Chart Lehrgang (2) – mehrere Punkte, die Masse


Mich würde ihre Einschätzung zum Goldpreis sehr interessieren! So der Kommentar zum Blogbeitrag über die SNB und EZB. Der Goldpreis wird von der Masse tendiert – und die Masse sind einzelne Geschäfte, je eines Käufers und eines Verkäufers.

PLEASE DO YOUR OWN DUE DILIGENCE BEFORE INVESTING IN ANY PROFILED COMPANY! So steht es in unserem Haftungsausschluss. Dies gilt auch beim Gold. Bringen wir es auf den Schlusspunkt, den Schlusskurs aus dem 1. Teil über die Charts. Der Schlusskurs ist der letzte an der Börse gehandelte Kurs. Ein einziger bezahlter Kurs macht den Schlusspunkt – egal, ob ein kleines oder grosses Volumen, ob ein limitierter Kurs oder eine «Abstauberlimite» (hoffen auf einen unlimitierten Verkaufskurs und keinen höheren Kaufskurs – oder das Ausnutzen von grossen Schwankungen) gesetzt wurde. Der letzte Kurs ist also manchmal ein Zufallskurs, vor allem, wenn in einem Titel wenig gehandelt wird. Titel mit grossem Volumen und vielen Abschlüssen entsprechen der Marktsituation des vergangenen Tages.

Aber was ist jetzt die Marktsituation, wie kommt diese zustande. Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt kann ein Börsentag beim Gold sein. Wer ist schuld daran? Der einzelne, der mit Gold handelt. Und wenn man alle Einzelnen zusammenzählt, dann erhält man die «Masse». Der Cartoon hier ist im Gegensatz zu andern ethisch genug, diese anzugreifen, die keine eigene Meinung haben und immer nach den andern Ausschau halten, was die machen – die Nachahmer. Diese beeinflussen den Schlusskurs, sie beeinflussen den Trend (nach oben, unten oder seitwärts).

Noch einmal zurück zur Haftungsfrage. Sie können ganz einfach zu den Gewinnern gehören – sie müssen nur das Richtige tun. Weit über 50 Prozent aller gehandelter Volumen sind im Trend, gehören zu den Gewinnern. Wenn einer kauft bevor der Kurs steigt, gehört er zu den Gewinnern. Wenn einer verkauft, bevor der Kurs sinkt, gehört er auch zu den Gewinnern. Und all die welche handeln und dann bleibt der Kurs auf dem gleichen Niveau stehen, haben ja eigentlich auch das Richtige getan. Zumindest kurzfristig betrachtet. Jeder einzelne Handel braucht zwei Kunden. Einen Verkäufer und einen Käufer. Mindestens einer liegt kurzfriTtig richtig – höchstens einer falsch.

Jeder, der nie einen Handelstag an einer Börse erlebt hat, sollte dies einmal nachholen. Je grösser die Börse, desto eindrücklicher, wie viele Abschlüsse getätigt werden, je kleiner die Börse, desto überblick- und nachvollziehbar. Die Berner Börse und die in New York funktionieren im Prinzip gleich – aber meist nicht gleich hektisch.

Egal wie hoch das Handelsvolumen und die Anzahl der Abschlüsse ist, es gibt pro Tag nur einen Schlusskurs. Jeder einzelne, der gehandelt hat, kann Ende Tag nur sehen, ob er zu einem andern Kurs gehandelt hat und ob die Differenz positiv oder negativ ist.

Hunderte, Tausende von Geschäften werden im Schlusskurs nicht berücksichtigt – nur der allerletzte Handel zählt.

Wenn die Börsenkurse charttechnisch, langfristig mit täglichen Durchschnittskursen statt Schlusskursen betrachtet werden könnten, wäre die Börse viel ausgewogener und Trends besser prognostizierbar.

Ich kenne kein System, das mit Durchschnittskursen rechnet. Solche müssten aber heute mit leistungsfähigen IT-Anlagen lieferbar sein. Bei einer Demonstration sehen wir auch nur Extreme – was die ganz grosse Masse ausserhalb der sichtbaren Menge macht, wissen wir nicht.

Genau gleich ist es mit dem Gold. Irgend jemand schreit an der Börse und alle rennen hinter her. Jeden Tag wieder einen Schlusskurs hinterlassend. Der Tendenz nach vermutlich weiterhin nach oben. Hier ein Beitrag, der die Situation vor einem Monat meiner Ansicht nach recht spitz und treffend schildert. Wie lange der Goldhip noch anhält, kann ich nicht sagen. Bis zu den Höchstständen, die ich erlebt habe, fehlen noch 40 Prozent. Im 4.-Klass-Rechnungsbuch waren es noch CHF 5000 – 8 mal weniger. Wenn sie damals gekauft hätten, entspräche dies einer jährlichen Rendite von 4 Prozent. Meine langjährigen Kunden haben seit einigen Jahren Goldminen-Aktien im Depot. Diese haben wir gekauft, als die Nationalbanken Gold verkauften. Massenpsychologie müsste man studiert haben und abschätzen können, wie lange Inder und Chinesen noch Schmuck aus Gold kaufen und als neue Abnehmer dieses beschränkt vorhandene Edelmetall hochtreiben, oder ein Trend zu Modeschmuck aus andern Metallen oder Stoffen kommt.

ll and Buy

So oft wie dieser Cartonn kopiert wurde, so oft hat der Tag aufgehört, wie er angefangen hat: «I’ve got a stock here» – or an idea. Und dazwischen lagen unzählige einzelne Kaufs- und Verkaufs-Entscheidungen die aber nicht berücksichtigt werden – nur der: Schlusskurs – Schluss Punkt.

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