Hedge-Funds – über alle Zweifel erhaben?


Hedgefonds werden meistens nur gelobt – aber es scheint auch Schwachpunkte zu geben.

«Riskante Devisen-Geschäfte schwächen den Franken» – Der Franken schwächelt. Die besondere Bedeutung als «sicherer Hafen» hat zumindest vorübergehend abgenommen, Hedgefonds sorgen mit riskanten Geschäften für Druck. Dies engt auch die Nationalbank in ihrer Politik ein … lesen sie weiter bei espace.ch …»

Hier werden die Auswirkungen der Gesamtheit der Hedge-Fonds betrachtet. Diversifizieren ist immer noch der bessere Rat, als alles auf eine Karte zu setzen.

«Die Kraft der Diversifikation – Das Investment-Mantra «Leg nicht alle Eier in denselben Korb» ist so alt wie das Investieren selbst. Es ist allgemein bekannt, dass sich Investoren mit der Verteilung ihres Vermögens auf verschiedene Anlageklassen besser gegen potentielle Verluste absichern können. Weniger bekannt und nicht so offensichtlich ist hingegen die Erkenntnis, dass man mit der Beimischung «risikoreicher» Vermögensklassen auf Gesamtportfolioebene eine Diversifikation erreichen kann, die das Portfoliorisiko reduziert … lesen sie weiter in Private.ch …»

Hoch interessant ist die Grafik auf Seite 3 (im Magazin auf Seite 27). Im Einzelfall hatten nur die Hedge-Funds und die Emma-Anleihen (Emerging Markets) eine einmalige negative Performance aus zuweisen. Aber Achtung. Schlechter als die Hedgefunds (90%) haben in diesen elf Jahren nur die Aktien (70%) abgeschlossen. Die High-Yield-Bonds sind in der aufgerechneten Performance etwa gleich auf, aber es gibt diese Kategorie erst seit 7 Jahren (der Ertrag wäre in 11 Jahren höher). Am besten abgeschnitten haben – Finanzblogleser erinnern sich – die Immobilien mit rund 195% Zuwachs in diesen 11 Jahren, gefolgt von den Emma-Aktien mit knapp 115% und fast gleichviel die Emma-Anleihen (schauen sie sich doch die Länder im Adventskalender im Dezember des letzten Jahres an).

Runde 135% ist der Sektor des Private Equity gestiegen. Also eigentlich Platz zwei, wobei ich richtig Freude geniesse, aber hier haben wir nur Erfahrungswerte aus acht Jahren. Diese Kategorie ist starken Schwankungen unterlegen, hat aber in den Jahren 1996 – 1998 recht gut abgeschnitten. Nur damals war es noch schwieriger, an solche Anlagemöglichkeiten zu gelangen. Die Rohstoffe haben im Mittelfeld knappe 5% mehr als die Hedgefunds rentiert.

Elf Jahre ist ein guter Betrachtungszeitraum und er zeigt, dass Hedgefunds wohl eine Ergänzung zum Depot sein können, aber mit Sicherheit nicht das Gelbe vom Ei sind. Es gibt bessere Anlagemöglichkeiten – und billigere. Der Kunde weiss dies zu schätzen und deshalb arbeiten wir mit einer Gewinnbeteiligung. Und während ich diesen Blogbeitrag schreibe, mache ich meine Analysen – und halte sie hier, ohne meist etwas zu empfehlen, fest.

Anzumerken gibt es noch etwas zu den Aktien. Deren relativ schlechtes Abschneiden kann man mit Stockpicking beeinflussen. Hier liegen Gesamtindexe zugrunde, die es zu schlagen gilt. Und die Praxis beweist, dass dies möglich ist. Nicht immer. Langfristig denken, eine eigene Meinung haben und nicht zu vergessen mit der Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna gut auskommen. Pech hat, wer immer zu Höchstständen kauft, immer das kauft, was überall empfohlen wird.

2 Gedanken zu „Hedge-Funds – über alle Zweifel erhaben?“

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