Unfiltriert – non filtré


Beim Wein ist es wie an der Börse – Unfiltriertes ist nicht einfach zu finden …

… und den meisten Menschen behagt es gar nicht. Manchmal ist es schwer an Informationen zu kommen. Über Kyrill bekommen sie einige Tausend Meldungen. Anfangs Woche wusste wohl niemand, dass Kyrill der Herrliche heisst und so wurde der Orkan Kyrill auf diesen Namen getauft. Einige dürften dies nicht so «herrlich» finden.

Finden ist oft auch eine Kunst. Gestern war der 3. otcday in Bern. Da wurden einig herrliche Firmen vorgestellt. Bei mindestes zwei werden wir vermutlich over the counter kaufen – vielleicht sind sie dann auch schon an der Berner Börse zu finden. So etwas kann manchmal «rapid» gehen. Die Wortspielerei stellt keine Anlageempfehlungen dar und Informationen sind eh nicht zu erhalten. Wie es sich gehört, man schweigt. Aber es dürften doch schätzungsweise zwei bis drei Kotierungen demnächst stattfinden. Non filtré Informationen gibt es nicht. Übrigens, den Preisgewinner kann ich ihnen nicht bekannt geben. Im Netz und in den Zeitungen habe ich keinen einzigen Hinweis gefunden.

Bern ist scheinbar Provinz und Nebenwerte Nebensachen. Aber mit kleinen, feinen Sachen kann man schön Geld verdienen. Non filtré eben – unfiltriert. Aber Achtung, es kann auch hier Bodensatz haben – wie beim Wein. Der Kanton Neuenburg ist seit einigen Jahren auf den non filtré oder non filtration – auf den NOF – spezialisiert. Frisch ist der Wein, er wird am 3. Mittwoch im Januar vorgestellt. Und mit einem leichten Hefegeschmack. Zudem ist er leicht trüb. Man muss Spezialitäten mögen. Es ist wie ein Nebenwert an der Börse.

Die Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil schreibt: «Naturbelassene Weine liegen im Trend und beleben den Markt.» Es ist wie mit den Nebenwerten. Übrigens, einen korrekten trüben Wein ab zufüllen ist wesentlich schwieriger, als eine ganz trübe Sauce klar zu filtrieren. Und wenn sie noch steigern wollen, dann lassen sie einen non filtré ein Jahr lang liegen. Das dürfte aber nicht mit ganz jeder Qualität gelingen, denn wie bei Nebenwerten, unterscheiden sich solche stark. Den schönsten den ich kenne, gibt es im Departement Gard (30) bei den les Vignerons d’Estézarques. Und wenn sie Glück haben, finden sie auch noch einen roten non filtré (Etikette Côtes du Rhône – Les Grandes Vignes – die alten Reben). Der echt Herrliche …

Nachtrag: der Sieger des 3. otcday ist die Goldbach Media – gestern am Podiumsgespräch mit Markus Reich der 3i Schweiz «vertreten». Auf dem Titelbild vom neuesten Swiss Equity magazin ist ein weiterer Teilnehmer des Podiums: Prof. Dr. Christoph Lengwiler, HSW Luzern/IFZ Zug, unser damaliger Leiter des NDS WUM Wirtschafts- und Umweltmanagement

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *