Drachenbörsen und Frau Mahlzahn


«Aktienmärkte der Volksrepublik sind weltweit diejenigen mit der besten Kursentwicklung. Trotz aller Risiken sind Experten langfristig euphorisch für China.»

Von Daniel Eckert und Holger Zschäpitz – gefunden in Die Welt.de

«Berlin – Es kommt selten genug vor, dass eine konjunkturelle Abkühlung bei Marktakteuren Applaus auslöst. Doch bei China ist wieder einmal alles anders … weiter

Wer sich die Gegend der Drachenländer von oben anschauen will, dem wird gleich noch ein Artikel über Google-Earth über Krater und Verwüstung mitgeliefert. Dieses Land von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist längst vorbei. Die Geschichte ist nicht ganz ohne Ende. Dass sich zumindest China nicht so entwickeln sollte wie im Märchen ist MANchem jetzt ein Licht aufgegangen. MAN hält den Spiegel in der Hand denkt wohl eher an Frau Mahlzahn, der böse Drache, als an Nepomuk, den Halbdrachen – vielleicht sogar an die wilde 13, welche die kleine Molly geklaut haben. Vielleicht wäre es in manchen Konzernen angebracht, einige Deutsche Märchen zu studieren um den fernen Osten kennen zu lernen. Die europäische Politik ist hier weiter, als die Industrie. Sie lernt vom Wetter und anderen Mentalitäten. MAN und auch MANche Frau ist da noch nicht so weit sich in fremde Kulturen zu denken.

Ob es in Datong die weltgrösste Dampflokomotiven-Fabrik immer noch gibt, könnte man vermutlich im Internet herausfinden. Besucht habe ich sie vor über 20 Jahren – alles durften wir frei besichtigen, nur aus der grossen Reparaturhalle nach der Teststrecke haben sie uns freundlich, aber ganz bestimmt herausgeholt. Die Qualität ist in der Zwischenzeit gestiegen, aber nie wie in Europa. Wieso verkaufen wir nicht die Qualität und den Service sondern zeigen zwei Jahre vor Erscheinen Modelle eines neuen Busses. Über Amerika und Erlkönige habe ich vor langer Zeit geschrieben. Vielleicht müsste man einmal den Schluss des Erlkönig von Johann Wolfgang Goethe lesen:

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

Es muss ja mit börsengehandelten Firmen nicht gleich so rauskommen. Imitieren ist in fernöstlichen Landen eine Kunst, kein Verbrechen. MAN muss der Zeit etwas voraus sein. Versuchen sie doch mal den Finanzblog zu imitieren – verlinken und daraus Texte entnehmen können sie immer (am liebsten mit Link in Referenz oder Blogroll). Falls einige jetzt um ihr entgangenes Geld ringen, wüsste ich noch was zum Lesen: Michaels Ende letzte Worte an die Japaner.

Jetzt klaue ich auch schnell etwas. Ein Bild, das ich nicht geschossen habe, keine Ermächtigung einholt habe und etwas mit Drachen zu tun hat ..

Regi China

… von Regula Marti – ihr letzter Blogbeitrag auf Nomadenleben handelt von einer Stadt, in der es vor allem Originale anzuschauen gibt. Und da wären wir schon wieder bei der Kultur, die allenthalben irgendwo auf der Strecke bleibt …

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