Pontius Pilatus, James Bond und die Flugzeuge


Pontius Pilatus ist wohl das erste, was der Mehrheit in den Sinn kommt, wenn man von Pilatus spricht …

… und dabei sieht man diesen Berg vom Firmengelände der Pilatus Aircraft gar nicht. Pontius sagt man nach, dass er Jesus zum Tod am Kreuz verurteilte. Wir wissen es nicht. Aber ich weiss, dass ich ohne grosses Geschick jedes Sport- oder Trainingsflugzeug und jede kleinere Privatmaschine in sehr kurzer Zeit mit Bomben bestücken kann. Handwerkliches Geschick reicht aus. Über Lieferungen von Nicht-Kriegsmaterial, das man in Krieg führende Länder verkauft, können wir stundenlang diskutieren. Darf man, darf man nicht, wo kann man sich sonst das gewünschte Flugzeuge besorgen oder nimmt man eines, das nicht in der Schweiz produziert wurde. Fragen über Fragen, die niemand beantworten kann. Es gibt hier nur die eigene Meinung.

Schauen wir lieber die positve Seite an – die überwiegt ganz eindeutig. Ein Unternehmen das in Privatbesitz ist und so viele Zahlen bekannt gibt, hat eine eigene Philosophie. Wer sich mit Zahlen auskennt, kommt den Verdacht nicht los, dass Piltatus ehrlichere Zahlen präsentiert, als manches börsenkotierte Grossunternehmen. Beim Firmenrundgang mit der Jungen Wirtschaftskammer Oberaargau dürfen sie sogar alles fotografieren. Nur soll man die Fotos nicht gewinnbringend veräussern. Vermutlich wären das dann meine ersten …

Pilatus als Geschenk

… und technisch konnten wir alle Fragen stellen. Sie wurden beantwortet. Eine Dame hat mir im Anschluss erzählt, dass sie lieber in ein Flugzeug gestiegen wäre, als zu wissen, wie man fräst, presst, nietet … absolut nachvollziehbar. Aber man(n) schaut sich gerne herum und vernimmt mehr über StarragHeckert und andere Maschinenbauer. Vermutlich hätten wir sogar in ein Flugzeug steigen dürfen – man hätte fragen sollen. Obiges Flugzeug wird nicht als Weihnachtsgeschenk verpackt, sondern ist in der Malerei. Trotzdem fast ein Geschenk aber nicht mit der Filmserie von Dexter zu verwechseln …

Pilatus und das Matterhorn

… und für einige unter uns, gehört Fliegen fast zum täglichen Brot – allenfalls nicht immer in einer solchen Flugposition vor dem «Pilatus». Das wäre eher etwas für James Bond gewesen, dessen Goldfinger auf dem Werksgelände mit gedreht wurde …

petronas

… dürfte mal mit Petronas angeschrieben gewesen sein und einigen kommt da sicher der Ausflug vom letzten Jahr in den Sinn – Sauber und Albert … aber die Modelle von Pilatus werden nicht in diesem Windkanal ausgetestet, dafür dürfte die Mitarbeiter-Beteiligung am Gewinn mustergültiger als bei BMW geregelt sein … ich denke, das Personal ist gut gehalten. Mann und Frau sieht auch keine unfreundlichen Gesichter – arbeiten scheint hier Spass zu machen, das Produkt zu begeistern …

Pilatus Maintenance

… die Maintenance, die Pflege, scheint hier für Flugzeuge und Personal zu stimmen …

Propeller

… hier wird vermutlich nicht ein 12-propelliger Typ hergestellt …

Propellerforschung

… aber hier wird an einem Propeller mit 6 Flügeln geforscht … Pilatus P12 oder P21 oder …

Propellerhalle Pilatus

… und am neuen Gebäude ist unverkennbar, dass hier in den nächsten Tagen auch etwas mit Propeller-Blättern gefertigt werden dürfe …

JWO

… was nicht mehr fliegt, kann anders benützt werden …

Mirage Aufklärer

… und das sind keine Pilatus Trainer, sondern Mirage Aufklärer im Mirage-Center Stans – die Foto-Objektive sind noch enthalten, die früher mal in Höhen bis zu 15 Kilometern eingesetzt wurden. Ein toller Tag, danke allen und nach den Raketen aus Langenthal bin ich gespannt, was das dieses Jahr noch alles für Überraschungen folgen werden … und über die Flugzeuge erzählt uns vielleicht der Personalblogger noch etwas – er hat auch mal bei Pilatus Aircraft gearbeitet …

Vor einem Jahr erschienen: etha+ (r) – a l c o suisse – grüner Treibstoff

Vor zwei Jahren erschienen: Abschied von der BernerZeitung BZ – der Hilfeschrei wurde erhört, die BernerZeitung bringt wieder sehr viel über die Wirtschaft – zudem hat der Stand an der BEA einige Reklamationen weitergeleitet

Vor drei Jahren erschienen: Jow Downs – Dow Jones heute unter 10’000? – er hat die magische Zahl nicht unterschritten – genau 10’000 aber «getupft»

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – eigenständig, unabhängig, langfristig

2 Gedanken zu „Pontius Pilatus, James Bond und die Flugzeuge“

  1. Man lese: „Der Bundesrat zerstört Arbeitsplätze“ in
    http://personalblog.kaywa.com/p384.html

    Nur weil man mit einem Sackmesser von Victorynox jemanden töten könnte, wäre es hirnlos, man würde die Firma Elsener in Ibach, Schwyz schliessen.

    Vorläufig wird noch viel Aluminium, z.T. auch Titan, für die Fertigung von Flugzeugen verwendet. Unter Flugzeuge fallen u.a. Kampfflugzeuge. Soll man nun die Aluminiumherstellung weltweit einstellen? Da wäre selbst der Papst dagegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser seine Auslandreisen per Segelschiff und Esel machen würde… Etwas weniger Scheinheiligkeit in der Sache Kriegsmaterialausfuhr wäre wünschenswert.

  2. … der Personalblogger hat sicher auch gelesen, dass bei der Zulieferindustrie von Vixtorynox einmal mehr ein Personalwechsel vollzogen wurde. Man(n) hat auch bei Pilatus über Feintool diskutiert – feinschneiden contra fräsen. Einen Block habe ich auf 38 Kilo geschätzt – war nur knapp 36. Nicht schlecht. Den letzten Alu-Block (ca. 100 gr) hatte ich vor Jahren in den Händen. Damals noch nicht im Konsoldierungskreis des Departmentes von Müller – nun auch nicht mehr. Achtung, Aktienkäufe in Industrie-Unternehmen, die eine etwas unruhigere Politik als die Pilatus-Werke haben, sind nicht ganz einfach. Manchmal muss man kurzfristig aus- und wieder einsteigen – oder liegen lassen. Und dann kommt noch etwas Wichtiges dazu – viele dieser Firmen sind eigentlich börsenkotierte Familien-Unternehmen – zuweilen auch eine One-Man-Show.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *