Neue Grossbanken-Börse


Sieben Grossbanken planen den Aufbau einer eigenen Börsenplattform.

Der Presse nach zu schliessen, nehmen es die meisten Börsenplätze gelassen, dass eine weitere Börse, ein Konkurrent am Markt auftreten will. Ich denke, dass spätestens seit Gestern einige Börsenplätze das Zittern bekommen.

Über ganz verschiedene Börsenplätze wollte ich eigentlich erst im Adventskalender schreiben, aber der Brisanz wegen, lassen wir einmal verschiedene Zeitungen zu Wort kommen, was sie vom neuen Börsenplatz halten:

Am ausführlichsten die espace.ch – verteilt auf drei Artikel und zwei Zeitungen: BernerZeitung und in Der Bund und noch einmal im Bund

Ob wohl die Berner Börse mithilft? Rein theoretisch möglich und man ist dort auch mit neuen grossen Kunden im Gespräch. Übernehmen oder selbst erstellen – wir werden es früh genug erfahren.

«Keine leere Drohung» meint die NZZ und ich denke, wenn eine solche Meldung publik wird, auch wenn sie Schweizer Medien zum Teil nur 6 1/2 Zeilen wert ist, dass man schon sehr viele Detailfragen geklärt hat. Die Wertschöpfung dürfte für diese Grossbanken höher sein, als wenn die heutigen Börsen Preiszugeständnisse machen werden.

Bei Cash können sie die aktuellen Börsenkurse verfolgen und berichtet auch über die Börse Frankfurt, die seit gestern zusätzlich angeschlagen ist.

Da jeder international ausgerichtet ist, bezieht sich der Spiegel auf das Wall Street Journal (kostenpflichtig und erst noch Englisch – also bringt der Link aufs WSJ nicht viel).

Für die FAZ weht «ein rauer Wind» und im manager-magazin.de wird etwas über die Hintergründe der neuen EU-Richtlinien geschrieben.

Und diepresse schreibt aus Wien, dass die grossen Börsenplätze mehr leiden werden.

Der Codename «Turquoise», wie das Grossbanken-Projekt genannt wird, ist eher etwas verwirrlich. Bei der «Opèration Turqouise» ging es 1994 um den Völkermord an den Hutu in Ruanda – vielleicht geht es jetzt um das Börsensterben. Vermutlich wird es auch keine Börse nach dem Vorbild eines türkischen Basars geben, aber die Idee, etwas mit der Türkei zu machen, stösst bei mir auf offene Ohren. Wer Interesse hat, in ein anderes Netzwerk ein zu steigen (Dienstleistung, Handel, Produktion) soll sich bei mir melden – vielleicht ergibt sich eine Zusammenarbeit in einem anderen Projekt.

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