Magisches Dreieck – Martisches 6-Eck – Magie?


Das Martische 6-Eck ist eine Erweiterung des bekannten Magischen Dreiecks. Es werden nebst Rendite, Risiko und Liquidität zusätlichz die Ökologie, Ethik und Vorlieben berücksichtigt. Es hilft Anlagen besser auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen.

Das «magische Dreieck» der Geldanlage zeigt die Abhängigkeiten von Rendite, Sicherheit und Liquidität. Jeder Anleger unterliegt bei der Gesamtheit seiner Vermögensanlagen ausnahmslos mindestens diesen drei Punkten.

Die Börse Wien sagt es in ihrem Börsen-Lexikon trefflich:« Anleger versuchen, die für sie optimale Abstimmung dieser drei Faktoren zu verwirklichen.» Über die wichtigen zwei Worte «versuchen» und »optimal» – nicht maximal – werden ich in einem späteren Beitrag schreiben.

Statt «Sicherheit» wird auch der Ausdruck «Risiko» gewählt. Es ist fast wie das halbvolle und das halbleere Glas. Was ist zum Beispiel eine 100%-ige Sicherheit? Werden Inflation, Währungsrisiken oder der Übergang an Erben mit ihren andersliegenden Ansprüchen berücksichtigt. Die Sicherheit zu maximieren ist ebenso unmöglich, wie das Risiko zu minimieren. Das Risiko kann aber maximiert werden – bis zum Totalverlust. Dieser lässt sich zusätzlich, theoretisch endlos, durch eine short Position steigern, besonders mit derivativen Produkten bei ungedeckten Call-Verkäufen.

Das Wort «Sicherheit» suggeriert Geborgenheit, Schutz, im Gegensatz zu «Risiko», das auf eine Gefahr, ein Wagnis hindeutet. Aus diesem psychologischen Grund wähle ich die Variante mit dem «Risiko», mit welchem man leben muss. Oder bildlich betrachtet bleibt ein Rest-Risiko, wenn man mit einem Wagen, der sicherheitshalber mit Airbags ausgerüstet ist, mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand fährt – ganz abgesehen davon, dass auch ein Airbag einmal nicht funktionieren kann.

«Wachstum» oder«Einkommen» wird auch anstelle «Rendite» gewählt. Falls mal das Wachstum oder das Einkommen negativ war, so hat es eben «nicht rentiert». Deshalb wähle ich den neutralsten dieser drei Begriffe, die «Rendite».

Spielereien? Weder noch, sondern Gedankengänge, die es sich lohnen, näher betrachtet zu werden. Heute gibt es meiner Ansicht nach drei Punkte, die zusätzlich zu berücksichtigen sind: Ökologie, Ethik und Vorlieben. Dass man Ökologie in der Vermögensanlage berücksichtigen kann, sollte eigentlich jedermann schon gehört haben, mit der Ethik werden es dann schon wesentlich weniger. Über die persönlichen «Vorlieben» spricht man nicht – aber man hat sie. Ich kenne niemanden, der diese immer ausser Betracht fallen lässt, wenn er Anlageentscheide tätigt! Mehr dazu in absehbarer Zeit – in diesem Blog.

Magie? Das magische Dreieck beruht nicht auf Magie, sondern auf Wissen, Intuition und seien wir ehrlich, manchmal auch auf Glück. Auch ein Magier macht nicht Unmögliches. Er beherrscht sein Handwerk und seine Fingerfertigkeit täuscht manchmal einige Zuschauer.

Magische Dreiecke gibt es nicht nur in der Vermögensanlage. Es gibt sie zu Hauff: das magische Dreieck der Organisation, der Antike, des Projektmanagements und der Nachhaltigkeit

… und als weitergedachte Kombination, das erstmals am Finanzsymposium 1999 in Interlaken vorgestellte «Martische 6-Eck»:

Ein Gedanke zu „Magisches Dreieck – Martisches 6-Eck – Magie?“

  1. Mit dem Magischen Dreieck der Vermögensanlage bezeichnet man die untereinander konkurrierenden Ziele Rentabilität, Sicherheit und Liquidität. Würde man diesbezüglich ein Dreieck aufzeichnen, wären diese 3 Ziele die Eckpunkte dieses Dreiecks. […]

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