Neuestes Produkt ist ein Gin – frau geht mit der Zeit – mann reizt ein Streuobst Birnenbrand.

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Fast schon zuhause in der Hammerschmitte, aber zuerst noch zu Faller. Es gibt tatsächlich Leute, die noch nie etwas von der Modelbaufirma Faller gehört haben …

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… kaufen sich aber eine Hammerschmiede.

Diesen Sommer gab es auch intensive Gespräche, ob die Hämmer der Hammerschmitte Schmiedrued vor Jahrzehnten in die Hammerschmiede Seengen kamen.

Im Film erfährt man nichts von dem, aber wer gut beobachtet sieht, dass ich zwei Sekunden, wie üblich, neben dem obersten Denkmalpfleger, Reto Nussbaumer, vom Aargau zu sehen bin.

Und was gab es diesen Sommer noch Sonderliches. Einer mit Fahrrad der in die Rued neben meinem Haus schaute. Strasse dazwischen und sieht er nun Fische im Bach? Spassiger Typ und ich selbst nicht Durchschnitts-Typ – sie kennen mich ja nun gut genug. Zwei drei Sekunden und dann einige Stunden Diskussion. Vermutlich sieht man Menschen an, die zu einander passen.

hoi bRUEDer

mer fische zäme
di erschte Fäng send scho guet
for elle, för d’Sach

es blöds Haiku, aber vo Härze

von Matthias Wilhelm

Selten habe ich mich mit einem Menschen so schnell, so gut verstanden. Er stammt aus der Umgebung, wo ich jetzt wohne und ist seit Jahrzehnten im grossen Kanton. Bluemoonquartett und vielleicht noch kultur-art in Detmold – eine echte Kuhzunkt. Das wär doch was, Fest-der-Filme und womöglich noch mit einigen perfomance Bekannten.

38036 und 38037 Hampelstern Terzett

Das Hampelstern Terzett – weisser Vinyl und Nr. 174/300 … merci … hören wir uns doch „Kati“ an …

… und bei mir im Garten gab Matthias ein Privatkonzert auf einer seiner Tubass.

Mangel an Kälte

Zwei Monate Schreibpause – es war eindeutig zu warm. Jäten war aber angesagt. Nur so stichwortartig, was einem in letzter Zeit durch den Kopf ging … Gedanken, Töne, Bilder, Gerüche.

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„Herrgott“ die Haltestelle im Bisisthal – Berndeutsch verstehende, schmunzeln zweimal. Dann hinauf auf den Stoos. Die Standseilbahn wurde wesentlich teurer, weil sie wegen echten Querschlägern an einem anderen Startpunkt gebaut werden musste. Der Schiessstand sollte nicht dranglauben. Ich wurde eingeladen und mit ihnen kann man herrlich diskutieren, fraulich auch über Finanzen und Politik. Zwei Themen, denen ich im Juli und August auch in Deutschland, Frankreich und Italien immer wieder begegnete. Das „Fussvolk“ ist mit der heutigen Situation alles andere als begeistert.

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Bei „Herrgott“ zu finden. Braucht man aber nicht um mit der steilsten Standseilbahn aufzusteigen. Scheint sicher zu sein. Hoffentlich auch auf den Brücken.

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Zumindest an diesem Hang wächst es nicht wie verrückt. Alle jammern nicht nur über die Hitze, sondern über die fehlenden Niederschläge. Über die Dürre wird gejammert. Oberflächen-Wurzler haben es schwierig. Wasser muss zugeführt werden. Aber es wird auch anderswo Wasser zugeführt. Gemüse und bewässertes Obst schmecken dieses Jahr eindeutig nach Wasser.

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Das ist nicht dürr, das ist reif. Im Umkreis sieht man Apfelbäume, die zu schwer geworden sind, abbrechen, umfallen. Im Wald finden sich Wildpflaumen, wilde Mirabellen – herrlich. Die haben aus dem Untergrund Wasser. An den meisten Orten reichlicher, als in andern Jahren. Das Wachstum ist enorm, es wird Biomasse angesetzt, wie seit Jahren nicht mehr. Bäume, Sträucher wachsen extrem. Viel Obst und viele Beeren. Die Natur sorgt vor. Es dürfte einen kalten Winter geben.

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Herzlichen Dank dem Tier, das hier mal einen Zwetschgenstein fallen liess. Extrem süss. Ähnlich einem Kriecherl, einer wilden Zwetschke aus Österreich.

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Allen ist es zu heiss. Wirklich? Die Zikaden zirpen stundenlang. Versuchen sie mal eine zu fotografieren, zu finden. Leere Larven findet man dieses Jahr zu Hauff. Diese hier scheint einen luftigeren Platz weit von einem Baumstamm gesucht zu haben. Erholung, denn im Fluss durch die Garriguegegend gibt es kein Wasser mehr. Sie ist aber grüner, als in den meisten anderen Jahren. Tiefwurzler, wie viel wucherndes Unkraut und die spriessenden Bäume im Garten. Das erste Mal, dass ich meinen Rasen oder wie man dem sagen soll, in die Déchetterie führe, denn die extrem vielen Samen will ich nicht im Kompost. Der Mitarbeiter im Entsorgungshof meint, dass er noch nie soviel Grünzeugs, wie dieses Jahr erhalten hat. Im Frühling hat es auch in Südfrankreich stark geregnet. Man sieht es. Die Umgebung ist grün, der geschnitte Rasen eher bräunlich. Die Platanenäste wachsen in Monatsfrist über einen Meter.

In der Ökologie müssen wir umdenken. Es machen es immer mehr. Äussern sich über die Ansichten von Kohlendioxid Co2 und machen ganz andere Sachen, als die Autofahrer verantwortlich. Hängt das allenfalls damit zusammen, dass die Amerikaner eine Space Force aufbauen wollen? Lesen sie die Kommentare, speziell über den dritten Van-Allen Strahlungsgürtel, der vor sechs Jahren entdeckt wurde. Verschwörungstheorie? Ich glaube es je länger je weniger.

Zeit, sich der Kunst zuzuwenden. Töpfermärkte noch und nöcher.

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Dieser Häuserbaukasten ist nun im Kanton Zürich zu finden. Gerechtigkeit? La justice von Valérie Prats blieb in der Ausstellung hängen, hat aber den Besitzer gewechselt.

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Hoffen wir, dass es nach unserer Abreise nicht untergegangen ist. Etwas zuviel Regen. Ich denke, dass ich auch den ganzen Artikel aus dem Midi Libre über die Ausstellung erhalte. Es war so heiss an der Ausstellung, dass am ersten Morgen wenig Leute kamen. Dafür ein ausgiebiges Gespräch mit dem Journalisten, der die Impressionistin lobte. Er versteht was von Malerei. Miro und Picasso hat er persönlich gekannt. Das ist mir noch nie passiert, dass ich von einem Journalisten durch eine Gemäldeausstellung geführt werde. Dann Mittagessen. Heisser Toureau hätte heute wie eine kalte Platte geschmeckt.

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Die Stiere wurden eh für den Abend gebraucht – Stiertreiben durch die Strassen von Uzès und einfangen des Bullen. Gefährlich! Vor allem für Zuschauer, die durch Ross und Reiter abgedrängt werden und sich im Gitter einklemmen.

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Das Essen am Mittag deshalb vegetarisch, nicht bullisch. Valérie meinte: „Komm fühl dir mal diesen Baum an!“ Der Wurzelstock des Olivenbaums hat rund 17 000 Boviseinheiten. Wer feinfühlig genug ist und pendeln kann, misst gleich auf dem Bild am Bildschirm. Hokus Pokus? Sicher nicht. Mir kommt ein Artikel über Muotathal in den Sinn. Nehmen sie einen Stift und messen sie damit verschiedene Stellen des Tals – Kloster, überbautes Gebiet, Felder und vor allem die felsige Stelle links oben. Wollen sie mehr wissen? Der VRGS hat die Nr. 298 sicher noch vorrätig. Fels und Picasso:

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In den wunderschönen Steinbruchhallen der „Carrières de Lumières“ in Les Baux-de-Provence sieht man fantastische Bilder von „Picasso et les maîtres espagnols“, hört eigentlich mitreissende Musik, aber es kommt keine entsprechende Stimmung auf. Draussen an der Hitze spüre ich ein Herzrasen. Hat ich mal vor rund acht Jahren – ausgelöst durch einen speziellen Stein. Körper scannen! Vermutlich im Moment zu wenig Energie. Mann ist ja auch zuwenig und trinkt zuviel Co2-haltiges Wasser. Gesüsstes Getränk hat nur die Hälfte des Zuckers in Frankreich gegenüber der Schweiz. Lebt eigentlich nicht so gesund. Zurück, der Film muss ja von Anfang an angeschaut werden. 2000 Bovis-Einheiten – das entzieht Energie. Hier zu arbeiten muss schrecklich gewesen sein.

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Wenn es ihnen beim Locarno Festival bei der Prämierung der Filme unwohl wird, dann liegt das eher an der Dauer vor dem Film und den Stühlen, denn die Stimmung war hier um Faktoren besser. Danke vor allem der Einladenden.

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Nicolas André (links) – sein Lehrmeister war einer der weltbesten Trompeter, Maurice André, sein Vater. Erinnerungskonzert in der église de Saint Ambroix. Am Schluss spielen 15 Trompeter. Der Jüngste war 2005 noch ein Bébé – den mitgebrachten Schweizer Wein von Martin haben die Eltern und der Grossvater mit mir auf dem Rebberg genossen. Nur einer freute sich an Milch. Rechts auf dem Bild ist Ernesto Chulia zu sehen. Dirigent war Vicente Francisco Chuliá Ramiro – ein Trompetenkonzert der Sonderklasse. Die anschliessende Diskussion mit vielen Spielern hat Spass gemacht und der Badinage (Scherz) bei Simon  dem Mitorganisator und -spieler schmeckt wie immer – ausgezeichnet.

Ja, der Wein kam nicht zu kurz – zwei mal am Fête du vin in unterschiedlichen Ortschaften. Das eine Mal etwas ausgiebiger, denn wir konnten am Abend spät nach Hause laufen. Einer fehlt – Nusswitz aus Durfort. Besuchen wir ein ander mal, war echt zu heiss. Riechen, schmecken und die Diskussionen, wieso ich ein eigenes Glas mitnehme und den Clef du Vin, wird heute vermutlich von Peugeot vertrieben, kennt keiner. Nicht so schlimm, denn der grössere Teil bemerkt die Unterschiede nicht und findet: Escroquerie – Betrügerei. Diese Menschen geniessen den heutigen Trend: Cuvée und Assemblage – Mixturen und Gläser, die die Säure abbauen. Die Frage ist immer, gewinnt derjenige, der den besten Wein verkaufen will oder derjenige, der all seine Trauben mit möglichst hohem Gewinn verkaufen will. Auf alle Fälle ist der Preis immer weniger ein Massstab von Qualität.

Die schönste Assemblage, die ich in diesen Ferien getrunken habe, ist der Bramaterra 2011 von Colombera & Garella aus Masserone, getrunken in Viverone, bei der Monastero del Lago. Danke für diese Flasche aus dem privaten Keller.

Zapfenzieher, Entschuldigung, Korkenzieher heisst ja das Ding, wo sich wieder gut ein Dutzend neuer, alter genau genommen angesammelt haben. Gesehen habe ich mehr. Im Musée du Tire-Bouchon der Domaine de la Citadelle rund 1200 Stücke in Ménerbes. Muss angeschaut werden.

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Und den Gewürzgarten. Gutes Gespräch mit einem älteren Mann, der vermutlich einen Gast und seine Frau in einem Kleingefährt durch das grosse Anwesen führt. Später sehe ich die beiden wieder im Städtchen vor „chez Auzet„. Vermutlich der Museumsbesitzer und das Restaurant muss ich mir merken. Übrigens, hier hat auch eine Mätresse von Picasso gelebt. Wir fahren „vorsichtshalber“ nach Hause und trinken einen aus dem LR. Weinbaumässig gefällt mir die rechte Rhoneseite inklusive Côte-du-Rhône besser, als die Provence. Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.

Und es geht weiter

„Das Leben überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen“

Den Jahreswechsel Revue passieren lassen. Schliesslich sind wir jetzt 50 Jahre nach 68.

Einen Scheiss muss ich„. Zurück in der Schweiz erhalte ich dieses Buch vom neuen Präsidenten unseres Männerchors zum Lesen. „Das ist was für dich.“ Der Link wird keinen juristischen Streit geben, weil ich nur verlinke und nicht wiedergebe. Aber bei den heutigen juristischen Überlegungen könnte das sicher ein Jurist anders sehen. Denn diesen geht es meistens nur ums Geldverdienen. Ob sie gewinnen oder nicht ist ihnen meist scheissegal, um bei der gleichen Sprache zu bleiben.

Die Zeit heute ist nicht ganz einfach. Da fährt mir eine Dame im 50er-Bereich so auf, dass ich aus „Angst“ anhalte und sie frage, ob ich den Anhängerhaken einklinken soll und sie ankuppeln will, damit sie Energie spart. Zwei Kilometer weiter halte ich noch einmal. BB270.. und ein ländliches Halbkantonszeichen der nördlichen Schweiz. Die Dame ist total meschugge. Sowas brauchen meine Nerven nicht. Mit BB hat sich nichts gemeinsam und die Kurven an ihrem Auto sind rundum verbeult. Einen Scheiss muss ich mir das gefallen lassen. Aber zurzeit ist der Fahrstil in Frankreich wieder extrem aggressiv. Wieso? Weil alle mit der Konjunktur zu kämpfen haben und sie eigentlich nichts verlieren können. Der Fahrstil sagt mehr über ein Land aus, als die meisten Zeitungsberichte.

Am schlimmsten ist doch das Leben zu verlieren. Oder mit der Obrigkeit einen guten Deal zu machen. Bremgartenfriedhof, Kaldeweisprudelbadewanne unter Strom … zum Glück Plastikrohre,  FI-Schalter falsch angeschlossen und MODS, ich hab da so meine Erfahrungen. Fünf Geburtstage hinter mir. Und dann noch so fast nebenbei die Balkontüre, die die Mutter auffängt – 50 Kilo von oben, gegen 10 Kilo Widderstand geben unten, aber e Bärnerschädu isch nid vo Plastig, – Blutvergiftung, Stromschlag in der Disco. Heute läuft die Hitparade vom 16.1.1974 – im Monat als wir unsere Disco eröffnet haben. Irgendwie ergreifend, wie Susi 4 auf Platz 10 singt.

Sechster Geburtstag. Tag der Burglind. Wollen wir diese wenigen Oliven auch noch vom ersten Baum ablesen? Wumm! 1,5 Meter vor uns kracht die 15,5 Meter lange nordische Tanne auf den Boden – erst nach einer Stunde Windstille.

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Habt ihr Angst gehabt, fragen die Nachbarn. Nein! Da hat man schlicht keine Zeit. Blick nach oben und ganz herzlich danken, dass wir die Oliven nicht abgelesen wollten. Sonst müsste Wiki korrigiert werden. „Eine“ müsste mit „drei“ ersetzt werden … und diese Zeilen würden nie mehr geschrieben. Herzlichen Dank fürs siebte Leben. Ob sie mich als Pech- oder Glücksvogel bezeichnen, überlasse ich ihnen. Ich bin eher Optimist und sehe bei Schwierigkeiten Möglichkeiten. Die Tanne hätte nicht perfekter gefällt werden können. Zwanzig Zentimeter neben Gebäudeschäden und zwanzig neben dem ganz gebliebenen Kakibaum. Ein 15 cm dicker Olivenast wurde abgebrochen und diese sind deutlich härter als Bernerschädel.

Bricolage

Bild zVg … wir haben eine Elektrosäge eingekauft. Die thermische muss zuerst instandegebracht werden. Bioöl war zu viel für sie. Euro 142 im Ausverkauf. Im Laden neben dem Zelt dann für EUR 80.40 gesichtet. „Sorry, das war der Aktionspreis von letzter Woche.“ Das ist auch Marketing. Ich erhalte eine Gutschrift und sie entfernen das Preisplakat. Der hohe „petit prix“ bleibt. Auch Frankreich wird langsam grosskapitalistisch.

„Das Leben ist nicht wirklich planbar. Es überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen.“ „Danke für 14 Jahre Vertrauen, das schreibt der Chefredaktor Hans Schneeberger ins seinem letzten Editorial im MigrosMagazin52 von 2017. Schnebi, alles Gute im Ruhestand … den du sicher nicht einhalten kannst. Komm mal vorbei einen Richaud geniessen und über Gott und die Welt diskutieren. Offene Weine gibt es bei mehreren Weinhändlern in Frankreich nicht mehr. Sie haben sich einen Namen gemacht und können jetzt alles in Flaschen verkaufen. Das ist ein Grund, wieso man im Côte du Rhône und im Languedoc Roussillon tolle Weine für wenig Geld kaufen kann … bis sie eben auch einen Namen haben. Marketing nennt man das. Mit gutem offenem Wein in die wichtigen Vertriebskanäle kommen ist nicht ganz einfach. „Neue Techniken und standardisierte Herstellungsverfahren sorgen für ansprechende Qualität. Die zumeist in grossen Mengen hergestellten Weine haben ein Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem teurere Weine oft nur träumen können“ ist in der letzten Coopzeitung zu lesen. Vom Jahrgang 2015 darf man ruhig einige teurere Weine kaufen und lagern. Hochgenuss garantiert.

Zurück zum Olivenbaum und Blick nach oben. Nicht ob eine Tanne kommt oder einer der vielen Vogelschwärme durchzieht. Zwei dicke, nah beieinanderliegende Kondensstreifen und ein Flugzeug, das ich nicht sehe und fast nicht höre. Ich bin als Flugzeugbeobachter ausgebildet worden, schaue eigentlich jedem nur möglichen Flugzeug nach, aber sowas habe ich noch nie gesehen. Über uns liegt eine militärische Flugzone und das Flugzeug fliegt extrem schnell genau Richtung Toulouse – 225 km entfernt. Ein Tarnkappenbomber über Frankreich? Eine neue Rafale? Oder ein Chemtrail-Versuch? Eher das Erste.

Bleiben wir bei einem Aargauer Zeitungslink. Zumindest einer, der mir geistig nähersteht. Reformiert. ist in neuer Aufmachung. Schön gemacht und beachten sie mal die Argumente unten auf Seite 1 von Marius. Mal was, das für jabillag spricht … obschon man diese Sender in Frankreich nicht mehr empfangen kann, trotzdem ich die Karte dazu besitze. Typisch SRG. Reformiert. bringt einen Beitrag über Geri Müller. Der ehemalige und vielleicht wieder zukünftige Büropartner und ehrenamtlich mein Revisor könnte doch mal versuchen, ob wir den bei der nächsten Revision kennen lernen könnten. Interessante Menschen interessieren immer.

„Das Leben überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen“. Das scheint sich auch Grantham zu sagen. Zumindest ist in Frankreich der Euro stabiler, als der Bitcoin. Dieser fiebert immer noch. Noch Fragen? Im vorletzten Link alles begriffen? Einer der längsten Einträge in Wikipedia, die ich je gesehen habe. Ich und sattelfest? Sicher nicht, habe ja noch nicht mal 50 Jahre Finanzerfahrung. Aber am Artikel von Rudolf Strahm über oder besser gegen die SNB habe ich meine helle Freude. Ungeahnte Wendungen wären hier dringend nötig.

Da kommt mir ein Bekannter in den Sinn. Geschätzte 18 Jahre, irgendwann mal auf dem Sprung an eine Uni und so nebenbei faszinieren in Finanzen. Ob ich den amerikanischen Professor Armstrong kenne? Keine Ahnung, ob Martin Armstrong Professor ist. Vermutlich meint er diesen. Zumindest dieser scheint an der heutigen Börse auch nicht sichtlich Freude in die Zukunft auszustrahlen.

Armstrong, den Namen ich doch auch schon mal im Finanzblog geschrieben. Der Kakerlaken-Sänger? Ein Revolutionärs-Lied! Oder der Velorennfahrer. Das Bild von Poulidor wäre nun wieder zu finden. Die Esso-Garage auf dem dortigen Bild, zweihundert Meter von Viktor entfernt – so heisst der Finanzlernwillige – gibt es auch nicht mehr. Riesen können untergehen auch ohne „abzusaufen“.  Zeiten ändern. Die Ortschaft Esso  (Versoie) verschwand. Die einen bleiben,  amerikanisch – Exxon – und die andern werden azerbeitschanjisch – Socar.

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Der 21. Juli 2018 ist eingetragen. Im Banne durch Banne mit der Tour de France (Video ab 3. Minute). Die genaue Streckenführung finde ich noch nicht. Hoffentlich durchs Dorf, dann wäre die Strecke fahrerisch von der Breite her anspruchsvoll. Sicher keine Königsetappe, aber geht durch wunderschöne Gegend. Allenfalls hätte „mein“ Weinhändler, einer der auch noch offen liefert, eine Idee in der nächsten Ortschaft, für einen guten Aussichtsplatz.

 

EU Sonderzone – Nordzypern-Schweiz – einige Unterschiede

Seit 25 Jahren brauchen die Schweizer keine Angst mehr zu haben, dass sie eine EU-Sonderzone werden könnten – das EWR wurde abgelehnt. Hier aber einige Eindrücke von einer Woche quer durch Nordzypern, das eine EU-Sonderzone ist und völkerrechtlich zur Republik Zypern gehört.

Günaydın – ohne „i-Punkt“ wohlgemerkt. Über die neuere Geschichte nur so viel – Griechenland wollte Zypern annketieren und 1974 haben dann die Türken den nordöstlichen Teil der Insel militärisch besetzt. Kruzitürken stammt aber aus älteren kriegerischen Machenschaften. Über die EWR habe ich mich schon geäussert und wer es nicht merken sollte, im obigen Interview zwischen Chr. Blocher und Jakob Kellenberger, gefällt mir die zweite Meinung besser. EU und € nein, das EWR aber würde in der Schweiz extrem Vieles einfacher machen. Wir sind das ei^nzige EFTA-Mitglied, das nicht mitmacht. Juristen und Beamte freuts.

Der Gesamteindruck der Reise war toll, vor allem der nördliche Teil. „CHömmet, Lüt, chömmet und ihr Schweizer lacht einmal und macht nicht immer so traurige Köpfe.“ Viel dazu hat der Reiseleiter beigetragen … Ironie pur … für Schweizer vielleicht mal nicht ganz nachvollziehbar. „Für den Preis, den ihr bezahlt habt, nehme ich keine Reklamationen entgegen.“ Es gibt auch keine. Manch einer mag vielleicht ein komisches Gefühl gehabt haben, wie eine Reise mit sieben Übernachtungen, Morgen- und Abendbuffet (war eine Wucht), vier Ausflügen und Flug für CHF 349.– angeboten werden kann. Grenzkosten, das interessiert die nicht – volle Auslastung, damit die Fixkosten auf möglichst viele Gäste verteilt werden können. Wenn im Flugzeug 189 Sitze sind, dann ist jeder Platz belegt – 33 Reihen à 6 Sitze, welche Reihe und welche Sitze fehlen? Die Fixkosten je Person sind nämlich gar nicht so hoch – etwas Kerosin, Essen, Energie, Reinigungsmittel und Wasser. Das Thema Kostenrechnen schliesse ich ab, Wasser ist interessanter.

Zypern wird von der Türkei aus mit einer Kunststoffleitung mit Wasser versorg. Von oben kommt zwar häufig Regen, aber nicht sehr viel – rund ein Viertel unserer durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Der Zuckerrohranbau scheint wegen der Wasserknappheit fast ganz zurückgegangen zu sein.

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Einmal gab’s Regen. Monsunhaft, wie es in letzter Zeit in der Schweiz auch vermehrt auftritt. Wo das Wasser hier hingeht, wissen vermutlich die Götter am besten. Kläranlagen gibt es, aber ich habe auch das Gegenteil gesehen, wo alles, an heiligen Orten wohlverstanden, direkt ins Meer geht.

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Da kommen mir Erinnerungen von Mexiko in den Sinn, nur dass hier restlos alle Toiletten immer sauber waren. Vielleicht würde den SBB-Oberen mal ein Ausflug nach Nordzypern gut tun. Sauber ist bei unseren Bundesbahnen nicht immer inbegriffen und relativ häufig sind da die Toiletten gesperrt. Im Zug zum Flughafen geht eh keiner hinein, denn der ganze Wagen stinkt fürchterlich. Ein Schweinestall ist fast Erholung. Bio WC ist aussen angeschrieben und der Ventilator saugt Luft an und mit dem Überdruck gelangt er ins Wageninnere. Ach du Sche…! „Zürich Kloten, Endbahnhof!“ Amen! Erlösung, aussteigen und tief durchatmen.

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Etwas grösser fällt die Toilettenanlage in Salamis ins Auge. Das war wieder so ein Höhepunkt unseres Reiseleiters Ozan. Nicht Ozean, Ozon oder was er noch alles gehörte erwähnt. Dabei wäre es so einfach „Lausanne“ ohne „L“. Zietschig plus drü, sind wir hier. Dienstag ist das Wort, das ihm in der deutschen Sprache am besten gefällt. Chömet (oder wie sich das schreibt) Lüt, lachen bitte, chömet.An Toilettenlagen sieht man immer, ob man im muslimischen Nordteil oder orthodoxen Südteil von Zypern ist. Den Zusatzhahn rechts unten immer erst aufdrehen, wenn die Beine zusammengepresst sind, sonst werden die Zähne und die WC-Türe mitgereinigt. Und vielleicht pilgern demnächst einmal Stadtbehörden nach China – ein sommerliches Erlebnis in Bern und Thun hätte es auch nötig, wie ich gestern feststellen musste. Ein hinterlistiges Thema für Christen, hier sind Muslime offener.

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Altertümer sieht man in Nordzypern zuhauf und erst recht Säulen, die in den Himmel ragen …

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… wobei oft Bauruinen zu sehen sind. Häuser deren Besitzer den Nordteil verliessen und in den Süden der Insel flohen. Ein grosser der Zementbranche hat in dieser Region seine eigenen Erfahrungen machen müssen. Schweizer Firmen sieht man einige, vor allem die ganze Berge abtragende und zubereitende, oft etwas verdeckt – bis auf unsere Nahrungsmittelindustrie, vor allem die aus Vevey. Änderungen im Essverhalten sind am Horizont in Sicht.

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Kopflose Baukunst? Hier zumindest, dass man Geld und Arbeit sparen konnte, wenn eine neue Regierung an die Macht kam. Marmor war immer teuer und wird auch weisses Gold genannt. Marmor aus dieser Gegend, vor allem der Türkei, ist eigentlich der beste, den es gibt. Viel fester und lichtdurchlässiger als zum Beispiel Carrara-Marmor. Bekannt heisst sicher nicht immer das Beste. Kurz zuvor haben wir ein richtiges Spaghetti-Gebiet durchquert. Quadratkilometerweite Felder, die im Sommer mit Hartweizen bepflanzt sind. Weniger Regen und mehr Sonne als in Italien. Ideals Gebiet für Spaghetti-Rohstoffe. Einige Kilos waren in meinem Reisegepäck zu finden. Und nur zwei Flaschen Wein. Vor gut dreissig Jahren war ich im südlichen Teil in den Ferien. Spitzenweine damals, der Aphrodite und Othello. Heute kosten die nur noch EUR 2.69 und eine Strasse zuvor 5.50. Nicht mehr zu empfehlen. Für Wein, wenn sie nicht selbst in den Bergen suchen können, müssen sie heute garantiert nicht mehr nach Zypern kommen und wir haben einiges ausprobiert, sogar Weinboutiquen haben wir gefunden. Das einzige Gebiet, das in den vergangenen Jahrzenhten einen grossen Rückschritt gemacht hat das ich kenne. Italien könnte demnächst auch dazu zählen, die fertigen immer mehr schnell trinkbaren Wein an und aus diesem Grund wird man immer mehr metallhaltige Gläser antreffen, die den Wein „verfeinern“, aber ihm die Typizität nehmen. Gebrannte Wasser sind überall anzutreffen. Meist bekannte Marken mit eher normalen Welt-Preisen. Es gibt auch Trouvaillen, aber da muss man suchen. Übrigens, die Trauben kommen zu einem grossen Teil aus Israel und viele werden zu Rosinen verarbeitet. Es scheint sie noch zu geben, die guten Zypernweine, nur findet man die nicht auf einem Städtebummel und schon gar nicht in den normalen Restaurants, geschweige denn unter den „grossen Markennamen“ von damals. Und seien sie nicht enttäuscht, wenn sie in Südzypern in einer Bar keinen Commanderia (Cum… ausgesprochen) erhalten. Die Zeiten ändern sich, aber dieser Süsswein scheint immer noch bekannt zu sein. Degustation steht noch aus.

Kopfweh und Grippe kommen aber sicher nicht vom Wein, eher von der Lüftung im Flugzeug. Im Meer baden, nasse Schuhe vom Regen, resp. den Wasserständen auf den Strassen und Trottoirs (zumindest in den Löchern) und im südlichen Teil eine Busklimaanlage, wie sie nur Volvo in ihren schlechtesten Jahren fertigen konnte, ist für die Anfälligkeit fördernd. Von den hohen lauten Pfeiftönen her, wäre eine Revision sicher nicht das Dümmste. Im Norden hatten wir einen älteren Neoplan und mit Hassan einen Superfahrer. Am letzten Tag einen Merz, vom Ton her mit einem viel herumgekommenen Motor. Absolut sagenhaft, wie der den Bus auf den vielen kurvenreichen Bergstrassen schalten kann. Der Fahrstil hier ist echt erholsam. Die Nordzyprioten nehmen Rücksicht, keine verflixte Fahrer und sind hochanständig. Diebstahl gibt es hier selten. Ein empfehlenswertes Land für Ferien. Ein Geheimtipp. Ozan wieder ironisch: „Wir haben auf der Insel Linksverkehr und für die Schweizer speziell flache Särge.“ Ja, er weiss aus Erfahrung, dass sich Hühner oft geordneter verhalten, als Reisegruppen, die auf sein Geheiss ein- oder ausbussen. Er kommt mir manchmal vor, wie wenn Müslüm referiert, nicht singt, das ist für einen ehemaligen DJ manchmal zu viel des Guten, es sei denn man nehme ein Süpervitamin ein. Über das Thema, wo er mal moderiert hat, könnten wir am Zieschtig plus vier auch mit Ozan diskutieren. Nur, er darf nicht über die Grenze.

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An den Sandsäcken an zu schliessen, hat man hier auch ab und zu Probleme mit dem Regenwasser. Deviseneinnahmen werden in Nordzypern durch Touristen generiert, aber vor allem durch die vielen Casinos. Hunderte von Spielautomaten sind im Hotel auf engstem Raum zu finden. Die kennen halt die Bitcoins noch nicht als Spielwährung. Per Mail reklamiert bei mir einer: „Die wollen nur Geld waschen.“ Dazu gäbe es wesentlich einfachere Wege. Und wenn er mal superextravagante Schiffe sehen will, so empfehle ich ihm den Hafen von Girne. Auch Diamenten sind nicht vom Untergang gefeiht, aber er kennt die Kehrseiten vom Nidwaldner Bermudadreieck. Schwarzgeldtypen scheuen die Öffentlichkeit. Im Schnitt sind auf dem casinoeigenen Parkplatz sechs schwarze Mercedes anzutreffen, ab und zu ein Bentley, Porsche und dreihundert Meter entfernt an der Hauptstrasse ist das grösste Harley-Davidson Geschäft, das ich je gesehen habe. Nur ganz sicher nicht für alle Zyprioten ein normaler Aufenthaltsort, denn im Angebot ist keine Beldeyama auszumachen. Schwarz, das ist die vorherrschende Farbe für Nobles. Sogar die Köche sind in Schwarz, inkl. Toque.

Beim Girne-Link sehen sie ein weiteres Problem für Touristen. Die Sprache oder Sprachen auf der Insel. Es können zwar viele Englisch, aber wo das zum Beispiel auf der Seite von Kyrenia zu finden wäre, ist nicht so einfach. Angeblich existiert diese, nur finde ich sie nicht. In Nordzypern gibt es nur eine Wochenblatt in Englisch, deshalb lieber mal auf News verzichten. In der Schweiz gibt es ja genügend. Die alte Dame spannt mit der AZ zusammen. „Wir denken weder links noch rechts, sondern liberal“ dürfte hiermit endgültig Geschichte sein. Recht haben die. Die Auswahl am Kiosk wird einigen leichter fallen und ich bin froh, dass meine „älteste Dame“, resp. jugendliche Tochter, den Andern progressiven Wind digitalisiert. Hier der schönste Kommentar, den ich gefunden habe – die Branche dürfte richtig analysiert worden sein. Sein Vater komponierte „we eine tannige Hose het u hagebuchig Strümpf“. Die Zeitungsbranche in der Schweiz hat einige rirariraridiridiridi Rümpf weniger.

Auch kein normaler Aufenthaltsort ist die Geisterstadt Varosha in Famagusta, in Gazimağusa wie sie auf Türkisch heisst. Nord-Süd-Pufferzone. Hochhäuser die man schon von weitem sieht, die am Zerfallen sind. Fotoverbot!

Im gesamten nördlichen Teil gibt es keinen öffentlichen Verkehr und auf der Insel keine Eisenbahn mehr. So gesehen kann die SBB stolz sein, dass ihre neueste Errungenschaft selbst bremst und anfährt. Eine Sensation ist das nicht. Lausanne lässt grüssen – wie heisst der Reiseleiter? Die im südlichen Teil, die Lisa, hat auf der Hinfahrt nach Paphos genau eine Minute und 27 Sekunden nichts zum Erzählen gehabt. Perfektes Deutsch, aber eindeutig zu viel. Das lenkt zumindest vom schuhmacherischen Fahrstil des Busfahrers ab. Keine Handvoll Autos haben ihn überholt. Autobahn quer durchs langweilige Gebiet von Südzypern. Mieten sie sich ein Auto, wenn sie den wunderschönen Süden anschauen wollen. Am richtigen Ort mieten. Türkische Nummernschildern kommen nicht über die Grenze, aber eine Identitätskarte reicht, ein Pass ist nicht nötig, entgegen den Reiseunterlagen. Auch die EDA-Seiten sind alles andere als Hilfreich – hier das schönste Beispiel. Dies zumindest ein Grund, dass man in den nächsten zehn Jahren noch einen weiteren Ausflug macht.

In diesem Departement entstehen auch Broschüren, die im Grunde genommen nicht Spass machen, aber sehr informativ sind.  Nicht viel weiter als die Türkei ist in 100 km das Festland das grössere Sorgen bereitet – Syrien. Eine Welt, im Dezamagazin. 5,5 Millionen Flüchtlinge kommen aus diesem Land und die Türkei hat 2,9 Mio. UNHCR registrierte Flüchtlinge aufgenommen. Insgesamt sind auf Zypern rund 2000 Flüchtlinge. Die Hälfte kamen dieses Jahr, weniger als 1% der Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute. 3000 davon sind ums Leben gekommen. Eine geschichtsträchtige Gegend, seit mehreren Tausend Jahren. Hier einige Zeitzeugen. Jung und Alt wechseln sich auf der Fahrt ab. Ein Eldorado für Altertumsliebhaber und Bauinteressierte.

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Bellapais und wer gut hinschaut sieht sogar noch den Deckel des Fleischfressers.

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St. Hilarion – von oben hat man eine wunderschöne Aussicht aufs Meer, nur der Schiessplatz stört etwas. Fotoverbot für militärische Einrichtungen. Vermutlich dass der Feind nicht erkennt, in was für einem Zustand hier einige Sachen sind.

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Der Othello-Wall in Gazimagusa – oder Famaguste auf Griechisch – verrät nebst dem Altertum gleich zwei militärische Geheimnisse. Rechts wird der Eckturm, oder zumindest was von ihm noch übrig ist, vom Militär belegt und im Hintergrund sieht man noch einen Teil einer Barbarosa-Fregatte. Fotoverbot gilt auch für Panzer auf Tiefladern, die die Kaserne verlassen. Beim Betrachten des Bildes darf ruhig laut geschmunzelt werden – Selfie mit Panzer. Nicht die gleichen, die uns zum Warten zwangen – 5 Laufrollen, vier hoch liegende Stützrollen die seitwärts nicht geschützt sind und eine viereckige Rohrabdeckung. Produziert in Deutschland, der Türkei, Südkorea oder Isreal das aktuell ist, ich finde den Typ nicht heraus. Und in meinen damaligen Panzererkennungs-Unterlagen ist dieser Typ allenfalls doch noch nicht enthalten.

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Hochschule oder Moschee auf einem Hochschulgebiet? Auf der ganzen Insel hat es 22 Universitäten, das auf einer Fläche von 2/9 der Schweiz. Über 100’000 Studenten, alleine in Nordzypern über 75‚. Zum grössten Teil Ausländer – echter Fernunterricht.

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Ich hab’s gewusst, finde eine Moschee mit drei Türmen – wie man sieht, im genau richtigen Moment aus dem Bus aufgenommen. Ein, zwei, vier Türme, aber drei, gibt’s da wirklich welche?

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Zumindest auf festen Fels gebaut.

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Paphos – als ich das erste Mal hier war, gab es in Zypern noch keine eröffneten Autobahnen und die Ausgrabungen hier waren wesentlich kleiner. Der Rest noch unter Sand. Erstaunlich dass man hier über Mosaike laufen kann, die garantiert auch die Autobahnen überleben werden. Die älteste Autobahn gab es in Italien und je nach Betrachtungsweise in Deutschland. Das Motiv im Mosaik wirft Gedanken zu diesen beiden Ländern auf – hier zwar spiegelbildlich, aber hundertfach andersrum ist die Swastika auf diesem erholsamen Flecken anzutreffen. Pathos ist mit Aarhus (Dänemark) zusammen die Europäische Kulturhauptstadt für 2017 … Bern ist nirgends zu finden, aber gehört ja auch nicht zu Europa.

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20 Minuten Später. Kultur, Kult-Uhr, ja da versteht jeder etwas anderes.

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Drei Verkaufsläden schauen wir uns in Nordzypern an. Fangen wir mit einem echten türkischen Basar an. Sorry, aber hier gibt es keine echten schönen Sachen. Zwar herrlich zurechtgemacht. Und die Hinweise auf den Bildern mögen ja für die Vergangenheit stimmen, nur was in Zukunft alles geschieht, wissen auch Diamantenhändler nicht. Und beim 1000 mal rareren Tansanite, wie er hier vollmundig angepriesen wird, muss man einfach wissen, dass der graubraune Zoisit, der in Minen gefunden wird, bei rund 550 Grad in den herrlich blauen Tansanit umgewandelt werden kann. Die Chance mit irgendeiner Anlage besser abzuschneiden, als mit Fonds besteht allerdings. KGeld schreibt: „Indexfonds mit höchsten Renditen“. Also, die andern schliessen schlechter ab. Und was-eli-was ist ein Index? Der Durchschnitt. Vor allem Banken und Finanzinstitute bieten solches an und man sollte doch meinen, dass die mit den nicht mehr zu durchblickenden Ausbildungslehrgängen über die Spezialisten verfügen müssten. So gesehen begreife ich jeden, der lieber mal selbst zocken will.

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Es gäbe auch eine schöne Rado und und und für 40 Euro in diesem Inselteil zu kaufen. Zum Glück reizt es mich nicht, denn ich lebe seit Jahrzehnten ohne Armbanduhr. Hier gleich ein Rat, feilschen sie bei einmaligen Stücken auf die Hälfte, besser einen Viertel herunter, dann erhalten sie was Günstiges, dass sie bei uns nicht finden. Beim Schmuck würde ich mich nicht einlassen. Die Tipps von zwei Goldschmiedkollegen, einer Gemologe, reichen meist für den ersten Eindruck. Beim genauen Betrachten einer Perlenkette, findet man angeblich keine Lupe. Das lässt aufhorchen, denn Perlen schaut man am einfachsten beim Loch an.

„Ausbussen, einbussen, ausbussen und einteppichen,“  so Ozan, nach dem sogar ein Teppichmuster benannt ist. Na ja, vielleicht ist es beim nächsten Besuch ein Mehmet-Teppich. Auf alle Fälle sehen wir einen Teppich mit 16 Millionen Knoten pro Quadratmeter. Angeblich der feinste Teppich der Welt. Bei diesen Handelsmethoden ist man manchmal skeptisch, aber ich kann von Auge die einzelnen Knöpfe nicht mehr zählen. 1000 Knöpfe mehr, als bisher bekannt war. Kostenpunkt – rund 100 000 Schweizer Franken – die Grösse schätze ich auf ca. A5 ein. Sollte eigentlich überall einen Platz finden. So das imposanteste Teppichgeschäft, das ich je gesehen habe.

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Frau sieht einen Teppich, den sie 2001 und letztes Jahr schon einmal bewundert hatte. „Wo?“ In Bodrum, im Hapimag. Kaum zu glauben, zwei Minuten später ist der damalige Verkäufer vor Ort und stellt fest, dass sie die Haare anders gefärbt und einen anderen Schnitt hat. Ich habe ihnen doch damals eine grüne Jacke verkauft und das erste Mal sind sie mit einer älteren Dame gereist, meint Carlos. Ich glaube die Türken, selten mal Zyprioten, haben einfach ein Verkaufs-Gen mehr.

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Na ja der Shop beim Juwelier hatte doch einen Vorteil. Mein Teppich dient einer Maus und hat nur 3 EUR gekostet – gewoben und geklebt, nicht geknüpft. Wird wohl nie ein Anlageerfolg. Der andere kleine Teppich, wird es garantiert. Für Einmaliges bezahlt man Spitzenpreise. Carpet-Center hat noch andere Teppiche, die in Frage kommen könnten. Aber spekulieren, das müssen sie selbst. Die URL die sie angegeben haben ist unsicher und passwortgeschützt. Wenn, dann versuchen sie via Pasha Port Carpets auf Facebook – einige wenige Bilder und sonst nur FB-Tratsch, den man auch ohne Türkisch-Kenntnisse erraten kann. So viel ist ersichtlich, es ist kein alt eingesessenes Geschäft im Zollfreibereich von Nordzypern. Der Staat soll sogar die Steuern im Einfuhrland bezahlen. Das ist echte Devisenstützung. Von einem Mindestkurs spricht hier keiner. Ich habe schon Teppiche auf der halben Welt gesehen und grössere als meine Mausmatte aus China importiert. Die Ausstellung ist echt sehenswert … auch wenn sie nichts kaufen. Ich schätze mal, dass die 200 verschiedene Teppiche vor uns ausgelegt haben. Zum Teil riesengrosse und sollten alle wissen, warum Teppichliquidationen in der Schweiz immer noch eine Menge Geld einbringen.

Noch etwas zum Getränk, das ist kein Néscafé frappé, sondern ein frisch gepresster Granatapfelsaft. Zwei Probleme gibt es bei dieser Frucht. Das Rüsten und der Reifegrad. Alle Winterfrüchte werden in Europa eigentlich viel zu früh geerntet und gegessen, um die Handelsverluste zu minimieren. Wer jemals eine reife Passionsfrucht, Kaki, Kiwi oder Banane gegessen hat, sagt dem Zeugs hier „unreif“. Die Kernen fallen bei der Passionsfrucht auch nicht von alleine heraus. Wer nicht verdursten will, hält sich am besten an das  allgegenwärtige Efes. Mineralwasser ist allenfalls geeignet um die Zähne nicht mit dem stark chlorierten Wasser spülen zu müssen. Türkischer Kaffee, der braucht seine Anhänger, wie verbrannter Express nach italienischer Art. Über Kaffee-Geschmack lässt sich streiten, über Kaffee-Qualität nicht.

Über das Essen auf der Insel mag ich nicht schreiben. Da bekomme ich gleich Hunger. Herrlich und eine Riesenauswahl. Müsste man filmen. Unser Filmer in der Gruppe hat dies vielleicht erfasst. Er kennt auch die Nachteile der Vorstufe Poulets. Ich kenne das. Zwei meiner Nachbarn in der Schweiz haben glücklicherweise nur einen Hahn und wenn diese selten einmal krähen, bin ich noch im Tiefschlaf. Hier die Geschichte mit den  Kuhglocken und diejenige mit den Kirchenglocken beruht auch auf einem Peter und seiner ersten Frau Esther. Es Tschudere übere Rücke – für beide haben sie schon zum letzten Mal geschlagen. Viel zu früh. Zurück zum Essen. Für Vegetarier ein absolutes Highlight. Diejenigen, die es nicht lassen können, schauen sich zuhause dann doch nach einem Schweinsschnitzel oder einem unpürierten Stück Rindfleisch um. Hühner sieht man in Zypern ausser auf dem Teller selten und auf den Gotteshäusern hat es keine Güggel. Eher ein abnehmender Mond und Stern. Damit wäre auch erwähnt, wie die Fahnen hier aussehen. Und Rundreise heisst es, weil … ist ja wohl klar. Einige Sprüche sind vom Reiseleiter, aber der wird lachen.

SMS Selfie

Ein ganz seltenes Selfie von SMS – Stephan Marti Schweiz, Schmiedrued oder Saint-Ambroix. Vor 25 Jahren war „Merry Christmas“ eine technische Revolution. Tantiemen habe ich bisher keine erhalten. Die Lederjacke ist ein Meisterwerk an Verarbeitung, erinnert mich irgendwie an einen schneidigen Bugatti. Sollten sie bei diesem Wink nicht nachkommen, dann nehmen sie halt ein Fahrrad. Wer eine kleine edle Boutique hat, kann sich bei mir melden. Ich habe mit der Chefin diskutiert, was unterhalb von Rom gar nicht so einfach ist. Dreimal unterschiedliche Leute fragen und wenn sie zweimal auf die gleiche Person stossen, dann könnte was dran sein. Aber hier müssten wir mit der Fabrik auf dem Festland sprechen und dafür wäre mein Freund und Privatdolmetscher dann die richtige Person. Hier ein Bild von ihm. Der Alevit hat es auch weiter gebracht als ich. Wurde als Grossrat gewählt und wiedergewählt. Kleider machen Leute gilt (leider) auch heute noch. Auf der Verkäuferseite macht es dann doppelt so viel Spass. Nur mal ein kleiner Eindruck im New Cyprus Magazin, wie diese top Leder-Boutique aussieht. Dass die Internetseite noch nicht geht, ist in diesen Breitengraden meist Absicht, das gehört zum erlaubten handeln.

Vieles in Nordzypern wird in der Türkei gemacht, denn wenn alles hier gemacht wäre, wo Handarbeit vermerkt ist, müsste dieses Land einige Millionen Einwohner haben. Eine Handelsnation – der Schweiz nicht unähnlich.

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Die wilden Esel auf Karpas(z) sind nicht echt wild. Die Leute sind wild, denen für einen Euro einen Granatapfel zu kaufen, oder eine Orange, oder Mandarinen. Zitronen scheinen sie nicht zu mögen, die werden nicht feilgeboten. Rüebli haben sie auch und ich vermute, dass dies das geeignetste wäre. Für den Esel werden vermutlich auch tausende dort gehalten, die warmes Wasser als Quellwasser geniessen. Warm, extrem wenig Boviseinheiten und auf dem Platz steht ein grosses Reservoir. Aber ich will den Anhängern von Andreas nicht zu nahe treten. Versuchen sie das Wasser selbst. Das ist komplizierter, als Wein zu degustieren.

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Ein anderes Wasser hat es mir angetan. Rund 20 Grad, also absolut kein Grund um stundenlang zu schwimmen. Von oben sieht mann auch, wie weit ich durch den Sand laufe, um etwas Lebendigeres als normales Mittelmeerflachwasser zu erleben. Zudem ist der Untergrund hier viel idealer – Farbton des Meeres und Breite des Salzschaumes anschauen. Meer ist schön, aber entspricht nicht ganz den Ostküsten von Atlantik und Pazifik. Da erlebt man mehr Meer. Nur, die Kultur, das Essen, die Landschaft sind dann halt meist nicht auf so einer kleinen Landfläche vereinigt. Ozan ist schuld, wenn ich wieder komme. Seine Ironie, sein Witz, das muss man erlebt haben. Irgendwo nach Tagen, Zietschig plus x, sagt er, dass ist die erste vernünftige Antwort, die von mir kommt. Zwei Sarkasten, da muss man sich doch einfach irgendwie gut mögen. Dann fragt er in Salamis, wozu die Kerbe und das Loch in der Säule seien?

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Als Aschenbecher. Auch ihn kann man mal zum Konzept herausbringen. Vermutlich gab es damals sogar Arichtikten, die mehr gedacht haben, als in Zürich-Kloten …

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… Ausblick vom Flughafenrestaurant. Entschuldigen sie, dass viele Fotos durch Fenster aufgenommen wurden, aber individuelle Halte sind bei diesen Preisen von net-tours nicht möglich – merci, war super. Nun halt wieder Schweiz. Beim Abflug Schneesturm und bei der Rückkehr schon weit südlich im Balkan alles verschneit, sofern die Wolken einen Durchblick ermöglichen. Jetzt könnte ich die Grippe bei Oskar im türkischen Bad abklingen lassen und Erinnerungen aufsteigen lassen. Und zum Schluss noch einen Blick nach draussen. Es fängt wieder an zu schneien. Zeit für Ferien oder zum Auswandern. Mal im Frühling hin, ins Land der wilden Tulpen und einem historischen Börsencrash nachgehen oder die Vogelwelt beobachten (Dezemberausgabe).

Kleiner Nachtrag: Von insgesamt 8 Mitreisenden habe ich in den letzten Tagen Informationen vernommen. Alle haben eine starke Grippe. Die Vogelgrippe? Der Kommentar dort ist vom Journalisten Peter dem andern und dem maz, dem Güggeljourni bin ich auch schon mal über den Weg gestolpert … ja, der Riese Botti … und tatsächlich, hab den Stein schon zweimal beachtet als ich im Stau stand. Der Arme würde in Zypern entgültig durchdrehen vor den vielen geschichtsträchtigen Steinen.

Von Schnecken, Rehen, Pferden, einem Geier und einem Hammel

Einige Eindrücke vom Slow Food Market in Zürich. Langsames Nahrungsmittel und als Markenzeichen dr Hüslischnägg. Seit über 30 Jahren in Italien ein fester Begriff und nun versucht man der Kritik entgegenzuwirken, auf Deutsch etwas weniger kritisch.

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Das Markenzeichen ist in meinem Garten ein Begriff. Meist waren an der Ausstellung auch die Zuschauer so gedrängt. Ein voller Erfolg und supergute Sachen genascht und degustiert. Aber fangen wir doch am Morgen an. Ein Messeticket an einem Automaten zu lösen ist mit langsamem Lesen möglich und wer mit dem SBB-Automaten nicht zurechtkommt, findet auf dem anderen Geleis einen ZVB-Automaten. Der grösste Unterschied wird die verschiedene Software sein. Langsam, aber die Schweizerischen Verkehrsbetriebe haben dieses Jahr versprochen, das Problem zu lösen. Vermutlich langsam.

Am Abend geht vor diesem Automaten die Türe nicht auf. Es ist ein Blatt an der Türe mit so viel Text, dass ich vermutlich jetzt noch am Lesen wäre. Der Lokführer: „An jeder Station das mit dem Lautsprecher durchgeben, ist nicht meine Aufgabe. Ich bin angestellt, zum Fahren.“ Ja, die Kunden können einem den ganzen Tag verderben. Den viel grösseren Fisch zieht die SBB-Präsidentin Ribar (Fischer auf serbokroatisch). Den Lift nach unten nehmen, wäre eine Konsequenz.

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Max Frisch Platz, nur der Lift hat nicht viel Platz. Er steht ja auch an einem nicht viel befahrenen Ort – in Oerlikon. Er ist ähnlich gut eingestellt, wie der einfahrende Zug, der die Türen schon lange offen hat und noch einige Meter weiter rollt. Eine ältere Dame will den Lift mit einem grossen Koffer verlassen. Die Rollen schaffen den Übergang nicht. Hilfe ist angesagt. Falls sie im Zürcher Durchmesser-Untergrund aussteigt, hoffe ich, dass sie weiss, wo sie durch rollen muss. Die Anzeigen dort sind gelinde gesagt für nicht tagtägliche Pendler eine Zumutung.  Wer ist schuld? Der Architekt wollte es so aus Design-Gründen. Das ist kein Witz, wer eine Besichtigung mitmacht, erfährt dies vom SBB-Personal. Und Migros und Coop sind schwarz – er will es so. Wieso nicht auch das SBB-Logo in Trauerschwarz. Slow thinking wäre angesagt.

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Zürich die 326 Mio. Stadt. So viele werden vom ÖV transportiert – einige wenige im munzigen Lift. Seite 2 im schon etwas älteren Blick – Stephan Hawking gibt der Erde nur noch 600 Jahre. Ich denke, in Zürich, so wie es da aussieht, findet der Weltuntergang früher stadt – sorry, statt. Ärgern? Sicher nicht, das werde ich vermutlich nicht erleben. Vor fünf Jahren war mit dem Weltuntergang auch nichts. Aber hier hat es einige schöne Sachen, die zu Slow passen … sogar Glencore ist schon einmal erwähnt worden. Zumindest BR Sommaruga wird mit ihrer Forderung in die Geschichte eingehen. Schöner Sonntag, ein echter Aufsteller. Ethik wird leider heute in der Schweiz oft mit Füssen getreten.

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Schöner Sonntag? Von Wärme keine Spur. Das erste Mal Schnee in Mittelland. Einmal wird Langenthal erwähnt, kurz darauf Langnau. Was soll’s, ein Verbindungskollege hat mich auch schon am andern Ort gesucht. Heute 3/4 Stunden Umweg. Handy und GPS gab es damals noch nicht. Slow. Was können wir dagegen machen, gegen die Wärme: Kein Wasser verschwenden, Etiketten lesen und sich Zeit für den Einkauf nehmen. Daneben hat Slow Food hat auch noch wirksamere Vorschläge. Weniger Fleisch und saisonal essen … aber sie können auch mehr tun. Ich hoffe es.

Dann kommt die Haltbarmacherei. Sirupe. Erinnert mich an Konzentrierbar. Und jetzt die erste, die alles slow nimmt …

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… Slow Food, Papierschnitzel an Rahmsauce? Echt vegan. Aber dazwischen muss ich doch einen Zürcher Wasserbüffel probieren. Zumindest der echt geschmackvollste Büffel, den ich aus Zürich je genossen habe. Und dann gleich noch drei Degustationen … sorry, aber die Ausstellung war zu slow, als dass ich am Schluss noch mals zurück kam. Arnold. Bei seinem Vater habe ich rund zehn Tage lang mit Cremschnitten „überlebt“. Das Walliser Nussbrot ist immer noch eine Wucht. Und Humbels Rüebli Schnaps – Gemüseschnaps, da hab ich nur Spargel und Steinpilze auf Lager.

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Fish Wasser – 100% aus Linthmais – erster klarer Whisky lässt grüssen. Echt mehrere Sünden wert.

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Gefunden bei Käsers Schloss. Es könnte sein, dass sie bei mir zuhause Hahnenburger oder Château-Neuf-du-Robinet aus einer seiner ehemaligen Whisky-Flaschen serviert bekommen. Recycling pur. Der Schnaps- und Etikettenkünstler erklärt uns auch was dieses Getränk auf Japanisch und Küsschen auf Chinesisch heisst. Letzteres finde ich nicht, aber …! Elfingen oder Effingen. Spielt nicht eine so grosse Rolle, Nachbardörfer. Sie finden das Schloss garantiert oder am Samstag auf dem Markt in Aarau. Kennengelernt habe ich ihn an der Cigarrenmesse. Nicht mal erwähnt. Der Hybride Kunde genoss dort einen Whisky und hier slow, der zweite Teil ist heute nicht anzutreffen. Oder doch? Ab Donnerstag mit dem Porsche 4WD zu Lidl? Preiselastisch. Heute ist das Gummiband an vielen Ständen eher etwas überzogen.

Welches sind die meist gelisteten Weine in Zürcher Restaurants? Da muss jetzt wirklich keiner studieren – Italienier. Je teurer, desto besser. Einen aus einem aufsteigenden Gebiet probiere ich – Maremma. Der bekannte ist eindeutig besser, aber viel zu teuer. Sorry, Holz ist vielseitig, aber der Trend ist eindeutig weg vom Wein. Nur, bis man das in der Schweizer Finanzkapitale merkt, geht noch eine Weile. Nicht alle. Beste Kenner der Lage finde ich immer in meinem Nachbarkanton. Aber die sind recht dünn gesäht. Meist zählt nur Geld, genau genommen ein hoher Preis und die Etikette. Amüsieren sie sich – ich wäre vermutlich ein leckerer Hipster.

Italien, das zieht. Einer verkauft Pecorino. Sorry, aber der würde besser die autochthone Pecorino verkaufen. Er bietet vermutlich Pecorino Sardo mit der wachsartigen weissen Rinde in Kürbisform. Mindestens zwanzig Leute stehen an. Muss ja wirklich toll sein. Pfui Spinne, Salzlake pur. Da schwelge ich noch heute vom Pecorino, der mir ein italienischer Käsehändler geschenkt hat. Mitversucht haben den aber zwei grosse Käsehändler, der eine spezialisiert auf Parma, der andere auf Mozarello und eben Pecorino. Der vierte im Bunde war begeistert – Käseverkäufer auf der Chefetage. Diese verkaufen heute höhlengereifter Geisskäse aus den Niederlanden. Der ist sogar gut.

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Schafmilchkäserei.ch – der schmeckt wesentlich besser, als der italienische. Pecoretta das Schafkäslein in etwa. Die dunkleren sind noch besser. Schöne Diskussion, kein anderer will in diesen Minuten was von den verschiedenen Käsen probieren. Geniesst Schweizer Ware. Aus Wald kommen sie. Zürich, nicht Appenzell oder Walde, wie die Gemeinde wo ich wohne nach dem Bindestrich heisst. Schreibt es ruhig auf eure Visitenkarte.

Schweiz – AOP und IGP. Dreiunddreissig (33 nur) Produkte, hoch lebe die Schweiz und fünf dürfen das Signet nicht tragen, weil sie keinen Mitgliederbeitrag bezahlen. AOP, kein einziges Fleisch darunter. IOP, nur Fleisch und Kirschtorte. Hier müssen sie schauen, ob das Schweizerkreuz auf dem Signet ist – sonst sind Auslandrohstoffe in der Schweiz verarbeitet. Irgendwo steht protégées. Irgendwie kommen mir die Etikettentrinker in den Sinn. Es gibt heute viel zu viele Label. Gute. Ja. Aber die Übersicht fehlt und jedesmal hat es das Kleingeschriebene dabei. Aops, igips, da wollen sich einige übertreffen. Möglichst noch mit nichtssagenden Punkten oder allenfalls eine Tendenz abschätzend. Weinpunkte vergeben ist Geschmackssache und daran glauben Glückssache … manchmal müsste man auch PR-Sache sagen. Wenn der bekannteste mit 90 Punkten stahlt, dann sind das effektiv 80 oder 16 Punkte – er parkiert von Null bis 49 und fängt erst mit 50 an. Degressiv wäre eine arithmetische Steigerungsmöglichkeit.

Ich will Produkte, die ich wieder kaufen werde, weil sie schmecken … allenfalls noch bezahlbar sind. Zumindest der Sprinz schmeckt wesentlich besser, als der Grano Padano den ich erhalte, als ich nach einem Parmiggano-Reggiano frage. Dreijährigen Emmentaler habe ich schon genossen, sechs Jahre alten Parmesan möchte ich einmal essen. Slow, versteht sich.

In der Landliebe sind Dörrfrüchte abgebildet. Schrumpelig, braun, manchmal glasig. Solche sucht man in Zürich vergebens. Zitronensaft gebleicht, hauchdünn geschnitten, geometrisch geordnete Formen. Entschuldigen sie, aber vieles macht nicht echt zum Essen an. Marroni-Honig will ich trotzdem probieren. Sieht sehr hell aus. Zuckerguss pur – arme Bienen und echt schweinisch teuer. Echt guter und bezahlbarer miel de chataigne ist auch in Südfrankreich nicht mehr ganz einfach zu finden. So. langsam muss ich mit dem slow food aufhören. Irgendwie erinnere ich mich noch an das Murukku – über die Hälfte Rapsöl.

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Traktor – da kommt eine Idee. Sponsoren sind gesucht. Biotta oder Botta – die Dame dort hat sichtlich Freude. So, nun zu echt Flüssigem, Slow Wine, 23 000 Weine. Einige wenige haben wir nicht degustiert! Aber zuerst doch noch eine Nase voll Vinum. Viele Magazine liegen zum Mitnehmen auf. Echt eine Nase voll Vinum nehmen. Das druckfrische Magazin stinkt richtig zum Himmel. Erinnert mich an den ehemaligen Chefradaktor Gernet: „Genau, Schwefel.“ Es ist immer noch kein „richtiges“ PR-Blatt. Es werden auch Weine erwähnt, die nie eine Reklame schalten. Das ist echt toll. Reklame brauchen sie auch. Was ist das für ein komisches Ragusa? Ein Piemonte von Lindt. In etwa nachgeahmt, wie der goldalufoliene Schoggihase. Einiges fällt mir im Zug auf. Johann-Baptista … ich sage Gian-Battista. Tannin, Ricola-Bonbon, Garrique-Kräuter … gemeint sind australische Extraklasse oder alpine Frische aus dem Eichenfass – die höchste Erhebung im Sausal ist 671 Meter über Meer. Keine Ahnung, wie der Wein schmeckt, aber Schmunzeln ist erlaubt.

Ab nach Südfrankreich, wo es echte Garrique gibt. Kräuter und Weine, die nach Kräutern riechen. Herrlich. Der Ch9dP, vollmundig, trifft für viele den Geschmack. Nicht mein Ding. Die Fässer sind vermutlich sogar aus Süssholz gefertigt. Der ist nicht von mir, verteidigt sich Jean-Pierre. Chateaulacroixdespins.fr – sollten sie einen Seitenladefehler erhalten, der Name ist nicht ganz einfach. Der Wein mehrfach. In Mazan oder im Caveau de Gigondas erhältlich. Beides finde ich ohne GPS und Karte. Einfacher geht es via Divo. Nur die Dentelles de Montmirail werden fehlen.

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Unter Geiern kommt mir in den Sinn. Aber das trifft nicht zu. Bei Dominik Benz können sie sich auch beteiligen – Zins gibt es in flüssiger Form und der ist nicht zu verachten. Mit Mikrokrediten sind sie dabei. Als Anlageempfehlung, die ich eigentlich nie abgebe, ist aber sicher der Wein zu rechnen.

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Ein Bild aus einem Weinberg in Rheinhessen. Hirsche? Nein, Rehe auf dem Weingut zum Hirschof. Ich schätze, so auf dem groben West-Deutschland-Kartenausschnitt, dass das in der Nähe von Worms liegen könnte. Luftlinie fünf Kilometer. 100 Punkte. Im Kühlschrank meiner Begleitung wartete ein Secco auf uns. Der zweite. Der erste hatte ich beim Rebschneckle. Und dieser hat auch einen Albet i Noya auf seiner Bestellliste. Bitte beachten sie die URL einmal genau. Himself war bei Delinat an einem Stand. Über Katalonien und die Chancen haben wir uns köstlich unterhalten. Auf Englisch, Katalan verstehe ich nicht. Allenfalls Bruchstücke. Der Reserva Marti wurde zum 3. Geburtstag zu Ehren seines Sohnes Marti (Martin) kreiert. Er ist heute 24 und den Wein habe ich das erste Mal im Winter 1998 gekauft.

Der Hammel und die Pferde begegnen uns am gleichen Stand. Zuerst sprechen wir über den Domaines de la Bolliattaz. Villette Grand Cru. Diesen Wein habe ich als Festwirt vor langer Zeit einmal den Sponsoren des Concours von Herzogenbuchsee ausgeschenkt. Dann kommt Hansruedi, der Vorgänger von Martin (nicht der Katalane) und meint: „Du schenkst den falschen Wein ein.“ Der Luins les Cavallier wäre der richtige. Er hat den Wein gesponsort. Der Grand Crus hat auch ein Pferd auf der Etikette und wird seither immer noch am Concours für Sponsoren und Ehrengäste kredenzt. Noch Fragen? Dann wird es spannend. Ronaldo diskutiert mit. Pferde, da hatte ich eine harte Ausbildung. Kein geringerer als Freddy Knie junior und kurz darauf sind wir bei den Gemälden von Bruder Rolf. Rinaldo gibt mir Recht (Punkt 10), das freut mich. Wein und Sport verbinden. Manchmal auch Politik. Zum Glück wurde keiner von uns Grossrat … bekannte Namen hätten wir ja.

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Meine Begleitung konzentriert sich aufs Handy und ruft begeistert: „Der Federer hat gewonnen.“ Was meinst du? Na ja, gewonnen hat der andere Federer. Beide heimatberechtigt in Berneck – der eine reformiert, der andere katholisch. Auch über Rotscher oder Rosche, wie er eigentlich heisst, liesse sich viel schreiben.

Das wars. Nein, einen Stand darf ich nicht vergessen. Mit der Dame beim Festiguet alte Erinnerungen ausgetauscht. Müsste doch mal bei Ligerz auch erwähnt werden. Zu finden bei der „eigenen“ Haltestelle der Tessenberg-Bahn. An den Pinot Gris denken. Und in einigen Stunden schaut einer wieder mal vorbei, mit dem man auch über die Erlebnisse am Bielersee sprechen kann. Gespannt, mit was für einem Fahrzeug er diesmal kommt. Einmal war es mit einem Passat Diesel Turbo, der in Deutschland und der Schweiz noch nicht erhältlich war. Einziger Fehler. Im vierten Gang konnte er zu wenig schnell von Null auf 250 beschleunigen. Slow wird für einige ein Fremdwort bleiben. Bei ihm sicher nicht im Bereich essen und trinken.

 

Bedeckte Cuvées und 44 Jahre bleifreier Genuss

Sammler und Geniesser haben manchmal ein anstrengendes Leben. Einiges aus den letzten Tagen. Es muss nicht immer alles teuer sein. Aber eines muss billig sein – das Weinglas: nur Glas und ja kein Blei oder andere Metalle. Und so nebenbei – was ist ein Cuvéé? Das wohl verwirrlichste Wort im ganzen Weinbau.

Beinharte Typen in Beinwill auf dem Whiskyschiff. Einige stapfen im Kilt umher. Die Temperatur rät zumindest auf dem Oberdeck zu etwas mehr, denn kniehohe Wollsocken. Aber herrliche Gespräche, auf Englisch – sorry, Schottisch, die sind ja fast aus einem anderen Land, möchten „Europäer“ bleiben. Ich möchte mal einen klaren Whisky trinken. „Ungeniessbar!“ Wir werden sehen.

Swiss Mountain Single Malt Whisky Master Distiller – Peter Hadorn aus der Genussoase in der Stadt Bern, „den musst du probieren!“ Wunderschöner Whisky von meinem Pfeifentabak-Hersteller kredenzt. Nur, ich kaufe fast mehr antike Pfeifen, als dass ich welche rauche. Kalebasse für zwanzig Stutz und eine alte Mehrschaum für den gleichen Preis. Reinigen ist nicht ganz einfach … aber dafür ein echter Rauchgenuss. Gibt es auch auf dem Schiff. Peter mag Spass vertragen. Whisky, das ist doch das Gesöff, das mit dem Vollernter eingefahren wird, GPS-gesteuert wenn es sein muss, dann meist nur einmal gebrannt – Single Malt, tönt besser. Anschliessend kommt Geschmack hinzu – Torf, das ist wie schottische Gartenerde und Eichengeschmack.

Das Oberdeck zum Rauchen ist noch weit entfernt, aber bei Langatun stehen so viele, dass wir erst nachher hier vorbeikommen. Wir greifen vor. Einen 2005er, der erste Langenthaler Whisky ist noch fünf, vielleicht sechs Meter Luftlinie von meiner Tastatur entfernt. In einer der beiden Schatztruhen. Über den habe ich sicher schon mal geschrieben. Hans, der Chef ist nicht da. Politik interessiert ihn auch nicht mehr, denn mein ehemaliger Vornamensvetter hat ihn wieder abgelöst. Das waren noch Zeiten, als wir drei als Grossratsgreenhörner zusammen auf der Liste waren. Ich habe damals zu meinem Glück „kläglich“ versagt. Bin jetzt ja auch am Hallwilersee in meinem neuen Wohnkanton. Aber viel interessanter ist, was ich in einem Gurkenglas finde! Einen klaren Whisky! Der schmeckt nach Natur, nach einem Nahrungsmittel und nicht nach „modriger Walderde und verbranntem Holz“. Hab ich das letzte Mal vor knapp vierzig Jahren in Teenie-See – oder wie man das schreibt – genossen. Scheint nicht der heutige Whisky-Trend zu sein. Ich finde diese Spezialität nicht im Sortiment, das heute aus Aarwangen kommt.

Sprung zurück aufs Oberdeck. Villiger ist hier und Maria Sanchez. Sie freut sich über einen Link. Absoluter Höhepunkt des Whiskyschiffs. Hier ist die Luft auch trotz wenigen Cigarrenrauchern total angenehm. Im Saal des Restaurants, wo auch Whiskies ausgeschenkt werden, stinkt es wesentlich schlimmer, als in jedem Fumoir. Nur, mit Gasmaske degustieren ist nicht ganz einfach. Dann ein Tiefschlag. „Möchten Sie eine Cigarre rauchen?“ Sicher, am liebsten diejenige, die Sie eben in das Separatfach gelegt haben. „Dann müssen Sie drei Cigarren kaufen und kriegen diese geschenkt.“ Etwas peinlich. Ich möchte drei dicke Damen, drei Fat Ladies – drei Mal El Capitano.

So zwischendurch. Merken sie, dass ich doch recht gerne schreibe, aber mit der heutigen Googelei nicht mehr viel am Hals habe. Sorry, von der Fat Lady, die aus dem Sortiment gekippt wurde, habe ich kein Bild. Zugegeben, ich habe nicht extrem viele solche dicke Damen vernascht, aber aus dem Sortiment rausschmeissen … lieber Heinrich Villiger … das geht doch nicht, wirklich nicht! Das sind Marketingüberlegungen. Auch ihr „Marketingmensch“ hat dies bedauert und über viele ähnliche Erlebnisse erzählt. Übrigens, wenn’s klappt, ist die „Reklamation“ auch via Tochter Corinne und Enkelinnen auf dem richtigen Weg, dass es diese Wundercigarre wieder im Villiger-Sortiment gibt.

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Danke. Ich hab diese „Cigarillo“ erhalten. Frisch gedreht, etwas über 4 (vier) Stunden am nächsten Tag geraucht – ohne Unterbruch. Nur, ich bin ein Anfänger und habe am Schluss noch zwei neue Zündhölzer gebraucht. Wow. Wow. Wow. Das High-Light des späten Nachmittags. Es gab noch einen herrlichen Williams von änet em See und einen Gurken Gin. Vermutlich im Trend für makabre Gesöffe. Vielleicht findet er den Urs, der gemüsefreien Gin brennt – den Blackmoon Gin und habe ihm vorgeschlagen, sich mal zu treffen. Vielleicht könnte ich denen noch einige Tipps geben. Eine gute URL hätte ich denen auch – aber das Gurken-Zeugs ist echt Geschmacksache. Der nächste echte Blackmoon ist im August 2019 – zweimal Neumond im gleichen Kalendermonat.

Country-Wechsel. Ich düse gegen den östlichen Süd-Schwarzwald und im Waldhaus scheint echt was zu laufen. Diese Brauerei haben wir vor kurzem ausgelassen, denn es wäre etwas viel des Degustativen geworden. Viele Leute – Blinker raus, Steuer rumreissen, da gibt es garantiert was zu sehen.

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Knappe Stunde und eine Brauereibesichtigung, Degustation und eine Bierflasche mit in die Ferien – zwei Hefen, fünf verschiedene Gersten (Malz)und sieben Hopfen (oder umgekehrt).

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Medaillen gekröntes Weltmeisterbier dürfte auch nicht jedermanns Geschmack sein – hopfig/bitter und blumig. Die Geschmäcker sind verschieden. Hier ein ausführliches Aromaprofil um den eigenen Geschmack – oder eben ein zu degustierendes Bier – herauszufinden. Die Brauerei und der Braumeister haben echt Spass gemacht, aber das Geschenk, die Bier-Mischung, das ist heutiger Emporkömmlingsgeschmack. Pfui Spucke. Hexenzauber ist sein Name. Sorry, Hopfenzauber. Das Bier im Keller hat echt toll geschmeckt. Wieso muss heute alles auf den Spinnegeschmack abgestellt werden. Wegen des Verdienstes! Für speiüble Sachen sind die Menschen heute bereit, jeden Betrag zu bezahlen. Marketing … vor allem die davon betreffenden 5% Werbung sind heute wichtig. Verkauft der Menschheit allen Sch… . Wichtig ist, dass wir Geld verdienen. Sorry, Wein und Bier ist heute für jeden Emporkömmling erstehbar und alle rennen nach dem, was der andere sagt, es sei gut. Cuvées, sind werbemässig betrachtet nichts anderes als Mischgetränke, die auf den „Standardgeschmack“ getrimmt wurden. Meist charakterlos. Oder dann so extrem, dass … na ja, Red Bull soll ja auch ein Hochgenuss sein, wird zumindest von vielen getrunken.

Ich liebe Weine und auch Biere, die typisch sind. Sortenrein. Eine der „schwierigsten“ ist der Pinot Noir. Da habe ich eine Flasche auf dem Flohmarkt gekauft. Ohne Jahrgangsangabe. Aufgrund der Etikette habe ich zwischen 40 und 50 Jahre getippt. Fünf Franken hat der nachfolgende „Spass“ gekostet. Mit meinem langjährigen Kollegen ausgetestet. Er kennt Wein aus eigener familiärer Anbautradition. Der Korken war nicht echt rauszukriegen. Zu mürb. Also den Rest in die Flasche rein und mit einem Teesieb filtrieren. Aus dem INAO-Glas schmeckt er lau. „Das Glas hab ich aus Vaquerras, wo wir zusammen Wein eingekauft haben“. Ich erinnere mich nur noch schwach, denn wir haben in der Gegend auch Cairanne und Gigondas genossen. Die grösseren Gewächse.

Da gibt es nur den Löffeltest. Ans Glas schlagen und hören wie es klingt. Glockenklang ist für Wein fürchterlich. Glockenklang für eine Kaffeetasse ist angesagt. Porzellan muss wie eine Glocke tönen. Weingläser müssen klirren, nicht mit einem langanhaltenden Ton beim Prosten ertönen. Das dritte Glas, ein ganz gewöhnliches Weinglas, das hat es in sich. Da schmeckt der der alte Pinot herrlich. In der Nase und im Gaumen. Jiri holt ein echtes Kristallglas aus Tschechien, seiner Heimat. Heimat. Das war einmal. Hat im 68 seinen Ursprung, dass er geflohen ist. Nächstes Jahr feiern wir 50 Jahre  „Dubtscheck, Swoboda, d’Russe hei Seich abglah“. Ungeniessbar, flau und ohne Kraft, geschweige denn Geschmack. Nicht nur der Wein aus dem herrlich verzierten Glas.

Blei oder auch Platin, wie heute die Riegel-Gläser von Schott angeboten werden, sind für jungen Wein. Metall im Glas ergibt eine Elektrolyse und baut die Säure ab. Das ist bei unserem alten Wein absolut überflüssig. Das hat mir vor Jahrzehnten schon einmal der Finanzchef der Glasbläserei Hergiswil erklärt. Ich habe darauf meine Saarner Kristallgläser, schöner und billiger, verschenkt. Glas, Glas und nochmals Glas. Der Clef du Vin lässt grüssen. Die römische Errungenschaft hat die gleichen Eigenschaften. Die gestrige Weindegustation ist ein Höhepunkt.

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Das billigste Glas, rechts, in dieser Reihenfolge, ist absolut das beste Weinglas. Das Kristallglas links ist für neuen,“unreifen“ Wein geeignet.

Bleiben wir bei neuem Wein. Den haben wir zum Aperitif getrunken. Made in EU. EUR 1.29 für 1,5 Liter. Musste ich zum Degustieren kaufen. Fünf Personen haben den getrunken. Ein guter Wein, aber 100%ig eine Mischung. Eine Meisterleistung des Kellermeisters. Rund siebzig Rappen für den Inhalt einer Weinflasche. 70 Rappen! Total verrückt und zu dritt haben wir den mit einem Chablis Grand Cru verglichen. Zwei waren für den Verschnitt. Ich doch für den dreissig Mal teureren. Aber 30 Mal war er nicht echt wert. Echt eine Meisterleistung in Sachen preiswert, was heute Kellertechniker anbieten. Der Chardonnay lässt grüssen. Wer sich in die Kalkulation von Wein einleben kann, der findet echt preisliche Trouvaillen. Oder anders gesagt, für Marketing haben die nicht mehr viel Spielraum. Nur, viele Leute wollen heute einen teuren Wein, eine moderne Etikette, klingende oder bekannte Namen.

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Die Weinproduktion ist heute so professionell, dass man lieber die Kostenseite, als die Verkaufspreise anschauen muss. Nur, an diese Zahlen kommen sie selten heran. Bei einem beliebten Wein in der Schweiz habe ich in meiner Jugendzeit den Einstandspreis gesehen. Damals, als die Zollpapiere noch am Kesselwagen angebracht waren. Der Don Pasqual war mit 90 Rappen je Liter in die Schweiz eingeführt worden. Das prägt Zahlenmenschen, die ihr Studium in Marketing abgeschlossen haben.

Auf dem Bild oben ist auch Bergbauernmilch zu sehen. Kuhmilch, das möchte ich eigentlich. Die Biomilch hatte 3,8 Prozent Fettgehalt, die andere nur 3,5 Prozent. Milch, die unsere Bauern abliefern, muss immer über 4 Prozent haben. Die Differenz ist Sahne – für den Handel. Schön, wenn man sieht, dass auf einem Beutel auch Bananenmilch, Vanillemilch und Erdbeermilch angepriesen werden. Aus was werden die wohl gemacht.

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25 Prozent Fruchtbestandteile aus Konzentrat. Fröhliche Früchtchen! Das heisst, 90 bis 95 Prozent zugefügtes Wasser …

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… weniger Wasser gibt es nur bei der Donauversickerung. Nämlich gar keines mehr. Die blaue Donau lässt grüssen.

Übrigens, auf dem Flaschenboden des Savigny-les-Baunes steht „74“. Das Jahr, in dem die Flasche gegossen wurde. Mit dem richtigen Weinglas, bleifrei, schmeckt ein alter Wein unter Umständen herrlich. Und wer alten, anscheinend ungeniessbaren Wein ausschütten will, soll den doch mir geben. Ob es ein Cuvée ist spielt eh keine Rolle.

Das wohl undefinierteste Wort in der ganzen Weinwelt. Ein tête de cuvée, das Beste eines Weingutes oder der Cuvée in der Champagne, der zuerst abfliessende Traubenmost, der süsseste, beste. Cuvée ist im Französischen ein separat vergorener Wein, genaugenommen ein Behälter, cuver son vin – gären. Im deutschen Sprachgebrauch ist Cuve oder Cuvée eine Mischung. Über einige Cuvée gehört ein Deckel drauf – Duvée drauf oder couvre. Es gibt vier Cuvée-Gebiete, die man wirklich kennen sollte: roten und weissen Bordeaux, Champagner und Ch9dP – Châteauneuf-du-Pape mit bis zu dreizehn, resp. 22 zugelassenen Weinsorten.

 

Engel reisen zu den Weinbergschnecken

Der Männerchor war wie alle Jahre wieder mal auf Reisen. Ob der Zweitagesausflug auf den Kaiserstuhl gut war, müssen sie die andern fragen.

Der Beitrag ist etwas wohl ausführlich, aber eignet sich, um eine solche Reise noch einmal zu erleben – vorzugsweise mit andern Leuten. Und wenn sie „klauen“ wollen, kontaktieren sie mich … es gibt noch einiges, das nicht hier zu finden ist. Abstimmen muss man auf die Teilnehmer … bei uns mehrheitlich Biertrinker … und sie kamen auch auf ihre Rechnung.

Wär hets organisiert? Stephan und Josef und deshalb danke ich an dieser Stelle allen andern, nur mir nicht. Josef schon, der schreibt ja nicht den Beitrag … aber Mails und telefoniert damit alles klappt. Gut drei Mails pro Teilnehmer, denn wir wagen uns in eine Gegend vor, wo es nicht allzu viele Gruppenreisen gibt und das grösste Hotel vor Ort wurde eben umgebaut. Die Antwort von der Stadt Breisach wird wohl nie kommen, denn das Best im Western gab vermutlich keine Infos an den neuen Besitzer weiter. Eigentlich das Beste, was uns hier in der Hochsaison während der Traubenlese geschehen konnten.

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Wär hets erfunde? Ricola. Hier gab es nach dem Überqueren des Passwang den ersten Halt. Der vermutlich grösste industrielle Stampflehmbau der Welt, das Kräuterzentrum , wurde von aussen betrachtet. Aus hygienischen Gründen ist eine Fabrikbesichtigung nicht möglich.

Wenn wir schon bei der Hygiene sind, das zweite bekannte Unternehmen in Laufen, früher Kanton Bern, heute Basel-Land, ist eben Laufen, das seit fast 20 Jahren dem spanischen Roca-Konzern gehört. Wer hier nicht sattelfest ist, in welchem Kanton er sich befindet, ist in guter Gesellschaft. Das Wochenende wurde wieder ein Pflock eingeschlagen. „Abgeschlossen!“ Ich denke nicht, denn die „Juraübung“ dauert jetzt schon zweihundert Jahre – 202 genau, Wien lässt grüssen. Seit Verlassen der Autobahn hätte ich nur über Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, erzählen können. Eine etwas „hinterlistige“ industriegeschichtsträchtige Angelegenheit im Intimbereich. Papierfabrik Balsthal, Tela, Attisholz Holding und Borregaard, Hakle, Kimberly Clark und die indische Saber. Echt intim, wer da voll durchblickt. Und da wären noch die verschiedenen von Roll Fabriken zu erwähnen, die dafür besorgt sind oder waren, dass das Spülwasser angeliefert wird.

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Singen ohne Ricola, das geht bei uns nicht. Vermutlich  haben wir auf der Reise nie gesungen, weil wir hier einen ganzen Stoffsack der  Geschmacksrichtung Gletschermünze geniessen konnten. Von den beigemischten neuen Kräuter-Caramel hat vermutlich nicht jeder probieren können – die waren extrem schnell weg. Nur, das gewohnte Original mit 13 Kräutern bringt Männerstimmen anscheinend zum Tönen. Ja, wer verkauft schon über die chinesischen Onlineshops? Ricola ist schon bei Alibaba dabei. Sogar für Frauen findet sich ein praktisches Ricola-Zubehör. Wie anhin geniessen, wird wohl weniger umständlich sein.

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Im Bund ist in seinem Beitrag – ein Tag nach unserem Besuch – ein aktuelleres Bild des Kräuterzentrums von innen zu sehen. Meines entstand kurz vor der Eröffnung. Wenn sie an Lehm interessiert sind, hier die brandneue Pressemitteilung für die „Wahre Erde“. Die letzten beiden Links werden in unsere Geschichte eingehen. Wetten? Migros wird seine Produkte in China mit Kaola verkaufen. Das ist kein Witz. Unser Reisewochenende wird die Welt nicht vergessen. Ja, wenn Engel reisen …

… derweil unser Cardriver Claudio etwas aufgeregt nach einem Ersatz-Kabel für das GPS suchte und den zugeteilten Parkplatz nicht berücksichtigte. Missachtung von Ricolas Befehl. Im Militär würde er jetzt eine Woche zu Fuss gehen … Spass beiseite, wir hatten den Plausch und er auch. „Solange ohne Autobahn bin ich noch nie gefahren“ und das hat er am Ende via Mikrofon erzählt. Nach dem Mittagessen im dritten Land konnte ihm ein Klaus eine Garage vermitteln, die so ein altes Kabel an Lager hatte. Da liegt nun auch schon ein Dezennium dazwischen und heute haben wir noch viel mehr Leistung in einem Handy oder wie das Zeugs heute heisst. Nur, immer haben alle Probleme mit Apfel und Kohorten. Und Schreiben war vor 500 Jahren mit dem Federkiel schneller. Das Leimental hat auch seine Tücken und im Elsass könnte man sich streiten, ob vor uns die Vogesen oder der Schwarzwald in der Ferne ersichtlich sind, wenn man „querfeldein“ und nicht über Basel reisen möchte. Ein Ratschlag, vergesst ab und zu mal die moderne Technik und macht auf einer längeren Reise einfach Kopfakrobatik. Zugvögel haben das immer im Griff … na ja, wir haben restlos alles in der festgesetzten Zeit gefunden.

Mann und frau hätte ja einen Kräutertee beim Benediktiner Kloster Mariastein geniessen können. Oder einen St. Anna WeinMarechal Foch, Pinot Noir, Regent und ab und zu gibt es auch einen Cuvée. Einen mit Foxton? Nein, das lasse ich sein, es wird heute noch eine Neuzüchtung zum Trinken geben. Im Rebberg hinter dem Kloster sind geschätzte 1000 Rebstöcke. Keiner geht hin und dann ab in die Kirche. Oh weia, eine ausserordentliche Predigt und mindestens fünf in „Vollmontur“. Alle in festlichem Weiss. Ich kenne nur „Rot und Schwarz“ von dieser Region aus persönlichen Gesprächen. Kopf zurückziehen, denn hier ist eine heikle Gegend. Basel und hier Solothurn eingequetscht, keine Handvoll Kilometer von Röschenz entfernt. Soviel sehe ich, Koch und Trauffer stehen nicht in Reih und Glied. Draussen vor der Kirche spielt ein Blinder auf einer transportablen elektronischen Orgel. Drinnen wären zwei ziemlich neue, alt aussehende Orgeln zum Bestaunen. Der Obolus für den Opferstock erhält der Musikant. Ich höre ihm einige Minuten zu. Weit und breit ist niemand anderes zu sehen. Ein eindrückliches Orgelspiel.

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Fliegend gehts in den beiden Tagen über die Grenze, aber der Formularkrieg muss peinlich genau geführt werden. Wie viele sind im Car? He, da ist noch einer draussen und wir fahren schon. Max, ruft einer. Ne, es war einer von Geistlich. Nicht vom Kloster, von der Knochenstampfe. Heute ist der Tag des Holzes und wir fahren bei der eindrücklichsten Holzsägerei vorbei. Es gäbe so viel zu sehen, wir könnten eine Woche unterwegs sein. Die Goldstein Creation sägt und schleift 200 Millionen Jahre altes Holz. Zu finden, kurz nach dem Überqueren des 237 km langen Rhone-Rhein Kanal, der es ermöglicht mit dem Schiff vom Mittelmeer quer durch Europa zu fahren.

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Die Leute verspüren Hunger, also fahren wir nicht der kurvenreichen Weinstrasse durchs Elsass entlang. Die ist ja nur 185 km lang und anschliessend folgt die 85 km lange deutsche Weinstrasse. Wir machen auch den kleinen Umweg zum Kernkraftwerk Fessenheim nicht, dem ältesten und leistungsschwächsten KKW in Frankreich das noch im Betrieb ist – 1760 MW. Halb so viel Leistung, wie alle KKW in der Schweiz. Wetten, dass sie nicht alle kennen?

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Moderne Technik und alte Lagertechnik. Reben sind im Elsass nicht vorherrschend. Es ist eindeutig der Mais. Mach ke Mais!

Der Hunger wird beim Weingut-Rebschneckle gestillt, das ich seit der Gründung 1981 kenne und seither regelmässig besuche. „Angeheirate Verwandtschaft“ hat mich zum ersten Biowinzer im Kaiserstuhl gebracht. Da gab es nur noch eine, die etwas schneller war. Seine ehemalige Freundin mit dem Sonnewirbele (Löwenzahn), das schon lange nicht mehr existiert. Zuerst hat man über Klaus Labudde gelacht, dass er „Gründünger“ im Rebberg hatte. Dann das erste Gewitter in den Rebbergen des Kaiserstuhls und die Hänge sind auf dem Lös-Boden regelrecht abgerutscht. Heute ist praktisch der ganze flurbereinigte Kaiserstuhl „grün“. Brach liegen meist nur Neuanpflanzungen.

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Zur Weinbaugeschichte müsste eigentlich einmal nachgetragen werden, dass ich Klaus mit Heger, einem der besten Weingüter in Deutschland, bekannt gemacht habe. „Ein Berner muss mir den Biowinzer vorstellen, der dreihundert Meter neben mir wohnt!“ Zwei Jahre später stellte ich fest, dass die Rebschneckle Weine noch besser ausgebaut sind. „Du bist schuld, denn Heger ist heute mein Kollege.“ Der Sohn Luca hat auch die Hälfte seiner Weinausbildung bei ihm gelernt und die andere Hälfte beim Weingut, das wir morgen besuchen. Luca ist dort sogar auf einem Bild verewigt, wie ein Reiseteilnehmer feststellte.

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Es scheint sich gelohnt zu haben, obschon der andere jährlich einige Tausend Mal mehr Wein herstellt. Klaus Labudde ist vermutlich die modernste Lohnweinabfüllerei von Deutschland und spezialisiert auf die Druckabfüllung. Wein wird mit Kohlesäure angereichert und abgefüllt. Prosecco lässt grüssen. Der heutige Trend in der Weinherstellung. Ein Blick auf seine Referenzen ist eine Freude. Wenn sie mal wirklich gut essen wollen, merken sie sich Franz Keller. Reservation ist empfehlenswert.

Bei der Weindegustation hat sicher jeder seinen Liebling auserkoren. Secco, Weisser, Weissherbst (rosé) oder Roter. Der letzte Rote wurde blind verkostet. Die meisten waren nicht wirklich begeistert. Für einen Garanoir, einer Neuzüchtung, aber sehr gut, wenn man ihm etwas Luft gibt. Es war ein Schlossrueder. Ein ganz spezielles Dankeschön an Bonney und Klaus. Es war toll. Zumindest ich komme wieder … oder ihr mal ins Ruedertal. Dann könnten wir am Donnerstag zusammen singen.

Quer durch den Kaiserstuhl und bei einem Zwischenhalt sind die meisten ausgestiegen und haben eine Wanderung über den ehemaligen Vulkankegel ins Liliental unternommen. Zwei ganz Verwegene sind gar hoch auf den Neunlindenturm gestiegen und mit einer sensationellen Aussicht auf den Schwarzwald, das Marktgräflerland und die Vogesen belohnt worden.

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Das Wetter war zum Hochsteigen toll. Wolkenspiel und seit Labudde keinen Regen mehr. Regen? 13 Tropfen bei warmen Wetter und Sonnenschein. Und etwas mehr Tropfen hat er mir mitgegeben … als Ausgleich für den Ruedertaler, so dass die Vereinskasse nicht belastet wird. Hinuntersteigen ins Liliental ist alleine einen Tagesausflug wert. Total schön, wenn sie im Spätfrühling oder Anfangs Sommer hingehen.

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Tausende von Orchideen beim Rekognoszieren. Ein Paradies für Orchideenliebhaber. Wer gerne seltene Bäume sieht, ist hier gut aufgehoben. Zu finden ist die Felsenbirne – schmeckt nicht sonderlich gut – und der Speierling. Im kleinen Schlösschen, dem Gasthaus zur Lilie, stiessen die Wanderer mit den Carfahrern zusammen. Draussen in der Gartenwirtschaft, umgeben von zig verschiedenen Bäumen. Fast alles was wächst, sieht man hier. Nur Pfifferlinge in der Pfanne hatten sie (diesmal) noch nicht. Das  ist ein Gratistip und der ganze Beitrag kann verwendet werden, um die Reise mit dem Gewerbeverein usw. usf. nachzuahmen … drei haben mich schon angefragt, ob sie Unterlagen erhalten könnten. Hier steht eigentlich alles.

Und ganz wichtig, wenn sie ein Hotel suchen, denn fragen sie das Hotel zum Schiff in Freiburg, Sankt Georgen an. Da gibt es nur einen Nachteil. So zumindest Herr Frey, der Eigentümer. Während der Lese (Wimmet oder wie das überall heissen mag) ist die im Hotelkelller untergebrachte Weinkellerei etwas überstellt. Der Hotelier gewährt uns sogar einen Blick in den Gärbottich und im daneben liegenden Raum, in seine Brennerei –  im Hotel wohlverstanden. Ich habe sieben Jahre in dieser Branche gearbeitet, aber das ist auch für mich ein absoluter Hit.

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Vorderste Reihe – links und rechts zwei Brenner. Das Essen ist auch nicht angebrannt, aber zuerst gab es eine Einweihung in die Hotelgeschichte. Die finde ich nicht im Netz, aber die erzählt der Hotelier beim Apéro im Restaurant. Den Ledignamen seiner Urgrossmutter habe ich mir nicht gemerkt. Aber, dass nicht einmal mein Mitorganisator eingeschlafen ist .., total spannend, wie er die Geschichten erzählt, warum das Hotel zum Schiff heisst. Ochsenfleisch, zubereitet als Tafelspitz (Siedfleisch) bestellten die meisten. Kann man das essen? Ich habe vergessen, nach der Adresse des Metzers zu fragen. Noch Fragen?  Und dann das Frühstück. Schwachpunkt sind alleine die Käse … aber das ist ein deutschlandweites Kapitel. Zur Ehrrettung ist zu sagen, dass es auch bei uns im Tal teuren, aber … Käse gibt. Gekauft mit dem Garanoir. Übrigens, mein Übernahme von einem Sängerkollegen ist „Chäshändler“. Und nicht vergessen, den Hauswein bestellen … EUR 12.80 die Flasche. Restaurantpreis nicht über die Gasse. Absolut sensationell.

Das war ein echter Frey-tag … Car und Hotel. Herrlich kutschiert im einen ernährt und gepennt im andern. Übrigens, die Wettervorhersagen waren nicht so rosig, aber wenn Engel reisen gibt es Sonnenschein, sicher keinen Regen, aber doch imposante Wolkenfronten. Mal schauen, was der Samstag bringt.

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Paul übernimmt Kugelis Aufgabenbereich … Verspätungen organisieren. Exakt eine Viertelstunde und Herr Frey hat uns zuvor persönlich im Car verabschiedet. Das nennt man persönliches Marketing.

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Der Badische Winzerkeller ist immer noch die grösste Kellerei in Europa. Die erste ist Gallo, dann folgt ein Südafrikaner und auf der vierten Stelle ist eine Kellerei in der Krim. Die grösste Kellerei hat etwa das 20-fache an Jahresumsatz, als die Kellereien in Breisach, die 120 Mio. Liter Lagerkapazität hat. Aber heute noch knapp die Hälfte gefüllt hat. Das ist ein Nachteil, wenn die Qualität steigt und der Hektarertrag sinkt.

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Herr Rother, der einzige Angestellte im ganzen Unternehmen, der auch offiziell Weissen geniessen kann, können sie alles fragen. Drei Jahre schon in Pension. Vermutlich sogar mit Trudi Gerster oder Franz Hohler verwandt. Er ist schlagfertig und erzählt, dass im erst ein Baby die Sprache verschlagen hat und er fünf Minuten sprachlos war. Er zeigte ihm die Flasche von Gosch mit einem Fisch drauf. Lore wusste eine Antwort: „Papa!“ das verschlug ihm nur zwei Minuten die Sprache. Der Säugling sagte „Brrrrrrr“. Erinnert uns ans Einturnen beim Singen. Übrigens, diesen Wein, einen Rother, sorry Roten, ist erst geniessbar, wenn sie diesen dekantieren. In diesem Hause gibt es eindeutig bessere Weine … aber über Geschmack lasse sich ja bekanntlich streiten. Es gibt auch bessere Qualitäten … und darüber kann man diskutieren, aber nicht streiten. Die Flasche mit dem Grossaugen-Thun hat nichts mit der letztjährigen Vereinsreise via Thun zu thun, sorry tun. Keine Etikette, aufgedruckt – kommt in meine Sammlung mit den verschiedenen Weinflaschen und anderen -Utensilien. Ja Sammlung. Ich bewerbe mich demnächst als Bundesrat, denn heute hat der neue BR Cassis eine seiner Eigenschaften preisgegeben. Ich habe rund viermal mehr Vinyl als er. Und wissen sie, woher der Name Vinyl kommt – von Wein. Na dann prost … jetzt läuft ein russisches Orgelstück, vinylt und daneben steht nun ein Glas roter Gosch, eine Cuvée. Eine Mischung von verschiedenen Rotweinreben und mit starkem Eichengeschmack. Nicht mehr mein Ding. Mit Bordeaux dieser Art habe ich angefangen und heute liebe ich die Südfranzosen, Tschechen und Deutschen aus dem Stahl-, Glas-, Ton- oder Betontank. Ich liebe den Geschmack von Reben und nicht von Holz. Bin voll im Trend, eher voraus … aber bis das alle merken, vergehen mindestens noch zwanzig Jahre.

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Mit der Fasskellerbahn fünfmal im Tempo Teufel um den grossen Tisch rum – heute ohne Stange, bei der mal eine Tabledance vorgeführt hat. Um die Pneus aufzuwärmen. Also geht es nicht in die Hölle, sondern in den Keller mit den Raritäten …

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… den grössten Holzfasskeller Deutschlands. Wie man auch hier sieht, wird während der Lesezeit gearbeitet und dabei kann der Boden halt nass oder gar klebrig werden, wie eine Dame gestern erschrocken festgestellt hat.

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Trump twittert. „It was so fantastic, I couldn’t drink it all.“ Und ich musste eine Amerikanerin darauf aufmerksam machen, dass sie ruhig in unserem Bus bleiben dürfe, aber vermutlich doch besser mit einem von Gate1 in ihrer Reisegruppe aufgehoben wäre. So viele Besucher habe ich hier noch nie gesehen. Die beste Führung war auch mit einem Amerikaner und sein Kollege hat sie geleitet. Der Architekt der ganzen Anlage.

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Breisach … ach … überall Strassen gesperrt, also muss man sich aushelfen und an der besten Ecke kurz anhalten und aus- resp. später einsteigen lassen. Von diesen wilden Reben hat vermutlich noch keiner einen Wein gemacht. Dann im Bus rund eine Viertelstunde Regen. Wenn Engel halten, scheint immer die Sonne.

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Schwarzwald? Wo. Eher Grünwald und ab nach Sankt Blasien, wo wir noch einen Crashkurs in Deutsch machten. „Eine Stange bitte.“

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René musste mit einer Laugenstange Vorlieb nehmen.

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Vermutlich haben an unserem letzten Rastplatz nicht ganz alle den Dom besucht. Eindrücklich. Einer der grössten Kuppelbauten in Europa. Kennen sie den wesentlich grösseren in der Schweiz? Die Markthalle Basel. Der Ort, den unsere Dirigentin von Frick aus mit der Bahn erreichte. Wir erreichten via Staffelegg, quer durch den Aargau, am Schluss noch die Pizzeria Sternen Walde, wo der Ausflug ausklang. In den zwei Tagen nie den Regenschirm oder die -jacke angerührt. Aber viel Sonnenschein … gibt Hunger und ganz viel Durst. Manchmal halt doch eher Bengel, denn Engel.

Alles Käse oder was …

so war 2016 garantiert nicht. Viele schöne Seiten, wobei der Mensch, vor allem Medientätige die Eigenheit haben, lieber das Negative zu erwähnen.

Ja, warum wohl? Weil die Menschen solches Zeugs eher mögen. Fangen wir doch gleich beim Käse an. Beim Geniessen. Mascarpone hat die Eigenschaft, uneingefroren nicht lange haltbar zu sein. Zuviel produziert und dann … na eben nicht. 3 Kilo für 2 Schweizer Franken! Und 250 gr. Schlagsahne in der Dose für fünfzig Rappen. Sorry, da muss man über den Schatten springen. Ökonomie und Ökologie studiert, da muss man Kompromisse eingehen, optimieren. Und das mache ich mit Kaki.

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Ich habe acht Jahre beruflich mit Obst zu tun gehabt, bin in einigen südlichen Ländern rum getrumpt, sorry getrampt und als Geniesser dem Guten nie abgeneigt gewesen. Wenn sie in einem Rezept lesen, dass die Götterfrucht, wie sie auch genannt wird, in Scheiben geschnitten wird, dann vergessen sie alles, was sie je über diese heidekrautähnliche Frucht gelesen und gegessen haben. Ungeniessbar, Giftklasse 5 hiess das früher. Orange, das geht jetzt wirklich nicht, das ist den Orangen und ähnlichen vorbehalten. Rot und pflütterweich muss es sein. Richtig grusig muss es aussehen. Mein Kollege Essig hat die fürs Dessert vorbereiteten in den Kübel geschmissen. Der war zum Glück ausgespült und von mir immer nur für Lebensmittel verwendet worden. Mit der Schale untereinander rühren. Wenn es pelzig ist (Tannin wie beim Wein), dann sind sie noch nicht reif. Vors Fenster stellen und gefrieren lassen, das hilft. Ungeziefer hat es nicht, denn diese Frucht ist weltweit schädlingsfrei und eine der ältesten Kulturpflanzen.

Umdenken, in Frage stellen, anderes und alles ausprobieren. Das dürfte für manches Gebiet in Zukunft angesagt sein. Ein Dessert der Sonderklasse, das sie in jedem gesternten Restaurant für teures Geld anbieten können. Dabei ist es zurzeit spotbillig. Aber bitte nicht für nächsten Sylvester so kalkulieren. Was weggeworfen werden soll, wissen wir nicht. Vermutlich war das ein einmaliger Luckypunch mit dem Doppelrahm-Frischkäse – hat ja nur 80% Fettgehalt. Ein anderer Kollege ruft mich „Käsehändler“. Sein Sohn Jonas wird 2017 unter einer Dessertneurose leiden. Über den Milchpreis, den sein Vater erhält mag ich jetzt nicht diskutieren, wir wollen doch eher positiv denken. Einige der daraus hergestellten Produkte dürfte in Zukunft das Zeichen der Armbrust fehlen – Swiss made – in Zukunft genau hinschauen.

Zum Weinen? Nein, hier gibt es Wunderschönes. Eigentlich gibt es keine schlechten Weine mehr. Sogar die unterste Qualitätsstufe hat ihre Reize.

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„Diese Quittung musst du aufbewahren.“ Eine Flasche Merde. Vin de Pays. Genossen und vor allem den Ärger runtergespült, dass sie nebenbei sechs Flaschen Cairanne aus dem Wagen geklaut haben. Positiv sehen: Scherben bringen Glück. Das Kapitel „Cairanne“ ist um eine Story reicher – zum Glück war es solcher aus dem Lidl. Übrigens, Aldi Nord und Süd machen neuerdings gemeinsam Werbung. Ja, Migros steigt ins Apothekengeschäft ein. Demnächst dürften nicht nur Medikamente sondern auch Nahrungsergänzungsmittel in der Schweiz im Preis fallen. … so und ich schenk mir jetzt ein Glas Weisswein ein – offener aus der Côte-Rhône … müsste eigentlich in Flaschen abgefüllt werden, aber die Konsumenten kennen die schönen Weissen aus dieser Gegend zu wenig.

Dieses Jahr gab es einige wunderschöne Degustationen. Die Jubiläumsdegustation von Divo, die beste in rund 40 Jahren Club de la Barrique über gepanschten Wein und diverse Hölzer für Fässer und am nationalen Brennertag einen Cognac XO im Vergleich zu einem 20-jährigen Calvados Schokolade und einem 21-jährigen Whisky – genau diese Reihenfolge und der erste ist mit Abstand mein Liebling.

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Bleiben wir bei der Industrie. Unser Bundesrat empfindet es als positiv, wenn die Ruag expandiert. Zumindest mein Besuch und begleitet mit klarer Sicht bei der Ruag in Emmen war eindrücklich und spannend. Und einer ist von der Schweiz begeistert – Donald Trump. Hoffen und glauben wir es. Wechseln wir doch kurz zur Kirche, resp. zur Religion.

„Schon bald ging es um Leben und Tod“ – der Theologieprofessor Sallmann über Luther und Zwingli und 500 Jahre Reformation. Spätestens am 99. Tag von heute an spreche ich mit Martin über das liberale Pilgern.

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Ein wunderschöner Lichtblick in der Kirche, die man nur aus Südaufnahmen kennt – Notre Dame du Haut in Ronchamp …

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… die unbekannte Ost-Seite. Der auf der Zehnernote hat die Kirche, vermutlich das bekannteste Bauwerk der klassischen Moderne, erbau und dieses Jahr wurde das Schaffen des Schweizer Architekten zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Und liebe Leute im Fellergut, ich muss euch enttäuschen – Arbon wurde zehn Jahre früher gebaut. Wenn ich jetzt so an Hochhäuser denke, muss ich für meinen Kollegen eine Gedenkminute einschalten – auf dem Sofa, das an Le Corbusier erinnert.

Zeit, um eine neue Schallplatte aufzulegen. „Neue“ ist eigentlich das falsche Wort, eine 70zig-jährige singt – Mireille Mathieu. Le vent nous portera ein Song von Noir Désir (Manu Chao Gitarre) singt heute auch Sophie Hunger

… die den zum dritten Mal vergebenen Grand Prix Musik erhalten hat. Schön, dass hier Künstler ausgezeichnet werden, die nicht einfach für die Masse Musik produzieren. „Das Leben ist zu kurz um schlecht Musik aufzuführen und zu machen.“ Das sagt der letztjährige Preisträger Heinz Holliger. Der Beitrag über sein „Leben und Werk“ wurde à jour gebracht.

Ganz immer schafft es keiner, aktuell zu bleiben. Zur Zeit ist ein Artikel (Seite 30 und 31) vom neuen Finanzmagazin Sphere noch nicht online (allenfalls dann auf www.sphere.swiss) „Ein Jahrzehnt im Schnelldurchgang“, zeigt, was in der letzten Dekade bewegte. Then Years After, I’m going Home, ist ein Musikstück, das zumindest mal persönlich bewegt, berührt …

Und wenn ihnen das 2016 etwas zu wenig steil war, empfehle ich die Nordwand vom Obergabelhorn … vorsichtshalber vom bequemen Sessel aus.

Coming war im letzten Jahr  … bei Redbull im 2016 mit allen echten Höhepunkten … und ein steiles, gemütliches, tolles und vor allem gesundes und friedliches 2017.

Und sollte es ihnen an Sylvester langweilig werden, die allerneuesten historischen Freigaben von „Hitlers geheimes Spionagenetzwerk in der Schweiz“ könnten ihnen dies ermiesen. Hier die Dokumente der OSS – Office of Strategic Services – heute verwaltet das CIA die Dokumente.

Ein Ausschnitt aus dem ersten Dokument, der Spannendes vermuten lässt:

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Pomelkophiler zeigt Zieher und Heber – eine Zapfenzieherperformance

1795 wurde das erste Patent für einen Zapfenzieher von einem englischen Pfarrer angemeldet. Was würde näher liegen, dass diese in zwei Hauptkategorien aufgeteilt sind – mit Seele und ohne Seele.

Zuerst muss abgeklärt werden, ob allen der Begriff Zapfenzieher klar ist. Sollte dies der Fall sein, so darf dieser Beitrag, der als Grundlage eines kleinen Referats über Zapfenzieher dient, in Mundart gehalten werden. Ein Sammler unter fast 20 Künstlern. Eine Künstlerin klärte mich auf. „Dies ist eine Korkenzieher-Performance“.

Sprachen sind nicht ganz einfach. Der Schweizer hat seinen Zapfenzieher, der Österreicher den Stoppelzieher, das ist kein Rasierapparat oder Barthaarzupfer, und offiziell heisst das am weitaus meist verwendete Gerät zum Entfernen eines Korken oder eben Zapfens, der Korkenzieher.

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Hier ein Bild des weltersten echten Zapfenziehers – kurz vor der Vernissage erstellt.

Sammeln kann eine Wut sein oder eine Lust. Vor allem bei Pomelkophilen oder Helixophilen, da habt ihr bei den eindeutigen Bildern doch alle gleich Hintergedanken, geht es eher um Kunst. Dieses Museum mit rund 1200 Stück in Ménerbes auf der Domaine la Citadelle müsste man einmal besuchen. Kein mondäner Ferienort, eher ein Geheimtyp. Dora Maar, eine Muse von Pablo Picasso wohnte hier. Sie war auch eine Bekannte von Louis Aragon, einem der Begründer des Surrealismus. Salvador Dali, Joan Mirò und der Schweizer auf der 100-Franken-Note lassen grüssen. Korkenzieher und Kunst verbinden und viele Künstler kennen dieses Werkzeug, brauchen es gerne, manchmal gar zu oft. Ganz alles kann ich heute nicht erzählen oder aufschreiben, wer mehr wissen will, kommt halt mal in mein Wohnzimmer, zwar noch eine Baustelle, aber die Möbel sind von einem gestaltet, der Schüler von dem auf der 10-er Note war. Gute 50 Jahre alt und aus der Musterwohnung des weltbekannten Quartiers, des Tscharnerguts. Ein Unikat eines bauhausmässigen Möbeldesigners.

Design ist ein Modewort, es kommt von Zeichnen und im industriellen Design gibt es verschiedene Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit es ein Design-Produkt ist.

  • praktische Funktion, wie Ergonomie, Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit
  • sinnliche Funktionen, wie Ästhetik, Haptik (spüren sie am klebrigen Muster)
  • ökonomische Funktionen, wie Kosten, Technik, Fertigungsschritte, Logistik
  • ökologische Funktionen, wie Lebensdauer, Entsorgung

Zum letzten Punkt hat damals der Direktor des Design Center zu unserer NDS-Arbeit gesagt: „Das wird nie nötig sein.“ Zwei Jahre später hat er als waschechter Casanova dies als seine Idee vorgetragen. Ab und zu im Leben muss man aufstehen und etwas berichtigen. Einer unseres Dreierteams kam übrigens aus Kirchleerau, unserer Nachbargemeinde.

Zusammenfasst kann gesagt werden, dass praktisch kein Korkenzieher alle Designanforderungen erfüllt. Lassen sie nie, niemals einen Sammler reden. Der hört nie auf. Ich kürze ab, im Finanzblog wird mehr stehen. Und wenn wir schon bei der Kunst sind, ich sammle nicht nur Bilder, sondern auch schöne Weinetiketten und andersartige Weinflaschen.

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Der Besitzer der Hammel S.A. Rolle, der Hammel Vins, hat das Original von Jean Tinguely und durfte 1000 Wein-Etiketten drucken. Die allermeisten dürften weggeworfen worden sein. Im Internet bin ich nirgends auf diese Kleinauflage gestossen und dabei wurde eine dieser Flaschen der Domaine de Riencourt (1989) für tausend Franken versteigert. Die Kreditanstalt hatte in Langenthal eine Kunstausstellung und wir schenkten diesen Wein am Freitag, 30. August 1991 aus. Erst am nächsten Tag haben wir beim Abernten von fünfzig Johannisbeerstöcken für die Weinherstellung , aus dem im Garten aufgestellten Radio in den 11-Uhr Nachrichten erfahren, dass Tinguely an diesem Tag starb. Zuvor gönnten wir uns diesen Chasselas als Apéro und bestellten telefonisch auf dem Alibiphon noch zwei Kartons. Einen für mich, einen für meinen Bruder. Wir haben sie erhalten, obschon das Weinhaus erst ab diesem Tag den Wein mit einem Zuschlag von zwei Franken gut hat verkaufen können. Eigentlich traurig, dass ein Künstler oft erst nach seinem Tod richtig begehrt wird. Selbstverständlich ist heute der Korkenzieher von Hammel ausgestellt. Über drei Mitarbeiter, Hans, Hansruedi und Martin gäbe es noch viel zu erzählen. Alle drei sind irgendwo im Finanzblog schon erwähnt worden, derjenige mit dem Namen wie ein bekannter Tennisspieler ist als Grossratskandidat sogar in einem Bild verewigt.

Die Pomelkophilie der „freundlichen Stöpselzieher“ oder die Philatelie der „freundlichen Steuerbefreiter“, könnte ganz schön ins Geld gehen, wenn man spezielle Luxusstücke kaufen will. Einige tausend Franken könnte man pro Stück ganz einfach ausgeben. Zwei Stück haben über hundert Franken gekostet – diejenigen, die ich in der Küche habe. Über gesammelte 300 Stücke sind doch nicht schlecht und es befinden sich auch Stücke aus dem 19. Jahrhundert darunter. Nicht jeden Preis zu bezahlen und trotzdem schöne Stücke zu finden, das macht Spass. Ländliche Flohmärkte und Brokenstuben sind für Sammler ein Eldorado. Ein Zapfenzieher, ein Gebrauchsgegenstand der bei Wohnungsräumen in der Brockenstube oder im Abfall landet. Die allererste Zapfenzieher-Recycling-Box steht an der Ausstellung und dann neben meiner Haustüre. Jedes noch so wertlos aussehende Stück wird gesammelt. Querbeet.

Der Hélice, ein französisches Urgebilde, wird nicht einmal im französischen Wikipedia erwähnt – und nun könnte es schrecklich kompliziert werden. Ich möchte mich nicht auf die Äste lassen, was mathematisch eine Helix ist und wie das berechnet wird. Die bekannteste ist wohl die italienische Teigware, die Fusilli, die Teigwaren-Spirale. Und die häufigste, die Desoxyribonukleinsäure – DNS oder engl. DNA – erinnert an den orangen Zapfenzieher mit einer Doppelhelix. Der hat eine richtige Seele, wo ein Streichholz in den Wendel oder Krätzer gestossen werden kann. Vom den andern, die keine Seele haben, gibt es jede Menge an Zapfenziehern, die den Korken durchlöchern und eher als Bohrmaschine für Gipsplatten oder zum Suchen von Erdöl eingesetzt werden können – Korkenzieher mit einer Schraube.

Und es gibt die weltgrössten Korkenzieher, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen äusserst beliebt sind, der Interlocking Corkscrew auf Achterbahnen – alle gebaut durch Bolliger & Mabillard – einem Schweizer Ingenieurbüro. Der weltgrösste echte Korkenzieher ist auch ein Schweizer Produkt – der Coutale aus Buchs/ZH – derjenige in der Sammlung mit dem Schweizer Kreuz, der Kleine nur.

Zugegeben, sammelwürdig sind sie allemal und oft auch noch einfacher zu bedienen, als Tricks, wie man sonst noch zum Wein gelangen kann:

  • Schraube und Gabel oder Zange
  • Schraubenzieher oder Messer
  • Schlüssel oder mehrere Nägel
  • Korken reindrücken
  • Flasche in Tuch zerschlagen und sieben
  • Baumstamm oder Mauer und einen Schuh – einige Male kräftig dagegen schlagen

Einfacher, man nimmt einen Federzungen-Korkenzieher mit dem die Flasche auch wieder verschlossen werden kann. Und wenn gar nichts mehr geht …

… sollte man einen Tenaz (stur), eine Portweinzange, nehmen. Abgesehen davon kann eine Flasche mit einem brüchigen Zapfen oder einen für den Korkenzieher zu grossen Durchmesser auch mit einem glühenden Draht umschlungen werden. Wichtig ist, dass man auf der Höhe des Korkens arbeitet.

Das Ziel beim Entfernen eines Korkens ist eigentlich immer gleich:

  • sauber
  • schnell
  • möglichst wenig Kraftaufwand

Physikalisch gibt es noch ein weiteres – möglichst kurze Wege. Hier die ausführlichen Berechnungsformeln … mir reicht „Handgelenk mal Pi“. In diesem Zusammenhang gibt es in meiner Sammlung einige Exoten und einige Patienten.

Vor 20 Jahren habe ich meinen ersten Leverpull von le Creuset gekauft und der gab halt den Geist auf. Die nachgemachten halten meist nicht länger. Mein Vater benützt seit sechzig Jahren immer noch den gleichen – ein Werbegeschenk von Radio Pfister. Alle meine Korkenzieher habe ich ausprobiert. Alle bis auf einen haben ihren Dienst zumindest einmal verrichtet. Das Hightech Modell, gekauft im Musee du Vin in Beaune, ist beim Praxistest durchgefallen. Manches Werbegeschenk ist tauglicher.

Mein schönster und teuerster – 110 Franken – ist ein ganz rarer Sommerlier-Korkenzieher von Laquiole (Laiol ausgesprochen). Die meisten stammen nicht aus Frankreich, denn der Name und die Biene wurden nie geschützt. Meist sind dies billige Kopien aus China. Das grösste Stück ist eine Grillgabel und der kleinste Korkenzieher aus Draht erstellt worden. Nur für starke Zeigefinger geeignet. Es gibt Stücke in verschiedenen Farben, Ausführungen, mit Verzierungen, rostige, glänzende, kombiniert mit Gabeln, Messern, Kronkorkenhebern, in Tierformen, handliche und unhandliche, aus Eisen, Silber, Holz, Plastik. Es gibt fast nichts, das nicht irgendwo zu finden wäre und oft kombiniert mit hilfreichen Sachen wie Kapselschneider. Es sind keine Grenzen gesetzt.

Nebst verkorkten Flaschen müssen auch Beutel, Tetrapacks und verkapselte Flaschen geöffnet werden. Und nicht jeder Drehverschlussöffner eignet sich für alle Flaschen – Weinflaschen mit diesem Verschluss sind meist kleiner im Durchmesser. Auch Korkenheber finden sich in der Sammlung. Kombiniert mit einem Feuerzeug, als Flaschenverschluss, zum zwirbeln und und und …

30 verschiedene Möglichkeiten, wie eine Flasche geöffnet werden kann. Das Soorser Bier wird mit einem Kapselheber geöffnet, das Schlossbreu mit ihrem Feuerzeug und im Ristaurante Pizzeria Sternen und in der Pinte verwenden sie Werbegeschenke. Bei mir ist kein einziges geklaut worden. Alle haben Spass, eine Sammlung zu bereichern.

Daneben gibt es auch Champagnerkorkenzieher und wenn der Korken wirklich nicht zu entfernen ist, dann gibt es noch den Champagnerheber. Wenn mal ein Korken in die Flasche gefallen ist, so gibt es zwei Ausstellungsstücke, um diesen aus der Flasche zu holen. Der interessanteste, aus einer Lismernadel gefertigt, wurde jahrzehntelang von Emmelis Crew im Hirschenbad in Langenthal verwendet.

Vergessen wollen wir nicht die verschiedenen Verzäpfer, denn irgendwie muss ein Korken auch in die Flasche und um einen Wein zu testen, wie er in einigen Jahren munden wird, verwenden wir den Clef du Vin – eine Erfindung der alten Römer.

Viele Korkenzieher finden sie auch im gleichnamigen Buch aus dem Benteli Verlag, die mit dem Cementit und dem neuen Schloss Bümpliz – Zivilstandsamt mit meiner Cousine, zuvor WG, unter anderem war mein Bruder dort und zuvor der CEO von Merz-Benteli, Ted Scapa und wir wären wieder mal bei der Kunst.

Aram ist ein historisches Gebiet in Syrien, wo sich auch die Stadt Aleppo befindet und der Zapfenzieher von Michael Aram einer meiner schönsten und ergonomisten Korkenzieher, gekauft im Guggenheim Museum. Wenn ihr den im Internet sucht, stoss ihr vielleicht stattdessen auf ein ganz bekanntes Kinderlied Aram sam sam, gulli gulli gulli, ram sam sam. Ein gutes Training, für die Handhabung von vielen Korken- oder eben Zapfenziehern. Auch wenn Wein oft verpönt wird, es ist besser einen Korken, denn einen Abzug zu ziehen. Denkt daran, sämtliche Korken immer ohne Knall entfernen.

Ja, wenn alle Korkenzieher sprechen könnten, was sie schon alles erlebt haben. Das gäbe ein endloses Buch. Ich habe mit der Religion angefangen und höre damit auf. Der Zapfenzieher der liberalen reformierten der Landeskirche aus Genf ist mit einer gestrigen Mitteilung an Wert gestiegen. Es wird nie mehr einen geben … das ist der Verlauf der Zeit, die auch mit Korkenziehern dokumentiert werden kann.

Noch einige Links:

 

Welterste echte Zapfenzieherausstellung

An der Vernissage am Freitag, 2.9.2016, 19.30 Uhr im Weberei & Heimatmuseum, Schmiedrued eröffnen „Hobbykünstler und Sammler aus dem Ruedertal und Umgebung“ die Ausstellung. Alle sind herzlich willkommen.

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Als ehemaliger Weinbauer, Weinbergsmauer-Besitzer und Naturschutzpräsident in unserem Tal freut es mich, einige Stücke aus meiner Sammlung zu zeigen. Erste Aufgabe wird sein, einen echten Zapfenzieher herzustellen. Ausgangsmaterial gibt es im und um die Hammerschmitte zu Hauf. Aber seien sie beruhigt, ich zeige auch Flaschenöffner welche Kronkorken heben und einige spezielle Geräte. Und vermutlich werden auch einige Korkenzieher zu sehen sein.

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Analog oder digital – „3. goldenes Zeitalter“

Andreas Meyer, Oberstzugführer der SBB, verspricht den Beginn des 3. goldenen Eisbahnzeitalters. 1200 Gäste hören sich die letzte Sprengung im Ceneri Basistunnel an – „404-Fehler – Alptransit Seite nicht gefunden.“ Albtraumshit? Nur nicht aufgeben. Digitales will heute be- und überwältigt werden.

Hier, es ginge doch. Keine Tunnelsignale mehr, nur noch IT im Lok-Cockpit. Der Führerstand musste früher noch mit dem Heizer geteilt werden. Hoffentlich haben die technischen Informatiker aber mehr Geschick, als die Billett-Gilde, die fast nichts auslässt, um die Kunden – die Bahnreisenden – zu sabotieren. Geduldet sind Pendler und allenfalls ausländische Touristen. Schweizer Gelegenheitsfahrer haben es schwer. Über die Automaten wurde schon viel geschrieben. Wieso es nicht zufriedenstellend geht? Ganz einfach. Wegen der lieben Finanzen. Jede Transportgesellschaft will möglichst wenig ausgeben.

Dabei steckt die gesamte Bundes-Verwaltung und -Betriebe – und dazu zähle ich auch Post, Bahn und Telefon –  Unsummen in die Software-Entwicklung. Und produziert laufend Leichen, von denen regelmässig in den Medien genüsslich berichtet wird. Bezahlen tut der Bürger, der Steuer- und Gebührenzahler. Tunnelbauen verschlingt auch Unsummen. Über den Gotthard-Strassentunnel stimmen wir demnächst ab. Doppelspurig nur für Schildbürger? Strategen und Planer, die aus Bürgereinnahmen leben, gibt es heute zu Hauff. Aber keine Lalen, keine ethische Hofnarren mehr, die denen ganz oben sagen, was denen ganz unten nicht einleuchtet, was die oben gesegnet haben. Wenn ich mit Leuten diskutiere, spüre ich oft so ein Unbehagen gegenüber „oben“, das langsam zu einer Anspannung wie 1968 führen dürfte. Umbruch – 2. Generation.

Das erste goldene Eisenbahnzeitalter und vielleicht der Run vor gut zwei Jahren auf Eisenbahnaktien kann ich mir noch so vorstellen. Und vor allem die Auswirkungen, wenn man Fracking-Öl transportieren will, das nur noch einen knappen Drittel (3-Jahre anschauen) von dazumal bringt. Das 3. goldene Eisenbahnzeitalter beginnt auf dem Perron, sorry heute heisst das Gleis. Aber genau auf dieses will ich nicht, sondern in den Zug der auf dem Gleis, das bei uns früher Geleise hiess, daherkommt. Des öfteren auch mit Verspätung. Dazwischen hat es weisse Striche. So was wie Sicherheitslinien. Nicht nur für Blinde und Sehbehinderte nützlich. Auch für Otto Normalverbraucher. Der Apparatschick Staat wird langsam aber sicher zum Koloss. Staat arbeitet gegen Staat … und wer bezahlt? Mit GMV ist das nicht mehr zu bewältigen.

Schön, wenn man schon auf den Zug der 3. goldenen Generation warten kann. Zuvor haben sie sich vielleicht noch mit sbb.ch herumgeschlagen und wollten ein Bahnticket lösen. Hab das schon des öfters geschafft. Nur letzte Woche, an die Swissbau wünschend zu gehen, musste ich klein beigeben. PDF oder Ticket am Bildschirm? Ne, gähnende Leere, weiss, wie der Tunnelausgang gegen den Sonnenschein. Nur, da war noch kein Sonnenschein und abends führen die SBB für den digitalen Billettschalter von 22.00 Uhr bis 03.00 Uhr Wartungsarbeiten durch. Neuere Software mit eingeblendeter Kaffeewerbung, wo doch die Kaffeewägelchen in der SBB abgeschafft werden. Pustekuchen, das war ein Antiroboter-Schachzug der 13. Generation. Da hat ein SBB-Softie zu viel herumgesurft. Sorry, ich habe in meinem Leben auch Riesenanwendungen in Software austesten müssen, aber einen solchen Staatsquatsch habe ich noch nie erlebt. Schnick-Schnack vom Feinsten, aber vermutlich verträgt er das stabilste Betriebssystem von Bill nicht mehr – noch nicht. All die andern, die ich berücksichtige, können dies. Zudem denke ich, dass es immer noch viele Leute gibt, vor allem solche, die dem Pendleralter entsprungen sind, die keinen werfbaren Zuse-Nachfolger besitzen.

CHF 51 futsch. Ich denke nicht. Dieser Blogbeitrag geht als Rückerstattungsantrag und als meine Stellenbewerbung für Software-Tester, ganz oben in die SBB hinein. Vermutlich schmunzeln die immer noch gerne, wie ich das früher ab und zu erleben durfte. Übrigens, der Schalterbeamte in Basel hat auch geschmunzelt, als er meinem Kollegen zu einem Eintritt in die Swissbau verhalf. Die Idee, wie, kam von mir. Dort wo er wohnt, hätte es wenigstens einen Automaten gegeben, wo mit mühsamer Suche ein Ausstellungsticket hätte gelöst werden können. „Mein Automat“: „Es sind derzeit keine Angebote verfügbar.“ Am Schalter hat man mir gerne nochmals 51 Franken abgenommen. Wesentlich schneller, als via Internet. Im Zug Zeit, den Ktipp zu lesen. Seite 8 und 9. Über wen schreiben sie: SBB und Postauto. Und sie hauen etwas stärker in die Tastatur.

Mangels Zeit gab es dann Jungfraubahn-Schockolade, ein Wettbewerbstrostpreis, zum Frühstück. Schön in kleine und kleinste Stücke zerbrochen – der Sortieranlage in Härkingen, die grösste Schweizer Stadt, sei Dank. Da gab es auch schon Softwarepannen. Tags zuvor Schaffner-GV. Die stellen Geräte her, damit es weniger Pannen gibt. Keine gab es mit dem Abstimmungs-System. So an die 20-mal, wenn sie einverstanden sind, dann drücken sie ja, sonst nein oder Enthaltung. Beim Test waren fünf gegen Sachertorte – sie schmeckte trotzdem gut. Die Nein-Stimmen analog zählen, wäre schneller und garantiert billiger. Die Digitalisierung sollte uns das Leben erleichtern und Zeit und Kosten abnehmen. Dafür fehlt dann die Zeit um über Sicherheitslücken bei digitalen Schliesssystemen zu informieren.

Mit Sherpany.com können sie auch ihr Portfolio auf dem Laufenden halten. Digital versteht sich, mit Newsfeeder. Wir haben lange diskutiert. Zwei ihrer Ticketholder werden mir die Gartenarbeit erleichtern und die abgerissenen Traggriffe bei einem Tragsack ersetzen. Analog.

An der Swissbau hält sich das Digitale in Grenzen. Meist Schicki-Micki, den sich einige leisten können und vermutlich nach einiger Zeit keine Lust mehr haben, all ihre Daten am Handy auszuwerten. Dabei gibt es 3D-Drucker für Lehmhäuser. Das ist echte Digitalisierung. Sowas sucht man in Basel vergeblich. Dafür sehen die Verkäufer in ihren schwarzen Roben aus wie Bänker. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. „Bauen macht Freude. Bauen ist Zukunft. Bauen macht Sinn.“ Unsinn, nein bausinn. Die standen schon in der Bahnhofshalle und keiner ging hin. Vom Bauboom bis zu einer Baukrise geht es manchmal schnell. Und wenn vor allem Goldrandlösungen angeboten werden, dann bedeutet das nichts sonderlich Gutes.

Wenn Qualität gefragt ist und angeboten wird, gibt es mehrere, die nicht gross über die SNB klagen und dem Gewerkschaftsbund Chefökonomen Lampart, obwohl für diesen „alles ganz einfach ist“, auch nicht so recht trauen. Prof. Janssen überzeugt mehr – garantiert nicht nur mich. Schade nur, dass wir Schweizer Firmen ins Ausland verkaufen. Perlen vor die Säue werfen! Von Kleinert, via Alu zu Feintool, dann Franke und ab nach Deutschland zu Schaeff und der expandiert in die USA. Das freut einen ehemaligen CFO auf der einen Seite und auf der andern stimmt es mich traurig. Verkauf der Heimat. Nur so ein Beispiel.

Kunststück wenn die SRG meldet „Verschiedene Werte stehen im Minus“. Quatsch. Die Differenz zum Vortag ist minus, der Wert noch lange im Plus. Kein Kunststück wenn die SRF-Börse eine Beschwerde am Hals hat. Nach denen werden ja vermehrt Aktien verkauft … und keiner kauft diese?

Ganz alle Stände, die wir besucht haben, kann ich nicht erwähnen. Ich finde mit klarer Sicht einen Anbieter von Sonnenpanelen für Balkongeländer. Solche sucht mein Begleiter. Es ist der Hersteller seines eigenen  Geländers. Am gleichen Ort ansässig und man kennt den Vater bestens. Visionen aus Holz sieht man auch bei „best Wood Schneider„. Das müsste eigentlich der aus Woodhatten sein.

Zum Schluss noch einen Abstecher nach Sachsen. Bei Thebarman aus Dresden erhalten wir einen Bacchus aus dem Weingut Matyas. Das dürfte mal auf einer kleineren Reise angesteuert werden, wie auch NY-Holsdesign.de. Vielleicht bin ich dann auch sattelfest, was ein Bacchus oder frühe Scheurebe für eine Kreuzung ist. Riesling und Silvaner und Müller-Thurgau, aber nach der Sortenverordnung der EU nicht eine Kreuzung mit Riesling-Silvaner. Mit deutschen Staatsbetrieben mag ich mich nicht mehr herumschlagen. Ich denke lieber an den wunderschönen Sachsen zurück, der auf der Höhe von Dover (GB) wächst.

Das trinkt man im neuen Jahr. Schweizer Weisswein-Spezialitäten wie Cornalin. Einige dieser dort beschriebenen Beiträge wurden auch von Chefbeamten gelesen und umgesetzt. So gesehen die erfolgsten Stories des Finanzbloggers. Nur, die Links führen zum Teil in undurchsichtige Tunnels. Auch der grösste Bloganbieter der Schweiz konnte gegen Geld nicht alles lösen – digitale Probleme sind überall. Es ist eine Zeiterscheinung. Noch nicht überall ist hingegen der Geheimtipp Bierzo aus der Mencia-Traube angekommen. Das  Beaujolais, wo auch Bacchus zu Hause ist, soll ein Revival erleben. Und der Chardonnay, einst niedergemacht, ist wieder top – zumindest wenn reintönig, mineralisch und hoffentlich mit wenig oder lieber gar keinem Eichengeschmack. Hier noch ein Link zum Aromarad – beginnen sie bei den Aromen links oben in der Ecke  für nicht ausgebaute Weine oder aus der Flasche sollte es bei blumig anfangen. Meinen Aromazirkel, denn ich immer griffbereit habe, ist etwas logischer aufgebaut, aber ich finde diesen nicht im Netz. Oder doch. Nur nie aufgeben. Auf Seite 16 ist der Aromazirkel zu finden, so die Google-Suche klappt – oder Die Kunst der Weinherstellung.

F – CH – Ist Intelligenz lernbar?


Jein – bis zu einem kleinen Grad ja und viele werden den IQ mit noch so manchem pisanem Abschluss nicht merklich steigern können. Einige Betrachtungen aus unserem Nachbarland Hollande – sorry, eigentlich meine ich Frankreich.

Zwei Wochen Ferien – ohne Mails, ohne Internet. Zurückversetzt in die Zeit zwischen den beiden letzten Jubeljahren. Echt erholsam und es bleibt mehr Zeit mit der Malerin, der Bäuerin, dem pensionierten Postboten und der Chemielaborantin, dem Lavendelbrenner, der Secondhand- und der Lidl-Verkäuferin und und und … zu diskutieren. Mit den heutigen Minderheiten. Zumindest in Frankreich und mittelfristig auch in der Schweiz. Unstudierte. Und eines ist ihnen gemeinsam. Sie haben nicht Geld im Überfluss zur Verfügung. Das gilt auch für viele Studierte – die Mehrheit heute in Frankreich der Jüngeren.

Das duale Bildungssystem, wie es so hochgestochen im Bundesbern gelobt wird. Wir haben in der Schweiz zumindest noch Stifte – Azubis. Laut Duden ist ein Stift eine kopflose Niete. Vermutlich darf die Bezeichnung des Dudens bleiben, aber Ichden, Duden, Wirden müssen umdenken. Nieten sind heute eher im universitären, als im berufsbildenden Sektor zu finden. Sie haben ein, falls sie doch eine Stelle ergattern konnten, höheres Einkommen. Ob sie mit dem höheren Lohn zurechtkommen, ist eine ganz andere Frage. Für viele wirds in unserer Wegwerf- und Markengemeinschaft eng. Mit Gesellschaft hat dies nicht mehr viel zu tun. Ein Geselle ist einer, der was von der Picke auf gelernt hat. Und das ist heute rar – extrem rar.

Das System der Schweiz ist garantiert besser, als dasjenige von Frankreich. Aber dort hat man mehr Mut. Jeder kann alles. Elektriker, plombier und was sonst noch alles auf der Visitenkarte steht – man ist professionell und kann alles. Ich werde Bernard weiterempfehlen. Für einfache, sogenannte Neubaufälle, dürfte er „brauchbar“ sein. Vermutlich bleibt mir nichts anderes, als DIY. Berbel ist seit zehn Jahren in Rente und René, der Schweizer Elektriker im Departement Gard, vor zwei Jahren verstorben. Danke für die Bohrsäule … aus Taiwan. Den wirklichen Profi gibt es nicht mehr. Lassen wir mal den Sicherheitsgedanken bei der vorwiegenden Stromproduktion in Frankreich, der Kernkraft … links oder rechts, einfach parteineutral liegen.

Machen wir mal einen Test!

Kabelzug

Welcher Kabelzug ist über 15 Jahre und welcher zwei Monate alt? Zugegeben, das ist eine Sugestivfrage – aber tippisch für die heutige Zeit. Chinaware? Ich weiss es nicht. Hab es nicht angeschaut. Gekauft von einem grossen Kunststoffverkäufer in Frankreich. Eben dieses Land hatte früher superresistente Plastikprodukte. Heute zum vielleicht halben Peis. Wenn man aber die Nutzungsdauer einbezieht, ist das Ganze heute 50 mal teurer.

Machen wir einen zweiten Test – GQ statt IQ – Geduldsquotient.

Meinen IQ kenne ich in Zahlen, der GQ ist schwieriger zu interpretieren, denn da gibt es keine zahlenmässigen Höchstwerte. Ich bin extremst geduldig, habe Vertrauen in andere Personen und bin überdurchschnittlich altruistisch und nur ein Drittel geht weniger Risiken ein, als ich. Dieser Punkt ist nicht einfach zu begreiffen, denn hier wird nicht der Spieltrieb von Zahlenlotto und Computerspielen bewertet, sondern das Verhältnis von Kosten zu erwartetem Ertrag im betriebswirtschaftlichen Sinn. Mit den Ergebnissen im IQ und GQ darf ich zufrieden sein.

Geduld ist manchmal nicht einfach. Das vierte Honrussennest in Frankreich, das 5. insgesamt. Und das zum Glück noch vor den Glasfenstern im Wohnbereich. Hornissen, Frelon – manchmal geschützt und sollen von der Giftigkeit harmloser, als eine Biene sein. 1000 Hornissen könnten einen Menschen töten, wenn es solch grosse Nester gäbe! Schön, wenn man nur an Ratten testet. Übrigens, Ratten werden in meinem Buch ausführlich erwähnt, speziell eine Bisam-Ratte, die alles andere, als eine Ratte war.

hornissennest

Meine Erfahrungen mit einer einzigen Hornisse hatte ich selbst erlebt. Noah läuft im Radio – instrumental – da geht der Charakter verloren – aber vermutlich die Ursprungsversion – la vitta e bella. Stift und Dorktorand können nicht mehr zusammen diskutieren – ergänzen sich auf keinen Fall. In Frankreich mehr noch, als heute noch in der Schweiz.

Gefressen haben diese Viehcher meine Fensterladen. Bei uns heissen die in Mundart – wie früher – Fellläden. Glas und Holz gab es nicht – Fell, Rattenfell. Nicht so weich, wie ein Fledermausfell.

Fledermaus im Tagesflug

Kein Trick, echter „Hüftschuss“. Aus dem NEF-Format könnte man eine formatfüllende Fledermaus im Tageslicht rausholen – rechts in der Bildmitte vor der Sonnenstore die Fledermaus – besser, als jeder Fledermausradar. Kein Witz, Batmans sollen virenanfällig sein. In der Bildmitte die Fellläden, die man nicht mal mehr mit Frelon bestreichen kann. Dieses Polytetrafluoroethylene (Kunststoff) wäre mit seiner Dauerhaftigkeit vermutlich auch zu teuer.

Dass der neu gekaufte Fensterladen nicht in die Normfenster passte, passt eigentlich ganz gut in unsere heutige Zeit. Das Holz alleine ist teurer, als die fertig montierte Klappe. Nur, die Standardnorm in Frakreich schwankt zwischen 137 und 138 cm. Stichsäge sei Dank und der alten Armatur, denn die neue ist „verpresst“ und lässt sich nicht kürzen. Und die Dinger kann man nicht mal bei Bricolage kaufen. Der Firmenname passt in die französische Landschaft. Bricolage bedeutet Heimarbeit und Pfusch. Vive la France. Was die „Unstudierten“ über die studierten Logistiker und Marketinger zu erzählen wissen, möchten wir nicht wortwörtlich widdergeben oder wie man diese Wort auch schreiben mag. Wieder und wieder Widerlich.

Und irgendwie kommt mir jetzt der Hammel in den Sinn. Teuer gekauft, da regional produziert und uneatabel – pfui Spinne, wie vor 15, 20 Jahren in der Schweiz. „Stallware“, nie auf dem offenen Feld. Lamm das stinkt und regionales Schwein, das nicht schmeckt, nur wässrig ist und die Magreg Grasse kommt dafür aus Bulgarien.

Die Zukunft des Handwerks in der Schweiz hat uns schon oft in Angst und Schrecken versetzt. Frankreich ist einiges grösser und im Schnitt ärmer. Da wären einige neue Gedankengänge angebracht …

… „François Hollande vernichtet Frankreich im Alleingang„. Übrigens, Hollande ist sicher nicht schlecht(er) … nur, wer heute nicht über Leichen geht, macht zweiter, geht munter unter. Und gegen den heutigen Beamtenstaat kommt praktisch keiner mehr an.

Und noch was für Weinkenner. Einen Chardonnay für 1.99 EUR gefunden – echt schöner Wein. Wobei man und Frau heute darüber streitet, was schön ist. Ein Weinausbau im Stahltank und ohne malolaktische Gärung ist oft noch verpönt. „Der durch diese Gärung resultierende biologische Säureabbau führt bei der Weinherstellung zu einem harmonischen und ausgewogeneren Geschmacksbild – ein Effekt, der sich qualitätssteigernd auswirkt, …“. Liebhaber von Chablis und Loire staunen, was so alles in Wikipedia steht. Herrliche Säure, eigentlich viel zu schade, den beim Kauf geplanten „Kochwein“ nur in die Pfanne zu geben. Südfrankreich wird länger je mehr zum Weinparadies für kostenbewusste Qualitätsprodukte – für no names.

Im Weinbau ist in Südfrankreich die Politik nicht zu begreiffen. Vermutlich gibt es Subventionen fürs Aussreissen alter Sorten, die nicht so ertragsreich, dafür sehr oft sortentippisch wären. Sortenreinen Ugni blanc suchen sie im Süden praktisch erfolglos. Die EU ist garantiert schuld an diesem Riesenskandal der Sortenbereinigung. Auch dies ist ein indirekter Misserfolg der Gen-Technik. Vermutlich sind sogar autochtone Sorten unter diesen Chardonnay-Ähnlichen, die marketingmässig viel zu klein sind, dass sie wirtschaftlichen Erfolg haben können. Das Resultat sieht dann so aus:

ungepflegtge Rebberge

So verwandeln sich schöne Rebberge innerhalb eines Jahres. Hektarweise sollte man nicht rechnen, nehmen sie Quadratkilometer. Das an der Ardèche. Subventionen vermutlich sei dank, dass im südlicheren Departement ähnlich viele Rebberge „ausgegraben“ werden. Wer nicht weiss, wie Reben in zwei drei Jahren überwuchern, stellt nicht einmal fest, dass er neben Rebbergen vorbeifährt. Zweite Subventionsrunde nach mehreren Jahren? Der Politik und dem studierten Beamtendumm sei Un-Dank! Etwas zum Weinen. Und wer an wirklich grossen Namen hängt, ich hab noch eine handvoll Flaschen aus dem Raritätenkabinett. Die Chinesen, die mit dem fünfzigfach teureren Wertlosplastik würden sich die Hände reiben. Eine Flasche im Tausch zu fünfzig andern? Das ist die heutige Welt.

Und die gestrige? Ab Ende April 2015 werden pro Jahr mehr als eine Million Besucher die nachgebildete Grotte Chauvet besuchen.

Grotte Chauvet Eingang

Der ursprüngliche Eingang der Originalhöhle, die nicht besucht werden kann, befindet sich am rechten Bildrand.

Grotte Chauvet Nashorn

Rund 30 000 Jahre alt – die haben ihr Handwerk noch beherrscht. Vermutlich ohne Studium.