Bahn, 800-Meter-Lift, Panzer – sind wir auf dem falschen Dampfer?


Die SBB wird zum Schutz der Bewohner vermutlich in den nächsten 20-Jahren ganz abgeschafft, dafür wird für «In-Sportarten» im Neat-Tunnel ein 800-Meter-Lift «Porta Alpina» gebaut und zur Finanzierung der Vorabklärungen werden 180 Schweizer Schützenpanzer nach Irak verkauft. Es ist reiner Zufall, dass es gestern heiss, schwül und stürmisch war.

Hier hat es vermutlich jemandem zuerst die «Schreibe verschlagen» bevor er sich Luft machen konnte. Das wird in Zukunft noch besser gehen, denn all die Raucher sind bei der SBB abgeschafft. Es folgen dann Handy samt Antennenanlagen entlang der Bahngeleise und kurz darauf die Stromleitungen, denn diese schädigen auch die Volksgesundheit, was aber noch nicht alle wissen wollen. Zuvor wird zum Schutze der Menschheit Bier, Kaffee, Tee, Schokolade und Gipfeli in den Zügen nicht mehr angeboten, denn diese sind mit ihren Inhaltsstoffen auch gesundheitsschädlich.

Am Schluss werden alle Uhren abgeschafft, nicht weil jemand zufälligerweise falsch ticken sollte, sondern weil diese Stress hervorrufen – zumindest wenn wieder mal eine Verspätung dran ist und man nicht mehr mit einer Cigarette oder einer Cigarre entspannen kann. Und irgendwann wird das heute eigentlich noch extrem freundliche Personal abgeschafft. Aus Kostengründen und dass sie sich an den Kundenreklamationen nicht «zu Tode aufregen». Die Dockland Light Railways von Transport for London haben die personalfreie Fun-Bahn seit Jahren. Und auch das Tram (pdf) haben sie wieder eingeführt, das «schlaue Füchse» vermutlich für die «Füchse» halten. Das wiederum ist politisch und ebensolche Tatsachen können es an der Börse schwieriger und spannender machen, entsprechende Titel im Bereich Verkehr zu finden – und es gibt solche.

Heutige Erkenntnisse:
Alles was verboten ist, reizt und alles Genüssliche und Schöne ist verboten oder macht dick.

Die Stimme aus dem SBB-Inter-City-Lautsprecher:

«Dies ist der erste Zug ohne Lockführer und Personal. Er fährt ferngesteuert. Seien Sie beruhigt, das technische System ist ganz sich ist ganz sich ist ganz sich ist ganz sich ist ganz sich …»

Gestern war zufälligerweise nicht der 1. April. Gute und genüssliche Fahrt» wünscht Marti + Partner Vermögensverwaltung.

Warum Unternehmer ohne Bankkredit ruhiger schlafen


Finanz- und Werkplatz Schweiz wohin? – Chancen und Risiken aus regionaler Perspektive – eine Podiumsdiskussion an der Universität Bern.

Die Moderation dieser pointierten Podiumsdiskussion wurde von Stefan Schnyder – Berner Zeitung – geführt und vom Forum Finanzplatz Schweiz und dem Handels- und Industrieverein des Kantons Bern organisiert.

Prof. Dr. Heinz Zimmermann erwähnte (sinngemäss und stark gekürzt) zudem einige Aspekte über das Risiko:
– die Schuldnerqualität in Bonds wird abnehmen
– in den Emerging Markets sollte in Zukunft unser Geld vermehrt arbeiten
– das Inflationsrisiko hat heute einen andern Charakter
– das systemische Risiko, wie zum Beispiel bei der SBB oder durch die Fremdfinanzierung von Hedge-Fonds ist vorhanden (Betrachtung in der Gesamtheit, nicht im Einzelfonds).

Die Gesamtheit (nicht ein einzelner) der Vorträge und der Diskussionspunkte bestätigt, dass eine starke Schweiz weiterhin möglich ist.

Guru, Cash, Borsalino und Spielberg


Guru’s Gerüchte Corner von Freddy Herbert und sie sind über das Wesentliche des Tages im Bild.

Auch wenn ich zu den längerfristigen Anlegern zähle, machen die mehrmals täglichen Notizen im Stil eines Blog Spass, sind interessant und mit dem Monats-Chart des jeweiligen Unternehmens unterlegt. Die Geschichte von Ringier kann noch mit einem kleinen Kapitel über Borsalino und Cash ergänzt werden. Bei der Eingabe von www.cash.ch landet man auf der Startseite und wer direkt auf die Börsenseite gelangen will, kann dies schneller mit www.borsalino.ch tun. Dies ist seit Jahren meine Startseite ins weite Web – übersichtlich und vielseitig – nicht nur wegen guter Erinnerungen, gebliebener Kollegen und Mithilfe in den Zeiten des Spielberg Institutes.

Bald 150 Jahre Borsalino!

Sonnenwärme contra Sonnenstrom


Sonnenwärme ist speicherbar aber Sonnenstrom nicht (zumindest nicht wirtschaftlich) und trotzdem spricht man mehrheitlich von der Photovoltaik.

Die Eindrücke an der Intersolar waren mehrheitlich sehr positiv. In Sachen Photovoltaik ist Deutschland führend, zumindest was die Anzahl an Anbietern anbelangt, aber ein Tummelplatz, der in Zukunft noch stark standardisiert werden wird (muss). Als «Nichttechniker» war ich eigentlich nicht ein echter Fachbesucher. Aber die Intersolar ist auch keine echte Fachmesse – eher ein Gemisch mit einer Publikumsmesse. Und an den beiden «Fachbesuchertagen» lässt sich auch kein Ausstellungs-Tourist abhalten, nur weil der Eintritt EUR 15 statt EUR 8 kostet. Hightech-Messe mit Nostalgie-Touch – überall Schoggi, Bonbons, Jutetasche, Ansteckknöpfe, Kleber und Pins.

Die stark gestiegene Besucherzahl lässt auf einen anhaltenden Boom deuten und trotzdem ist es interessant zuzuschauen und nachzufragen, bei welchen Anbietern Chinesen, Taiwanesen, Japaner etc. in Diskussionen verwickelt sind. In den nächsten Jahren werden diese Firmen Erfolg haben, die ausserhalb des deutschen Marktes liefern können. Die Branche wird in den nächsten Jahren wachsen – aber vermutlich nicht alle Firmen. Von der Bastelwerkstatt (dem Bricolleur) bis zum Grosskonzern sind alle Stilrichtungen vertreten.

Geld zum Ausbauen brauchen viele – vom Neugeld bei der Phönix SonnenWärme AG bis zum Konzern eigenen Beitrag bei der BP Solar. Dieser ist um rund zwei Nullen grösser. Die weltmächtigen zu beobachten ist nicht einfach und vielen ein Dorn im Auge, weil die auch «böses» Erdöl anbieten. Im Bereich der erneuerbaren Energien muss jeder Anleger seine Nachhaltigkeit selbst festlegen können. Sei dies alleine oder mit Hilfe seines Vermögensverwalter.

Zudem muss in Zukunft noch etwas diskutiert werden: Sonnenwärme oder Sonnenstrom. An der Börse boomt der Sonnenstrom. Der ist auch einfacher ins Netz zu speisen, vorausgesetzt, im betreffenden Land gibt es diese Möglichkeiten. Bei der Sonnenwärme kann man speichern – kurzfristig in einem Boiler und längerfristige Möglichkeiten gibt es auch. Warmwasser braucht man nicht nur zum Baden und Duschen. Zum Abwaschen, Waschen und Heizen wird es oft gebraucht, aber noch selten direkt von der Sonne erwärmt.

Sonnenflocken (Solarzellen-Ausschnitt) – obschon im Badischen baden oder gar Schneeflocken zur Kühlung willkommen wären. Tatsächlich mit 36 Grad von der Sonne verwöhnt – und in Wein lässt sich auch Sonne speichern – gar nicht so schlecht.

Sonnenstrom – Weiterbildung an der Intersolar


Freiburg im Breisgau ist erneut Drehscheibe des Sonnenstroms. Weiterbildung an der Intersolar ist angesagt.


Im Energie-Bereich kann man nicht nur über Sonnenstrom viel lernen, sondern auch über Kurzschlüsse und am nächsten Tag über Blitzeinschläge. Bin gespannt, ob ich Kuno morgen früh in Basel am Bahnhof treffen werde – vielleicht legt eine Windböe, ein Hagelschauer oder sonst irgend etwas, das nicht im geringsten mit einer technischen Panne zu vergleichen wäre, das Nordostschweizer Bahnnetz lahm. Es ist vermutlich seit Bestehen der SBB nicht das erste mal, dass ein Gewitter stattfindet. Ich zumindest fahre heute den Compi hinunter – aus Schaden wird man klug.

Vielleicht finde ich in Freiburg ein Sonnenpaneel, das an eine E-Lok passt und ermöglicht, dass nicht wieder ganze Teile der Schweiz still stehen. Energie ist ein echt faszinierendes Gebiet und wir werden in den nächsten Jahrzehnten noch oft Ärger damit haben. Aber an der Börse gilt, des einen Ärger, des andern Freud.

Nun hoffe ich auf einen sonnigen Tag und ganz speziell Abend, denn dann ist Besuch beim Rebschneckle angesagt und vermutlich liegt am Samstagmorgen auch noch Dr. Heger drin – Biowinzer und Deutscher Spitzenwinzer – beide Häuser geniesse ich (andere übrigens auch). Über den Kaiserstuhl und seine speziellen ökologischen und nicht so ökologischen Gegebenheiten werde ich ein andermal etwas schreiben.

Weitere Beiträge über Sonnenstrom:

– Phönix-Sonnenstrom – Photovoltaik

Sorry SBB – das ist kein Super-Gau!


«Super Gau» wird in den Schlagzeilen erwähnt! Hoffen wir, dass wir nie einen Super Gau haben werden – weltweit. Die SBB hatten gestern schlicht ein technisches Problem mit vermutlich mehreren Ursachen, die gleichzeitig zusammengekommen sind.

AGSNVAG – auch Götter sind nicht vor Abkürzungen gefeit. Aber mit einem Super-Gau, dem grössten anzunehmenden Unfall, hatte die SBB-Panne gestern wirklich nichts zu tun. Aber vielleicht mit Kernkraft. Die SBB hat vor noch nicht allzu langer Zeit ihren Anteil an einem Kernkraftwerk verkauft, da die NEAT weniger Strom brauchen wird. Auch Lokomotiven brauchen weniger Kraft, wenn sie nicht so hoch in die Berge steigen müssen.

Entschuldigen sie bitte, aber mein gestriger Beitrag «Hitze und Umweltschutz können Killerfaktoren sein» ist nicht schuld an dieser technischen Panne. Wohl kann man im Death Valley einige physikalische Gegebenheiten besser zur Kenntnis nehmen, weil eben die Hitze 85 Grad Celsius betrug – Schatten gibt es dort keinen (Head Quarter ausgenommen). Steile Nebenstrassen erklimmt man dort mit dem Wagen nur mit abgestellter Klimaanlage und Luftventilator – die Leistung bricht sonst zusammen. Die SBB haben zumindest einen Vorteil gegenüber einem Benziner, sie müssen die Luft-/Benzin-Mischung nicht auch noch beachten. Dafür kann man bei den heutigen Wagen, im Gegensatz zu den Privatautos, die Scheiben nicht herunterlassen und mit dem Fahrtwind abkühlen (rund 1 Grad pro 10 Stundenkilometer).

Lachen sie jetzt bitte nicht, aber eine zweite Ursache ist meiner Meinung nach der Vollmond. Dies aus zwei Gründen. Erstens ist bekannt, dass der Mond unsere Weltmeere um rund einen Meter anhebt (ohne Gezeiteneffekt) und zweitens weiss wohl jeder, dass die einen mehr, die andern weniger den Vollmond spüren. Der erste Effekt kann sich bei langen Strom- und Datenleitungen auswirken und der zweite lässt dann noch menschliches Versagen ins Spiel kommen. Dieses Phänomen des Vollmondes wird heute noch von sehr vielen Wissenschaftlern verneint. Es ist ein elektromagnetisches Phänomen und beruht auf Wellen. Und Wellen faszinieren – sichtbare Meereswellen und meist unsichtbare elektrische Wellen. Nicht so einfach in den Griff zu bekommen, sind Wellenüberlagerungen (Interferenzen). Lehrreiches dazu von Prof. Evert und der Gigahertz Solution. Der Bahnstrom der DB ist dieses Jahr genau 100 Jahre alt und mit 16 2/3 Hertz technisch einfacher, aber anfälliger.

Ein weiterer Grund könnte die momentane Planetenkonstellation sein – Venus, Merkur und Saturn. Vor Jahren habe ich über längere Zeit einen Astrologischen Börsenbrief verfolgt. Ich meinte der Herausgeber damals hiess Mey und sei aus Münchenbuchsee gewesen.

Ich rate ihnen eigentlich von der Esoterik ab, aber irgendwo wird sich doch ein Körnchen Wahrheit finden – bei den Meisten ist es nur Geldmacherei, Abzockerei. Aber die Grenzwissenschaften sind garantiert auf längere Frist hoch interessant, denn es werden neue Firmen mit neuen Produkten auf den Markt und an die Börse stossen. Und wer es in dieser Richtung noch einigermassen überblickbar haben möchte, soll mal bei Schaffner hineinschauen.

…gute Fahrt – und sei es auch nur mit einer Modeleisenbahn! und wenn es wirklich nur ein Kurzschluss war, dann müsste das eigentlich noch nachdenklicher stimmen, als „abwegigere“ Möglichkeiten. Dann werden noch andere Sachen technisch nicht in Ordnung sein und dann sind wir schon näher bei einem Gau.

Hitze und Umweltschutz können Killerfaktoren sein


«Umweltschutz kann ein Killerfaktor sein» – so das Interview mit dem Solothurner FDP-Ständerat Rolf Büttiker. Und die heute angesagte Hitze hat für viele die gleiche Wirkung.

Diesem Interview gibt es eigentlich nur noch die Überlegungen anzuhängen, warum Unternehmen durch Umweltschutz an der Börse steigen können. Nicht in dem sie à priori Umweltschutz betreiben, denn dann geht ihnen vermutlich der Gewinn zurück und allenfalls der Schnauf aus. Und das bringt niemanden etwas. Mit Umweltschutz muss Geld verdient oder eingespart werden, dann funktionieren Ökologie und Ökonomie. Das heisst, entweder ökologische Produkte verkaufen oder im Unternehmen einen Ablauf auf Ökologie umstellen und Geld einsparen. Nicht kurzfristige Einsparungen, sondern die Investitionen müssen sich über Jahre oder Jahrzehnte rechnen – Wasser, Luft, Energie, Recycling – nur um einige Gedanken anzustossen.

Hitze kann auch ein Killerfaktor sein, denn nicht alle vertragen diese gleich gut. 1978 bin ich bei 132 Grad Fahrenheit – 55,5 C zwei Stunden im Death Valley durch die Wüste gewandert. Einer der heissesten Tag im vergangenen Jahrhundert – weltweit. Heute wäre das auch für mich ein Killerfaktor. Und mit Hitze lässt sich viel Geld verdienen – Energie, Glace, Pharmazeutika – es sind keine Grenzen gesetzt.

Viele leiden heute an der Luft –Ozon, Ozon und noch einmal Ozon (Gratis-SMS) und Pollen.

Weitere Beiträge über Luft und Hitze.

Gemeinsamkeiten von Kunst und Rennen


Sponsoring und viel Geld ist bei Kunstausstellungen und Autorennen im Spiel. Beim Autorennen kommt nebst der Faszination noch der Geschwindigkeits-Rausch dazu – es geht um Menschleben. FIA nimmt diese in Kauf – Michelin nicht.

Es gibt auch Gegensätzliches zwischen Kunst und Rennen. Hitze macht einem Rennbesucher nichts aus – zumindest in der Masse betrachtet. Die Einzelnen sind teilweise ganz schön geplagt durch Sonnenbrand und Durst. Vielleicht sollte irgend ein Hersteller von Sonnenschutzcreme das Zentrum Paul Klee unterstützen, damit die Leute in Massen kämen. Vermutlich haben alle das gleiche gedacht: ich geh nicht am Anfang, da hat es viel zu viele Leute.

Sponsoring funktioniert nur, wenn es überzeugend ist (hier eher «wäre») und mit extrem vielen Zuschauern. Am liebsten am Fernseher, da sind sie noch zahlreicher und können gezielt berieselt werden. Es wird schliesslich dafür viel Geld eingesetzt. Gutes Sponsoring führt zu mehr Umsatz, zu mehr Reingewinn und natürlich höheren Börsenkursen.

Bei Sportsponsoring lassen sich die Unternehmen meist besser orten, die Werbung betreiben möchten. Bei der Kunst ist es schwieriger Mäzenentum und Sponsoring (Dauer rund 5 Minuten) zu unterscheiden. Das Geld wurde mit dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen verdient, sonst kann man es nicht für Kunst einsetzen. Unauffällige kleinere Sponsoringfirmen sind interessant. Dazu braucht es gute Kenntnisse von Marktchancen und manchmal auch ethische Vorstellungen – es gibt viele Sponsoringanbieter im Wettbereich (zumindest im Ausland).

Ethik bleibt bei 300 Stundenkilometer auch auf der Rennstrecke liegen. Hier treffen sich jetzt Public Relation, Werbung und Sponsoring. Michelin kann dies gezielt einsetzen. In den USA kann man ohnehin auch auf Autobahnen nur ähnlich schnell fahren, wie in Europa «ausserorts». In den Teilen Deutschlands, wo man unlimitiert fahren kann, kommt Fahrerversagen meist vor demjenigen der Pneus.

«Bremgartenring» – mehr in Visipix.com und über den Grund, wieso in Bern keine Formel-Rennen mehr stattfinden – es gab 1955 in Le Mans 82 Tote – das Rennen wurde nicht abgebrochen. Der Sieger und Unfallverursacher Mike Howthorn starb 4 Jahre später bei einem Privatrennen auf öffentlichen Strassen!

Weitere Beiträge über Sponsoring:

– Oh Mann – Lady in Black
– Sia Abrasives schleift …

Kunst – Ansichts- und Preissache


Kunst die gefällt rentiert immer. Allenfalls nicht finanziell, aber als Genugtuung zum Anschauen alle weil.

Kunst ist Ansichts- und Geschmacksache – sagt man. Geschmäcker sind meist verschieden, aber Würste vom gleichen Metzger geliefert eigentlich identisch. Und wenn Kunst Ansichtssache ist, dann ist diese Wurst eher eine B-ART-Wurst als eine B-RAT-Wurst und demnach Kunst. Wer über solche Sachen nicht lachen und verschmitzt schmunzeln kann, ist vielleicht Kunstexperte, aber sicher nicht (Lebens-)Künstler. Wer es gerne (wie in den schmuddeligen E-Mails tagtäglich beschrieben) länger und dauerhafter haben möchte, kommt auch an der Art nicht zu kurz – mehr als zwei Meter – Preis und Verkaufbarkeit mir nicht bekannt.

… Bratwurst an der Art | 36 | Basel.

Artprice gibt der Kunst den wa(h)ren Wert. Und Artinvestor «macht eine Preisblase am US-Markt aus, von der man sich fern halten soll. In deutschen Auktionen ist man besser aufgehoben.» Nachzulesen im neuesten Heft für € 8,50 SFr 16,50. Umrechnungskurs 1 EUR zu CHF 1.94 – das ist auch eine «Art Kunst» und dies wiederum kein echter Pleonasmus.

Die New York University Stern kann wohl die Renditen und Risiken mit dem Mel/Moses Fine Art Index am besten wiedergeben. Wissen sie, warum diese Bratwurst keine Kunst ist? Ganz einfach, es steckt keine professionelle Arbeit dahinter, es ist misslungene Berufskunst. Kunst, die den Preis wert ist, ist zwingend gute Handwerks- und Gedanken-Kunst. Einige versuchen auf die Schnelle Geld zu verdienen. Solche Kunst verleidet noch schnell. Schneller als für den gleichen Preis 15 Jahre lang jeden Tag dreimal Bratwurst mit Senf, Semmel und Bier. Rendite contra Risiko. Wer die entsprechende Liquidität hat, kann für diese Summe mehrere wunderschöne Kunstwerke kaufen. Immer vorausgesetzt, er hat die Nase oder die entsprechende Beratung dazu.

Basel hat wiederum viele Eindrücke und Ideen hinterlassen. Auch für den geplanten Auftritt von www.kunstwerk.ch – mehr dazu später einmal, oder sie haben wirklich gute und bessere Ideen als der Besitzer der Domain.

Zinsen bleiben sehr tief – wie lange?


Die SNB (Schweizerische Nationalbank) lässt den Dreimonats-Zinssatz unverändert in der Bandbreite von 0,25 – 1,25 %.

Es gibt bei der Abhängigkeit von Zinssatz und Konjunktur gegenüber der Frage: «Was gab es zuerst – das Huhn oder das Ei?» einen grossen Unterschied. Beim Huhn versucht man die Vergangenheit zu lösen und bei der Konjunktur die Zukunft! Kurbeln heute tiefe Zinsen die Konjunktur an oder drückt die schlechter werdende Konjunktur auf die Zinsen?

Sie können beruhigt sein, so genau weiss es nämlich niemand. Gleichbleibende Zinssätze bedeuten, dass keine neuen Erkenntnisse vorhanden sind. Sonst würde man gegen unten oder oben korrigieren. Für mich bedeutet dies kurzfristig mal ausspannen – zumindest heute. Aber keine Angst, ich bleibe schön Art-tig und werde den Tag geniessen. Danke an die Grossbank und vor allem an die Mitarbeiter des FIM-Desk, die an eine meiner Vorlieben gedacht haben. Namen wollen wir keine nennen, aber sie hat einmal eines der schönsten modernen Häuser Basels gebaut.

Ja, es gibt fast so einen Immobilien-Tag. Wenn ich in Basel nicht «strande», dann schauen wir uns am Abend etwas lebendige Konjunktur an. Florinda und Beat, danke für die Einladung und viel Glück im neuen Heim.

Und den Beruf kann man auch an einem verlängerten Wochenende nicht lassen:

– erstens gehört Kunst irgendwo auch zu unserem Handwerk
– zweitens suche ich eine möblierte ca. 2-Zimmer-Wohnung ab August im Raume Basel – danke für allfällige Hinweise

Das sind die reizvollen Seiten eines unabhängigen Vermögensverwalters – am Freitag «blau» machen, den Sommer und die Kunst geniessen und trotzdem arbeiten!

Wenn man einen guten Standort hat und den richtigen Blickwinkel wählt, sieht man die Konjunktur, wie sie leibt und lebt (Sicht von meinem Arbeitsplatz)

Vorlieben – Hitze und Bier


Jeder hat seine Vorlieben und praktisch alle privaten Aktienbesitzer haben irgend eine oder mehrere Aktien, die man nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen, sondern aus reiner Vorliebe hält.

Es gibt sie, die Aktie, die frau/man nur aus reiner Vorliebe hält. Und erstaunlicherweise sind dies sehr oft Aktien, die eine längere Geschichte vor sich haben. Sie werden durch die Aktionäre getragen. Sei es Lokalpatriotismus oder der reine Bezug zu einem Produkt und schon können wir sämtliche analytische Logik über den Haufen werfen. Und solche Aktien machen Spass.

Eine Liebhaberaktie ist die Hasli-Bier-Aktie. Und ein Unikum ist, dass man auf dieser Webseite gleich Aktien zeichnen kann. Meine könnte ich schon mit 20% Gewinn verkaufen. Aber das ist so bei diesen Aktientiteln, die behält man – nach Möglichkeit ein Leben lang. Man hat seine Vorliebe daran.

Generalversammlungen solcher Titel sind meist ein Erlebnis. Ganz besonders die kleinen Details, die man bei «Monster-GVs», die auf Grossleinwand übertragen werden, nie zu Gesicht bekommt. Der Revisor läuft mit roter Krawatte herum und nach seinem offiziellen Auftritt in einem roten T-Shirt. Er ist sich seiner Pflicht bewusst, schreibt drei, nicht ganz nebensächliche Zeilen mehr in seinen Revisionsbericht und hilft dann gleich mit, 4,8 Prozent Dividende in flüssigen Mitteln auszuschenken. Die Stimmung ist toll.

Der «Götti», ja so die offizielle Bezeichnung ( BWL hin oder her), selbst «Ex-Bier-Brauer» erzählt einen Witz. Hier darf er, bei mancher grossen Gesellschaft wäre er angebrachter:

«Kennen sie den Unterschied zwischen einer Hundehütte und einem Verwaltungsrat?
Die Hundehütte ist für den Hund und der Verwaltungsrat für die Katz!»

Spass beiseite, den Verwaltungsrats-Präsidenten erlebt man nicht nur bei Durchführung der GV – er hilft auch am Paletten-Rolli mit. Können sie sich das an einer Nestlé-, Roche- oder sonst einer Blue-Chips-GV vorstellen? Sicherlich nicht, dafür sind hier Kind und Hund (Berner Sennenhund) mit von der Party. Und eine solche steigt nach «getaner Arbeit».

So langsam geht dieses Erlebnis zu Ende. Mein Tisch- und Echtnachbar kneipt sich aus seinem 1. BV (Bierverschiss) – «Bierschweinerei» und das als mit tosendem Applaus gewählter Stimmenzähler. Fast wie bei einem Stammbetrieb der Oeconomia Bernensis. Und hier galt die Vorliebe eher dem Gurtenbier. Ein waschechtes Gurtenbier habe ich nie getrunken – die Brauerei wurde zu früh von Feldschlösschen resp. heute Carlsberg übernommen. Dafür habe ich als Kind schon echtes Ex-Bier getrunken – schon 1937 in Bern eingeführt – alkoholfrei!

Und der letzte von mir besuchte Anlass an gleichem Ort war von Eichhof begleitet. Hier gibt es keinen Zeichnungsschein, da können sie über die Börse kaufen – die einzige Schweizer Bieraktie am SWX – SPI Sektor «Food and Beverage»

Die guten Seiten an Vorlieben, sind oft die Wachstumsraten, von denen andere nur träumen und dies oftmals aus einem «gutem Gefühl aus dem Bauch». Ein ähnliches Gefühl könnte in den nächsten Tagen durch die angesagte Hitze auch zu mehr Umsatz führen. Bier-Aktien korrelieren vermutlich in einem gewissen Umfang mit den Temperaturkurven.

Weitere Beiträge über Vorlieben:

– Vorlieben – bei einigen bis zu 100 Prozent
– Magisches Dreieck – Magie?

und über Bier:

– Bier- und Bank-Fusionen – bis nur ein Grosser übrigbleibt!

==> «Dead Links» welche stören, können sie im Kommentar kurz erwähnen – ich versuche etwas Entsprechendes zu finden. Danke.

Gene – Lindau/ZH contra Lindau am Bodensee


In der Stadt Lindau am Bodensee gibt es wesentlich mehr Gene, als in Lindau/ZH. Und einige von den letzteren sind noch manipuliert und man hat keinen langen Track-Rail. Meine eigenen Gene stammen mathematisch zu einem Viertel von Lindau/D, sind mir eindeutig sympathischer und lassen sich über Jahrhunderte verfolgen.

Lindau/ZH steht heute in den Schlagzeilen. Dort finden Freilandversuche mit Gen-Tech-Weizen statt. Erfahrungen hat man damit wenig, historisch gesehen gelinde gesagt keine. Zugegeben Weizen ist einfacher zu beurteilen, als Menschen. Das Generationenprinzip ist massgebend und beim Menschen gibt es, sagen wir mal so alle 20 Jahre eine neue Generation. Vor einigen Hundert Jahren war der Zyklus kürzer, heute ist er länger. Zumindest in unseren «Wohlstands-Breitengraden».

Weizen hat im Folgejahr schon eine neue Generation. Das heisst, dass wir in vielleicht 10 Jahren rein theoretisch eine Erfahrung im Vergleich zu Menschen von rund 200 Jahren haben können. Zudem können Weizenkörner labormässig gezeugt und im Treibhaus oder auf der andern Welt-Halbkugel angepflanzt werden um das Generationenprinzip künstlich schneller zu beschleunigen.

Beim Menschen überwiegen die «Freilandversuche» – Laborversuche sind selten und umstritten, teilweise sogar verboten. Und wenn ich meinen eigenen Genen nachgehe, stosse ich bei meiner Grossmutter auf Lindau am Bodensee (D). Und Ahnenforscher haben festgestellt, dass meine Grossmutter (mütterlicherseits, falls dies einen überwiegenderen Einfluss hat) ihrerseits Ahnen aus Indien hat. An der Form der Nase und der Zehen kann man dies feststellen, zumindest in dieser Gen-Technik ausgebildete Personen.

Man sieht heute noch diese gen-technische Abhängigkeit. Die Frage ist nur, wie wird sich der Weizen in zwanzig, dreissig Jahren auf unsere Umwelt verhalten. Und dies wiederum könnte ein Umweltproblem werden. Heute ist es eher ein ethisch oder eins aus verschiedenen Blickwinkeln.

Und in Lindau am Bodensee wird in den nächsten Tagen vielleicht auch über Lindau im Zürcher-Oberland diskutiert. Aber nicht nur unter Laien – 52 Nobelpreisträger treffen sich dort. Zwar nicht aus der biologischen Sparte, aber vermutlich besitzen diese ein Allgemeinwissen und ein Spezialwissen über Genetik, die das «landläufige» überflügeln dürfte.

Wer mehr über Weizen wissen möchte, versucht dies am einfachsten beim Strickhof, der seinerseits vor zwei Generationen noch mitten in Zürich angesiedelt war (oder verwechsle ich etwas aus meiner Jugendzeit?)

Lindau am Bodensee / D

Weitere Beiträge über Gen-Technologie:

– GM-Xianyou-63 und GM-II-Youming-86
– Hans Moser – mein persönlicher Klon?
– Gendiagnosen für Design-Babys

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Wohin geht der USD? Gute Charts können helfen!


Mit CHF 1.27 für einen USD steht der US-Dollar auf einem Kurs, wie dies vor drei Monaten nicht für denkbar gehalten wurde. Manch einer fährt besser, wenn er sich eine eigene Meinung bildet und nicht zuviel auf andere hört.

Es freut mich, dass wir den USD (so das internationale Kürzel) wieder auf rund 1.27 haben. Aber wohin geht jetzt die Reise? Da müssen wir uns etwas überraschen lassen. Mit „handgestrickten“ Charts fahren sie vermutlich längerfristig besser, als wenn sie mit allen nur denkbaren Chartprogrammen arbeiten. Wenn sie mit Charts arbeiten wollen, geht dies nicht von einem Tag auf den andern, zumindest nicht bei „Normalsterblichen“.

Das Charts spass machen, beweisen die Diskussionsforen, die es zu Hauff im Internet gibt. Und wenn sie Lust und vor allem Zeit haben, suchen sie sich einmal einige schöne Charts zu Studium aus. Beim Finanz-Tor findet man vom einfachen Chart, bis zur hochstehenden Chartinterpretation alles. Die Frage ist immer, sind die Charts richtig interpretiert und wird sich die Welt chart- oder mustergültig verhalten.

Machen sie die Probe aufs Exempel, vergleichen sie heute einen 3-jährigen Bar-Chart mit einem 3-jährigen Linien-Chart des USD gegen CHF! Ein Blatt auf dem Bildschirm von unten links nach rechts auf die Spitzen des Charts schieben und sie haben einen Trend. Die beiden Charts zeigen nicht das gleiche. Dies ist kein ideales Schulbeispiel. Aber im Dollar wird eine Korrektur stattfinden – nach oben oder unten, das ist die Frage. Aufpassen und zuschauen. Professionelle Charts helfen nur weiter, wenn sie immer den gleichen „Ersteller“ beobachten. Dann kennen sie seine Interpretation. Aber alle Charts anschauen bringt gar nichts, denn es sind wie im Handel. In etwa gleich viele die gegen oben und unten tendieren, denn es sind ja auch genau gleich viele die kaufen und verkaufen. Und vom USD-Handelsvolumen werden keine 10 Prozent für effektive Waren- und Dienstleistungszahlungen benötigt – der grösste Teil ist reine Spekulation.

Weitere Beiträge über den USD:

– Der USD auf 1.45150

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Bier- und Bank-Fusionen – bis nur ein Grosser übrigbleibt!


Erinnern sie sich noch an alte Bank- und nicht mehr existierende Biernamen. Viele sind verschwunden, wurden übernommen. Die Leistungsfähigkeit von Banken dürften besser, der Geschmack von Bier lauer und fader geworden sein.

Die Verbands-Bierbrauereien sind heute an zwei Händen und Füssen abzählbar. Vermutlich wird auch die eine oder andere ihrer Lieblingsbrauereien (oder Banken) verschwunden oder übernommen worden sein. Das ist der lauf der Zeit und einige mögen eher überrascht sein, dass die Hypo-Vereinsbank durch eine italienische Bank, die UniCredit geschluckt wurde. Und die alten Namen werden noch lange im Munde bleiben. Sie finden unter Google-News auch rund 10 mal mehr Einträge über den alten Namen «Unicredito».

Mein liebstes Bier, das Egger-Bier, zumal einige englische Biere und selbstgebrautes ausgenommen, ist immer noch unabhängig, auch wenn das Bild etwas anderes zeigt. Der Anhänger wurde am Tag der offenen Türme Feldschlösschen für Kutscherprüfungen zur Verfügung gestellt. Und dieser Anhänger gehört einer dänischen Brauerei, der Carlsberg. Aber nicht verzweifeln, wer sucht, der findet noch kleinere, unabhängige Brauereien – und womöglich auch leistungsfähige Banken. Und wer das Spezielle sucht, der findet auch, meist nicht auf Listen verzeichnet, zum Beispiel das Hasli-Bier. Mehr über diese Aktie ein andermal.

… in welche Richtung nun? Selbständig bleiben!

Gold und der 8-Jahres-Zyklus


Gold kann man am einfachsten mit Kartoffeln vergleichen. Ist die Nachfrage gross, steigen diese im Preis. Folglich wird mehr investiert, um diese anschliessend aus dem Boden auszubuddeln und gewinnbringend zu verkaufen. Und wenn es dann zuviel Kartoffeln hat, sinkt der Preis. Der Mechanismus ist ähnlich, nur lassen sich Kartoffeln weniger lang lagern.

Eine der interessantesten Seiten über Gold ist «Goldseiten». Hier kann stundenlang gelesen werden. Sehr viel Wissenswertes ist zu erfahren, aber ob sie dann sicher sind, dass man Gold kaufen oder verkaufen müsste, können sie selbst austesten.

Gold unterliegt einem 8-Jahres-Zyklus. Und der würde jetzt, vielleicht wird er auch, gegen unten tendieren. Aber auch für den Spekulanten ist was zu finden: AngloGold Ashanti. Und wenn sie sich total verunsichern wollen, dann kaufen und lesen sie alle Gold-Börsenbriefe oder verlassen sich auf ihren Bankbeamten oder Vermögensverwalter, der es zwar vielleicht auch nicht besser weiss, aber ihnen den Entscheid abnehmen muss. Aber es gibt auch die andern, die an solch scheinbar unterschiedlichen Meinungen sichtbar Spass haben und Schlüsse daraus ziehen können. Und dann gibt es wiederum andere, die energy-magic Rat und vermutlich Trost suchen.

Weitere Beiträge über Gold:

– Rohstoffe – mageres Schwein, Zucker und Zahlenakrobatik
– Gold – ein Rauschmittel
-Goldpreis und -informationen

==> «Dead Links» welche stören, können sie im Kommentar kurz erwähnen – ich versuche etwas Entsprechendes zu finden. Danke.

Lärm – Umweltverschmutzung und ethisches Problem


Aktien, die im militärischen Bereicht tätig sind analysiere ich nie. Nicht nur der Ethik halber, sondern im militärischen Bereich wird analysiert, dass einem graust. Es zählen nicht Fakten sondern Meinungen und Vorlieben. Die Schweizer Armee war z.B. unfähig einen Gehörschutz und ein Sturmgewehr zu evaluieren, die kompatibel waren und an alle Angehörigen der Truppe abgegeben wurden. Das Resultat: Hunderte von Hörgeschädigten, die zumeist vorher sehr gut gehört und den offiziellen Hörschutz korrekt getragen haben.

Aus diesem Grunde bin täglich mit Phonak unterwegs, besitze aber ein Vorgängermodell und noch kein Savia. Es ist für viele Hörgeschädigte viel zu teuer und die IV oder Militärversicherung bezahlt nur einen Bruchteil davon, obschon in manchen Berufen ein hochwertiges Hörgerät wirklich von Nöten wäre. Umso mehr nervt dieses Thema, da ich früher eine Disco besass und mit Schallbelastungs-Begrenzer arbeitete – zu einer Zeit, als Lärmbekämpfung noch kein Thema war.

Einige «gestreifte und genudelte» Kollegen mögen mir diesen Militärexkurs verzeihen, aber eine Tube Senf wird von einer Hausfrau analytischer eingekauft, als manche Anschaffung in der Armee. Dort sind zu viele, die mitreden, angeblich eine eigene und fundierte Meinung haben, unabhängig sind, keine Vorlieben aufweisen und technisch auf höchster Höhe sind.

Die Finanzanalytiker haben es einfacher, die sind irgendwo zwischen der Tube Senf und dem Fliegerbeobachtungssystem einzustufen. Unsere Arbeit ist nicht ganz einfach, aber wir haben oft die Möglichkeit, von etwas, das wir nicht kennen, mögen oder unsicher sind, einfach Abstand zu nehmen.

Abstand nehmen können aber all diejenigen nicht, bei denen ein Hörgerät helfen würde, die aber keines haben wollen. Und von diesem Typ Mensch, gibt es heute noch unzählige. Ich möchte auf meins nicht verzichten, denn ich höre heute (bei Tonquellen aus definierter Richtung) besser, als die meisten ohne Hörgerät. Aber in akustisch schlechten Räumen mit mehreren Schallquellen (z.B. Restaurant) haben, zumindest heute, alle Hörgeräte Mühe, egal von welchem Produzenten.

Hirn statt Apfel – Köpfchen wird man haben!



Vor über dreissig Jahren habe ich das erste mal mit so einem Riesencomputer gearbeitet. Die Ganze Anlage war wohl 20 auf 10 Meter lang und programmiert wurde mit Steckkabeln. Mein heutiges Notebook braucht einige tausend mal weniger Flächenbedarf und ist einige tausendmal schnell. Und jetzt wäre es noch einmal billiger, denn seit dem Verkauf der PC-Sparte, sind die Verkaufspreise auf dem China-Markt um mindestens dreissig Prozent billiger geworden. Ein echt brauchbares Notebook ist heute unter CHF 1000 zu haben. Die Preise damals dürften noch um einiges höher gewesen sein. Der Drucker zum Beispiel, war ein Ungetüm, das in etwa den Swimmingpool meines Nachbarn gefüllt hätte. Ein Laserdrucker für CHF 200 druckt heute schneller, schöner, energiesparender und viel leiser.

Vielleicht wird IBM auch einmal alle Leute entlassen können, denn zusammen mit dem EPFL simulieren sie einen Teil des Gehirns. Keine Angst, das werden sie als Leser vermutlich nie erleben, aber den Nutzen aus der Technologie der neuronalen Schaltkreise die IBM erforschen will.

Im falschen Film? Under Construction!



Entschuldigen sie, aber es gibt zur Zeit jede Menge Leute in Politik, Kirchenpolitik und zum Teil auch NGO, die falsch verdrahtet sind und bei denen jederman/frau sich ermächtigt fühlt, Stellung zu nehmen. Zumindest seine Stellung, seine Sicht der Dinge. Behörden und Organisationen sollten sich einigen, wer zu sprechen hat. Dies ist immer der Ranghöchste oder der offiziell Delegierte. Und der spricht oft nicht von seiner Meinung, sondern der eines Kollektives, das er vertreten muss.

Hand aufs Herz! Ist ihnen Dr. Benita Ferrero-Waldner ein geläufiger Name? «Küsschen» liebe Frau, der Lebenslauf ist auch noch unter Construction – sie spricht auch perfekt Deutsch.

Und Franco Frattini? Auch under Construction. Überall wird gebaut und man scheint wohl Pläne zu haben, diese aber mangels Zeit oder Übersicht mit den Falschen zu koordinieren. Einiges geht heute zu schnell. Kommissar Frattini hat seine Seite und möge seine Berufsbezeichnung ihn zu Erfolg und Tatorten führen.

Auf Nichts und Niemanden kann man sich heute verlassen! Falsch, es gibt sie, die verlässlichen Leute und Firmen. Genau gleich wie früher. Nur muss man sie gezielter suchen. Und Achtung, heute gibt es auch viele Blender, die nicht immer leicht zu durchschauen sind.

Aber ich denke, dass der heutige EU-Kuchen viel zu heiss gegessen wird und das gibt Magenbrennen. Aber bitte nicht unter diesem Stichwort in Google suchen, sonst gibt es dann eine total falsche Verdrahtungen mit funktionellen Störungen. Jetzt fühl ich mich endgültig im «falschen Film», denn ich muss heute als liberaler Reformierter eine wichtige Sitzung vorbereiten. Ja, ich bin gespannt, welche Meinung ich morgen vertreten muss: meine, die des Kollektivs – am liebsten beide, um nicht Irrtümer aufkommen zu lassen.

Bericht über Schengen aus dem Ausland


Die Zeit: «Schweizer folgen negativem EU-Trend nicht». N-TV erwähnt das Stadt-Land-Gefälle und die OÖ-Nachrichten (Oberösterreich) zeigt auf, wer aus der EU, wer nicht und wer ausserhalb der EU Mitglied des Schengen-Raumes ist.

Und was sagen die «rechtspopulistischen» (so die OÖN) Verlierer: «Knapp zugestimmt». Zahlen interpretieren kann Spass machen – es ist immer nur die Frage, was man als 100% anschaut. So gesehen, gab es über 20% mehr Ja- als Neinstimmen – und das ist doch recht deutlich.

Stagnation, Rezession, Deflation – steigert das Bruttosozialprodukt



Blick, Stern und auch die NZZ. Alle machen auf Missmut und das lähmt. Dann hat jeder Angst und hält sich ruhig – fällt weder durch Arbeit noch sonst wie auf.

Wer selbst erlebt hat, wie im Einzelnen das Zahlenmaterial erhoben wird, dann ist 0,1 Prozent vermutlich noch heute nur ein statistischer Fehler. Wenn die Stimmung schlecht ist, dann werden auch amtliche Formulare viel vorsichtiger ausgefüllt, die Zahleneuphorie fehlt, es geht dann in der Einzelfirma ein halbes Prozent schlechter, als dies vermutlich der Fall ist.

Im Trend stimmen solche Zahlen schon, aber bitte nicht mit 0,1% in Panik verfallen. Zahlenmaterial des SECO anschauen und eigene Schlüsse draus ziehen. Und vielleicht einmal etwas motiviert sein:

Bruttosozialprodukt

1. Wenn frueh am Morgen die Werksirene droehnt
und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stoehnt,
in der Montagehalle die Neonsonne strahlt
und der Gabelstaplerfuehrer mit der Stapelgabel prahlt,
ja, dann wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.

2. Die Krankenschwester kriegt ’nen Riesenschreck,
schon wieder ist ein Kranker weg.
Sie amputierten ihm sein letztes Bein
und jetzt kniet er sich wieder maechtig rein,
ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.

3. Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt
und heimlich in die Fabrik eindringt,
dann hat Oma Angst, dass er zusammenbricht,
denn Opa macht heute wieder Sonderschicht,
ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.

4. A-a-an Weihnachten liegen alle rum un sagen puh-uh-uh-uh.
Der Abfalleiner geht schon nicht mehr zu.
Die Gabentische werden immer bunter
und am Mittwoch kommt die Muellabfuhr und holt den ganzen Plunder,
und ab jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.

5. Wenn frueh am Morgen die Werkssirene droehnt
und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stoehnt,
dann hat
ffb
einen nach dem andern die Arbeitswut gepackt
und jetzt singen sie zusammen im
Arbeitstakt-takt-takt-takt-takt-takt-takt:
Ja! Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja!
Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja!
Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.

Der Songtext von «Geier Sturzflug» von 1983 gefunden bei Lyrix.at