Lärm – Umweltverschmutzung und ethisches Problem


Aktien, die im militärischen Bereicht tätig sind analysiere ich nie. Nicht nur der Ethik halber, sondern im militärischen Bereich wird analysiert, dass einem graust. Es zählen nicht Fakten sondern Meinungen und Vorlieben. Die Schweizer Armee war z.B. unfähig einen Gehörschutz und ein Sturmgewehr zu evaluieren, die kompatibel waren und an alle Angehörigen der Truppe abgegeben wurden. Das Resultat: Hunderte von Hörgeschädigten, die zumeist vorher sehr gut gehört und den offiziellen Hörschutz korrekt getragen haben.

Aus diesem Grunde bin täglich mit Phonak unterwegs, besitze aber ein Vorgängermodell und noch kein Savia. Es ist für viele Hörgeschädigte viel zu teuer und die IV oder Militärversicherung bezahlt nur einen Bruchteil davon, obschon in manchen Berufen ein hochwertiges Hörgerät wirklich von Nöten wäre. Umso mehr nervt dieses Thema, da ich früher eine Disco besass und mit Schallbelastungs-Begrenzer arbeitete – zu einer Zeit, als Lärmbekämpfung noch kein Thema war.

Einige «gestreifte und genudelte» Kollegen mögen mir diesen Militärexkurs verzeihen, aber eine Tube Senf wird von einer Hausfrau analytischer eingekauft, als manche Anschaffung in der Armee. Dort sind zu viele, die mitreden, angeblich eine eigene und fundierte Meinung haben, unabhängig sind, keine Vorlieben aufweisen und technisch auf höchster Höhe sind.

Die Finanzanalytiker haben es einfacher, die sind irgendwo zwischen der Tube Senf und dem Fliegerbeobachtungssystem einzustufen. Unsere Arbeit ist nicht ganz einfach, aber wir haben oft die Möglichkeit, von etwas, das wir nicht kennen, mögen oder unsicher sind, einfach Abstand zu nehmen.

Abstand nehmen können aber all diejenigen nicht, bei denen ein Hörgerät helfen würde, die aber keines haben wollen. Und von diesem Typ Mensch, gibt es heute noch unzählige. Ich möchte auf meins nicht verzichten, denn ich höre heute (bei Tonquellen aus definierter Richtung) besser, als die meisten ohne Hörgerät. Aber in akustisch schlechten Räumen mit mehreren Schallquellen (z.B. Restaurant) haben, zumindest heute, alle Hörgeräte Mühe, egal von welchem Produzenten.

4 Gedanken zu „Lärm – Umweltverschmutzung und ethisches Problem“

  1. Interessant wäre es, wenn Du mal den Lärmpegel der Kirchenglocken ohne Einbezug der Phonak auf Aktienwert anschauen würdest. Das Web bietet dazu hunderte von Seiten, auf denen sich Bürger, gleich welcher Couleur, wegen Schalfstörungen beschweren. Das bringt dann sofort wieder die Chemie ins Spiel, die an diesem Saumais mitverdient, wenn auch indirekt. Und damit hättest Du einen guten Wert in Deinem Portfolio – denn Pillen wird es immer geben….

  2. Schlaftabletten ist ein gesättigter Markt, hier wird es wegen Kirchenglocken keine grossen Börsenwellen geben. Aber Personen, die sich darüber aufregen sind oder werden gute Abnehmer von Psychopharmaka – und das ist ein Geschäft.

    Du kannst unter http://www.tuerme.ch schauen, welche Kirchen du am Tag der offenen Türme, diesen Sonntag, 12. Juni, anschauen möchtest. Langenthal bietet dir sogar ein Konzert um 11.00 Uhr an, oder bereits um 09.30 Uhr ein Kantatengottesdienst. Die Kirchtürme von Thunstetten und Huttwil sind auch offen. Und dank meinem «himmlischen Beziehungsnetz» würde ich dir sogar einmal einen Besuch des Kirchturmes Aarwangen organisieren, damit du deine Erzfeinde einmal persönlich begrüssen kannst.

    Spruch des Tages: siehe Mathäus 5-3

  3. Viel Spass beim Kirchturmtreppensteigen. Ich kann darauf verzichten. sonst wirft mich noch eine Glocke von der Stiege. Und, ganz wichtig: es sind nicht meine Erzfeinde, es ist nur ein xxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxx (wurde von sml zensuriert), das sich hinter irgendwelchen Paragrafen verschanzt. Aber das wird sich ändern…

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